Wisst ihr noch? Stadionneubau Tivoli – Ertüchtigung 2


 
 
Vorbereitungen zum Stadioneubau in den Monaten März, April bis Anfang Mai 2008
 
Im Februar und März 2008 wurde begonnen das die Bäume auf dem Areal gefällt wurden. So sollte vermieden werden das sich Vögel dort später einnisten und es zu ungeplanten Verzögerungen kommt. So sah es dann auch um die Münzenkampf-Bahn, der Tennishalle vom PTSV und den verschiedenen Wegen auf dem Areal des Sportpark Soers ziemlich gerupft aus. Der PTSV Aachen bekam 2007 ein Ersatzgrundstück am Eulersweg in Aachen. Im März wurde begonnen die Dauergartenanlage Roland niederzureissen, der Anlage Groß Tivoli drohte unweit später das selbige Schicksal. Bis Mitte April sollten alle Pächter der beiden Anlagen dann umgesiedelt sein in ihrer neuen Heimat auf dem Berensberg. Von 130 Pächtern würden dann noch gerade 40 in das neue Areal umziehen. Vorausgegangen war ein langer Kampf der aber nicht zu gewinnen war. Im April sollte es dann der PTSV-Tennishalle an den Kragen gehen. Als die Bagger anrollten mussten sie aber zunächst stoppen, und eine kuriose Geschichte entwickelte sich daraus.
 
 

Sie müssen sich vorstellen, dort hinten, wo die Halle des PTSV steht, da wird unser Anstoßkreis sein.

Alemannia Stadionbeauftragter Stephan van der Kooi
 

 
 
Die Alemannia wollte die Arbeiten rasch vorantreiben so das am 21. April um 7 Uhr ein Bagger anrollte. Doch Ekrem Atas, Pächter vom Bistro in der Tennishalle und des Restaurant Zweistromland das 200 Meter weiter weg lag gegenüber vom Porta, stellte sich dem Abriss mit Freunden und Familie entgegen. Nach eigenen Angaben hatte er einen gültigen Pachtvertrag bis 2014 und erklärte das es keine Vereinbarung über einen Abriss der Tennishalle geben würde. Die Kantine sei noch voll funktionsfähig, die Kasse noch da, Getränke und Gläser waren noch nicht ausgeräumt. Die hinzugezogene Polizei, Alemannia Stadionplaner Stephan van der Koi rückten an und versuchten eine Einigung zu erzielen. Für den Pächter war das pure Vertreibung, am Ende zogen alle ab inklusive Bagger – kurzer Baustopp. Alemannia war überrascht das ein Bistro betrieben wurde wo keine Kundschaft mehr kam, der PTSV als vorheriger Eigentümer schob den schwarzen Peter an die Stadt Aachen ab, die wiederum war bemüht alle an einem Tisch zu kriegen damit am Ende eine tragfähige Lösung herauskam. Nur einen Tag später gab es im Rathaus die große Einigung. Mehr als zweieinhalb Stunden saßen OB Dr. Jürgen Linden, der Alemannia-Stadionbeauftragte Stephan van der Kooi, PTSV-Vorsitzender Dr. Frank Schidlowski und Ekrem Atas zusammen. Am Ende wurde wie immer Stillschweigen vereinbart, aber das Zweistromland sollte bis 2014 gesichert sein plus Option auf Verlängerung. Den vor dem Zweistromland war geplant das später ein Hotel samt Reha-Zentrum bis an 10 Meter an das Zweistromland anreichen sollte. Quasi war der Hotelgarten im Zweistromland. Darüber sollte es aber noch eine andere Geschichte geben.
 
Einen Tag später begann dann der Bagger die PTSV-Tennishalle abzureissen. Um kurz vor 8 Uhr nahm ein Spezialbagger die Arbeit auf und entfernte die hintere Giebelwand, um danach erste Teile des Dachs zu beseitigen. Da die Überreste der Halle an Ort und Stelle nach umweltrechtlichen Gesichtspunkten separiert werden, werden die Abrissarbeiten einige Tage in Anspruch nehmen.
 
 
 


 
 
 
 
Hier geht es zum ersten Eintrag des Tivoli Stadionneubau mit der Ertüchtigung des Geländes:
 

10 Jahre Tivoli – Am Anfang waren die Wildknipser


 
 
 
 

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