Winterpause – Ein Kommen und Gehen?


 
 
Vielleicht sehen wir im letzten Heimspiel vor der Winterpause, gegen Rot Weiß Oberhausen, den einen oder anderen Spieler zum letzten mal im Alemannia Dress. Denn wie das üblicherweise so ist in der Winterpause wird das erste Halbjahresfazit gezogen und Spieler mit wenig Einsätzen, oder Spieler die mit ihrer Rolle unzufrieden sind, werden gerne ins Schaufenster gestellt oder schauen sich selbst um nach einer neuen Herausforderung. Wenn man in die Alemannia  Spielstatistik hineinschaut fallen direkt einige Kandidaten ins Auge die bislang selten bis kaum zum Einsatz kamen – zumeist aus unterschiedlichen Gründen.
 

  • Joshua Holtby – 4 Einsätze – 93 Spielminuten
  • Alan Stulin – 4 Einsätze – 231  Spielminuten
  • Steven Rakk – 6 Einsätze – 343 Spielinuten
  • Marcel Kaiser – 9 Einsätze – 356 Spielinuten
  • Marc Kleefisch – 0 Einsätze – 0 Spielminuten

 

Joshua Holtby und Steven Rakk

 

Bei einem 24 köpfigen Kader ist es klar das nicht jeder Spielen kann und somit meist nicht einmal im Kader steht. Die Gründe für den einen oder anderen sind dann vielfältig. Wenn man sich Joshua Holtby (der vom FC Wegberg-Beeck kam)  und Steven Rakk (vorher Hessen Kassel) anschaut, kamen beide mit jeweils 56 Regionalliga Einsätzen zur Alemannia um den nächsten Schritt zu machen. Trotz ihrer kurzen Einsatzzeiten zeigten sie bei ihren wenigen Einsätzen zu was sie fähig sind, aber es reicht anscheinend (noch) nicht aus um sich in die Stammelf oder im Kader zu spielen. Dabei hat gerade Fuat Kilic das Händchen junge Spieler weiter zu formen und zu entwickeln. Auch Marcel Kaiser, zu Saisonbeginn vom Bonner SC kommend und mit 55 Regionalliga Einsätze im Gepäck,  kommt gerade mal auf 9 Spiele oder 356 Einsatzminuten. Seine konstanten Leistungen in der Bonn Offensive konnte er bislang nicht wiederholen, obwohl er als pfeilschneller Außenspieler die nötige Anlage mitbringt. Noch gravierender sieht es bei Alan Stulin aus. Zu Saisonbeginn kam er von Wormatia Worms und ist mit 232 Regionalliga Spielen in der Regionalliga West und Südwest einer der erfahrensten Spieler.  Zudem war er 43 mal für die polnische Nachwuchsmannschaft unterwegs. Bei ihm ist man eigentlich von einem Stammspieler ausgegangen, aber bislang reichte es nur für ganze vier Einsätze. Die Frage dürfte also lauten ob diese Spieler die nötige Geduld mitbringen und weiter Gas geben im Training um den Sprung doch noch zu schaffen, gerade im Hinblick auf die neue Saison. Oder geht man einen anderen Weg und schaut sich um nach einer neuen Perspektive? Wer sitzt schon gerne auf die Bank oder gar auf die Tribüne?

 

Alan Stulin und Marcel Kaiser

 

Der jüngste im Kader, Marc Kleefisch, kam bislang nur auf ganze 31 Minuten Einsatzzeit im Bitburger Pokal. In der Regionalliga stehen bislang 0 Einsätze zu Buche, und daran wird sich auch diese Saison nichts mehr ändern. Allerdings ist hier der Grund klar, denn Marc absolviert neben seiner Fußballkarriere eine Ausbildung. Diese hindert ihn aber aufgrund der Zeiten daran beim Trainingsbetrieb der Alemannia teilzunehmen, so das er schon aus Eigeninitiative heraus beim Mittelrheinligisten SV Breinig mittrainierte. Deren Trainingszeiten waren für ihn komfortabler um beides, Ausbildung und Training, zu kombinieren. Nun entstand die Idee das Marc Kleefisch bis Saisonende ausgeliehen wird, damit er die nötigen Trainings- und auch Spieleinsätze bekommt. In Frage kommen würde vielleicht der SV Breinig kommen, was natürlich nahe liegend wäre. Im Sommer soll Marc Kleefisch dann zum Tivoli zurückkehren, dann ist auch seine Ausbildung beendet und er kann wieder am regelmäßigen Trainingsbetrieb teilnehmen – und für die Alemannia endlich im Sturm eine Alternative bieten.

 

Marc Kleefisch soll ausgeliehen werden

 
Die offensive Probleme im Sturm konnten auch durch die spätere Verpflichtung von Dimitry Imbongo nicht gelöst werden. Gerade als er mit seinen drei Treffer im Spiel gegen TV Herkenrath auf sich aufmerksam machte, und das Siegtor bei Rot-Weiß Essen erzielte, warf ihn eine Verletzung zurück. Seitdem ist er völlig neben der Spur. Auch Vincent Boesen, der gerade gut in Schuss war, wurde durch eine Verletzung zurückgeworfen. Anders Blendi Idrizi, der am Anfang der Saison noch für Furore sorgte im Sturm und nach und nach seine Leichtigkeit verlor und damit letztlich auch seinen Stammplatz.
 
Entgegen anders lautender Meldungen vor einigen Wochen, wo man Verpflichtungen im Winter völlig ausschloss aufgrund der engen Finanzlage, will man nun doch einen oder zwei offensive Spieler verpflichten. Vorzugsweise wird ein Flügelstürmer gesucht, gerne auch ein Stoßstürmer. Der oder die Neuverpflichtungen sollen über dem Sommer hinaus verpflichtet werden, und schon ein Baustein zum Kader der Saison 2019/2020 sein. Nun weiß man ja das Verpflichtungen von Spielern im Winter meist teuer sind, und gute Stürmer rar gesät sind. Da ist es schon interessant das Alemannia offenbar bereit ist darin zu investieren, aber wahrscheinlich auch erst dann wenn tatsächlich ein oder mehrere Spieler sich im Winter eine neue Herausforderung suchen. Interessant dürfte auch sein wie weit die Kaderplanung für die neue Saison 2019/2020 vorangetrieben wird und welche Spieler man halten kann. Wenn man frühzeitig schon die ersten Nägel mit Köpfen machen könnte wäre das sicherlich schon ein Vorteil – und würde einen abermaligen Neuaufbau entgegen wirken.
 
 
 
 

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