Wann dürfen wir wieder in den Tivoli?


 
 
Der Westdeutsche Fußball Verband (WDFV) hat den Vereinen eine Hausaufgabe nach der letzten Videokonferenz mitgegeben. Um beim Saisonstart der Regionalliga West Saison 2020/2021 möglichst wieder mit einer gewissen Anzahl von Zuschauern spielen zu können, sind die Vereine aufgefordert worden ein entsprechendes Hygienekonzept vorzulegen die einen beschränkten Zutritt zum Stadion erlauben. Das wir in naher Zukunft vor einem ausverkauften Haus spielen können, noch auf bestimmte Tribünenbereiche zusammenrücken oder eng auf der Stehplatztribüne zusammenstehen ist erstmal ausgeschlossen. Die Corona Pandemie stellt die Vereine vor Herausforderungen mit der man sich nun aktiv beschäftigen muss.
 

 
Bei der Alemannia hatte bereits vor wenigen Wochen die Aachener Stadion-Beteiligungsgesellschaft (ASB) für das Weihnachtssingen im Tivoli ein entsprechendes Hygienekonzept erstellt das um die 5.000 Zuschauer zulassen würde. Dies könnte man auch auf den Spielbetrieb der Alemannia anwenden, was aber vom Verband und letztlich vom Gesundheitsamt zugelassen werden muss. Das Konzept sieht vor das zunächst nur die Sitzplatzbereiche im Tivoli geöffnet werden. Da der Tivoli über 19.000 Sitzplätze verfügt (ohne Business- und VIP-Plätze), können mit entsprechenden Abständen und der Einrichtung von kleineren Blöcken (für bis zu zehn Personen und Familien) zwischen 5.000 bis 6.000 Zuschauer zugelassen werden. Dazu müssen auch die Wege zum und vom Stadion weg mittels Einbahnstraßenregelung eingerichtet werden, selbiges würde auch im Stadion gelten um die 1,5m Abstände zu gewährleisten. Ein Thema könnte auch die Maskenpflicht sein, sollte sie bis September weiter aufrecht gehalten werden. Dann wäre ein Zutritt zum Stadion nur mit Maske möglich und müsste auch ggf. während des Spiels getragen werden. Ebenfalls würde das Konzept keine Gästefans vorsehen und es kämen nur personalisierte Tickets und Dauerkarten zum Einsatz, um ggf. eine Infektionskette zurückzuverfolgen. Das Ausschenken von Getränken würde möglich sein, das anbieten der Bratwurst oder sonstiges Essen erstmal nicht.  
 
Das Ganze steht und fällt natürlich mit der Entwicklung der aktuellen Pandemielage. Wenn diese sich weiter positiv entwickelt, und ab September seitens der Politik die Coronaschutzverordnungen so angepasst werden dass Veranstaltungen mit Zuschauern wieder grundsätzlich erlaubt werden, würden Heimspiele mit begrenzten Zuschauern nichts im Wege stehen. Das Hygienekonzept der Alemannia bzw. der ASB kennen wir bislang auch mehr vom Hörensagen und das was man zwischen einzelnen Artikeln lesen kann. Was genau vom dem hier beschriebenen umgesetzt und zur Anwendung kommt werden wir erst Erfahren wenn das Hygienekonzept öffentlich ist und kommuniziert wurde. 
 

 
In den ersten drei Profi Ligen werden sich ebenfalls Gedanken gemacht wie man zur neuen Saison wieder vor Zuschauer spielen kann. Hier kommen die ersten Hygienekonzepte zu einem ähnlichen Ergebnis wie oben beschrieben. Zwischen jedem Fan soll ein Platz freibleiben, es besteht Maskenpflicht. Gästefans sollen nicht zugelassen werden. Zur Verringerung des Infektionsrisiko soll die Anreise zum Stadion nicht mit dem öffentlichen Nahverkehr erfolgen, es würden nur personalisierte Tickets vergeben die unter den Dauerkarten-Besitzern verlost werden. Speisen werden nicht verkauft aber dafür Getränke, auch alkoholische. 
 
Da jedes Stadion anders gebaut wurde, die Infrastrukturen und Gegebenheiten unterschiedlich sind, dürfte es am Ende nicht ein Konzept für alle geben sondern eher ein individuelles Konzept das auf dem jeweiligen Verein zugeschnitten und von den Gesundheitsbehörden genehmigt wird. Für die Alemannia in der Regionalliga ist der neue Tivoli in dieser Situation ein Vorteil, da das bundesligataugliche Stadion mindestens soviele Zuschauer zulässt wie aktuell der Zuschauerschnitt der letzten beiden Jahre war. Wie das ganze dann im konkreten aussieht und wie die Stimmung sein wird, das wird sich dann zeigen müssen. Aber egal welches Konzept zum Tragen kommt, wichtig wird sein das Alemannia wieder Einnahmen erzielen kann und so die finanziellen Auswirkungen der Corona Pandemie abfedern kann. Denn eines kann die Alemannia mit Sicherheit nicht, und viele Vereine in der Regionalliga auch nicht –  vor leeren Rängen spielen. Denn anders als in den Profiligen sind die Regionalligisten auf Zuschauereinnahmen angewiesen. Und das halt dann auch unter den Einschränkungen solange die Corona Pandemie nichts anderes zulässt.
 
 
 
 

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