Wisst ihr noch? Stadionneubau Tivoli – Die ersten Betonwände


 
 

Rückblende 10 Jahre neuer Tivoli – September 2008

 

Im September 2008 konnte man die Fundamente regelrecht wachsen sehen. Auf der Westseite wurden die etwas größeren Fundamente gelegt, da man ja dort die spätere Haupttribüne direkt vor Ort baute. Die Pfählungen waren nur noch im Südbereich und standen kurz vor der Vollendung. Danach war man bereit das 3.186 große Stadionpuzzle aus Tribünenteilen zusammenzusetzen. Auf der Westseite erhoben sich dann auch die ersten sichtbaren Betonteile aus dem Boden.
 
Mitte September wurde dann die Bodenplatte für die Westtribüne gegossen. Unter den Augen von einigen Aachener Nachrichten Leser, die exklusiv das ganze beobachten durften, war auch Alemannia Projektleiter Stephan van der Kooi und Generalunternehmer Walter Helmich vor Ort. Dieser war sogar extra aus Duisburg angereist. Damit wurde ein Meilenstein gesetzt (also die Betonplatte, nicht der angereiste Hellmich), so jedenfalls sagte es Alemannia Geschäftsführer Frithjof Kraemer. Da wir damals nicht zu den exklusiven Nachrichten Leser gehörten, haben wir bzw. Manni trotzdem Fotos von diesem Ereignis gemacht :-) Ganze 700 Kubikmeter Beton flossen im Laufe des Tages in dem Bereich rund um die Westtribüne.

 

 

Die Betonfundamente wurden weiter ausgegossen und die rausragenden Betonpfeiler miteinander verbunden in den Bereichen der Ost- und Nord Tribüne. Ende September wurde dann auch der Bereich um die Südtribüne ausgegossen. Aus dem Boden ragten einige Metallkästen heraus, dort wo die Betonpfeiler schon mittels Beton miteinander verbunden waren. Hier werden später die fertig gegossenen Tribünenteile eingelassen.
 
Bei dem emsigen Treiben auf der Baustelle bekamen wir auch Gelegenheit mit einem Mitarbeiter der Firma Rekers ein kleines Schwätzchen zu halten. So erfuhren wir damals das schon nahezu 1.000 Tribünenteile fertiggestellt und bereit lagen zur großen Fahrt nach Aachen. Da die Arbeiten auf der Tivoli Baustelle aber noch nicht so weit waren wurde die Produktion erst einmal eingestellt. Die bereits produzierten Fertigteile sollten zunächst ausgeliefert werden da die Lagerungskapazität erschöpft war. Der Termin wurde dann auf Oktober geschoben wo die ersten Tribünenteile auf der Tivoli Baustelle verbaut werden.
 
 

Etwas zur Technik:
Ein einzelnes Tribünenteil benötigte ungefähr vier Stunden in der Herstellung. Dabei kommt die Verschalung in einen speziellen Ofen, wo der flüssige hochqualitative Beton durchgerüttelt und erwärmt wird, so das er nach einem bestimmten Verfahren zu 80% bereits ausgehärtet ist. Somit kann das Tribünenteil direkt verbaut werden.

 
 

 

Nachdem nun die erste Bodenplatte im Bereich der künftigen West-Tribüne ausgegossen war, wurden weitere Betonelemente eingesetzt. Im Bereich der künftigen Nord-Tribüne wurden die Vorbereitungen getroffen um die Einzelfundamente zu Verbinden. Der erste Aufzugsschacht wurde gesetzt und auch die ersten Innenteile der Westtribüne wurden aufgestellt. Im Nord- Westbereich war schon seit etwas längeren ein großes Loch zu sehen das außerhalb des Stadionbereiches lag. Da uns dies damals keine Ruhe gelassen hat ergriffen wir die Gelegenheit einen Arbeiter zu befragen. Heraus kam das dies schon die zukünftige unterirdische Zufahrt zum Stadioninneren für Busse war. Am Rand der Nord- West Tribne wurde der unterirdische Tunnel des Gästezugangs sichtbar. Zum guten Schluss gab es auch noch ein Luftbild, das eine damalige Arbeitskollegin für mich machte. Um die Zukunft gegen die Gegenwart zu halten gab es dazu passend auch ein Luftbild vom alten Tivoli. Und das in voller Pracht und Schönheit.

 

 

 
 
 


 
 
 
Hier geht es zur fünften Rückblende des Tivoli Stadionneubau – Jetzt geht´s richtig los:
 

Wisst ihr noch? Stadionneubau Tivoli – Jetzt geht´s richtig los

 

 

 

 

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