Umfrage: Braucht die Alemannia einen Investor?

Investor

Das große Thema was uns Fans, und die Verantwortlichen der Alemannia, zur Zeit beschäftigt. Braucht die Alemannia einen Investor?
Es gibt vielfältige Gründe warum ein Investor nützlich wäre, aber genauso viele Gründe gibt es besser auf einen solchen zu verzichten. Mahnende Beispiele gibt es ja genug. Die Frage ist natürlich in wie weit ein möglicher Investor bei Alemannia einsteigen würde. Zur Zeit favorisiert der Alemannia Aufsichtsrat Chef Dr. Christian Steinborn das Modell Arena11. Diese soll mit 5 Millionen Euro einsteigen, und dafür im Gegenzug Alemannia Anteile der GmbH erwerben. Die “Seele” will man aber nicht verkaufen, so der AR-Chef. Aber kann Alemannia überhaupt ohne Investor aus der “Schweineliga – Regionalliga West” wieder entfliehen? Ist ohne ein Investor der Untergang der Alemannia vorprogrammiert?
 
Hier soll es erstmal nicht um Details gehen, die werden uns dann spätestens am 29. Juni 2016 auf der Alemannia Jahreshauptversammlung präsentiert, sondern einfach die Frage “Braucht Alemannia einen Investor?”
 
Dazu habe ich eine kleine Umfrage generiert um einfach das Stimmungsbild der Fans einzufangen. Was meint ihr dazu? Die Umfrage läuft bis zum 07. Mai 2016.
 
 
 
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3 Gedanken zu „Umfrage: Braucht die Alemannia einen Investor?

  1. Auffällig unauffällig …

    Bei dem in Rede stehenden Zahlenmaterial werden die Vereinsmitglieder allen nur denkbaren Investoren „die Tür weisen“. Eventuell bedanken sie sich sogar für derart riskante Lösungsvorschläge mit einer eindeutigen Ablehnung. Das wäre für die momentan Verantwortlichen der größte anzunehmende Unfall, ein klassischer GAU, denn dieser missliche Umstand zwänge sie nicht nur dazu endlich die echten Zahlen zu offenbaren, sondern auch, sich selbst mit ihnen real auseinanderzusetzen.

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
    Wäre ich Vereinsmitglied, würde ich mir von den Verantwortlichen gerne einmal grundsätzlich deren Amtsverständnis erläutern lassen. Hat dieses Team überhaupt jemals die finanziellen Gegebenheiten akzeptiert oder, die Vermutung liegt nahe, hat man munter drauflos gewirtschaftet und erst jetzt, „am Ende der Fahnenstange“, darüber nachgedacht, wie schon wieder fehlende Geldbeträge hereingeholt werden können? Eine solch „unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ ist meines Erachtens nur angesichts einer zu vermutenden außergewöhnlichen Nähe zum Rathaus erklärlich.

    Um die laufende Saison überhaupt noch zu Ende spielen zu können, haben sie den Vertrag mit Infront vorzeitig verlängert, ziehen damit Einnahmen der Folgejahre zeitlich nach vorne und reißen entsprechend neue Löcher in den Haushalt kommender Jahre. Eine derartige Flickschusterei belastet nicht nur unmittelbar die nächsten Jahre, sie beeinflusst oder behindert unter Umständen auch diese eine überaus wichtige Abstimmung der nächsten Jahreshauptversammlung. Eine Ablehnung möglicher Investoren begünstigt selbstredend die Wahrscheinlichkeit, dass der Traditionsverein länger in der Regionalliga verbleibt. Dieser Umstand wird mit den Interessen von Infront kollidieren und eventuell noch für Ärger sorgen.

    „Nimm niemals einen Kredit auf!“ – klingt eben heutzutage nur anders, galt aber schon von jeher in Form von: „Verkaufe niemals Deine Seele!“

    Schäbige Tricks und miese Taktik
    Um sich selbst aus dem jeweils aktuellen Chaos zu befreien ist den Verantwortlichen an der Krefelder Straße eine besonders „miese“ Taktik zu Eigen geworden. Sie fahren die Karre immer wieder gerne „volle Kanne“ Richtung Abgrund und erklären den entsetzten Vereinsmitgliedern anschließend, dass der verbleibende Bremsweg zu kurz sei, aber – ob man jetzt bremsen oder doch lieber durchstarten möchte, – sei selbstverständlich ihre Entscheidung. Dieser Umstand erklärt, warum angeblich immer nur die „ganz große Lösung“ in Frage kommt. Passgenaue, maßgeschneiderte und auch nur ansatzweise bescheidende Lösungsansätze verbieten sich auf diese Art und Weise quasi von alleine. Ein gleichermaßen simpler wie schäbiger Trick, den hoffentlich immer mehr Vereinsmitglieder durchschauen. Die aktuelle Situation bietet immerhin genug Anlass hierzu.

    Verständliche Sehnsucht nach Vertrauen
    Wie verblendet muss eine Führungsmannschaft sein, um bei den gegebenen finanziellen Rahmenbedingungen einen sportlichen Leiter einzustellen? Ich nehme an, gerade weil die Ziffern so miserabel waren, erschien einigen „besonders Pfiffigen“ ein sofortiger Aufstieg in die 3.Liga als zwingend notwendig. Eine Parallele zum Stadionneubau, in Form zwangsneurotischer Handlungszwänge, lässt sich zwar vermuten, allerdings hatten die damaligen Akteure „noch einen draufgelegt“ und schamlos die wehrlosen Steuerzahler, quasi als Vollkaskoversicherung, in die Handlung mit einbezogen. Dies war gleichermaßen clever wie eiskalt kalkuliert und, was mich persönlich betrifft, „der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.“

    Die Einstellung des sportlichen Leiters war allerdings nicht der Beginn einer Erfolgswelle, sondern das genaue Gegenteil. Einige der Fans wünschen sich schon wieder „Fix und Foxi“, – Insolvenzverwalter Professor Dr. Rolf-Dieter Mönning und Sanierungs-Geschäftsführer Michael Mönig, – die beiden „Ms“, zurück. Ein bemerkenswerter Ausdruck einer förmlich greifbaren und überaus verständlichen Sehnsucht nach Zuverlässigkeit und Vertrauen. Was dies über die Arbeit der momentan Verantwortlichen aussagt, wird gleichermaßen deutlich.

    Die reine Unschuld
    Ein Akteur in diesem makabren Spiel verhält sich meines Erachtens auffällig unauffällig, – die Stadt Aachen. Die Stadt steckt schließlich diesbezüglich ebenfalls „bis zum Hals in der Jauche“ und diese Gemeinsamkeit ist das bindende Element, dass diese gleichermaßen „talentfreien“ Gruppierungen zuverlässig aneinander kettet. Die „Doppelagenten“, die auf beiden Seiten unablässig „ihr Süppchen kochen“ sind angesichts des bedrohlichen Wasserstandes garantiert längst wieder aktiv geworden. Ihr schändliches Tun kann man gar nicht überbewerten, schließlich ist der momentane Ist-Zustand des Traditionsvereins kein Zufall, sondern trauriges Ergebnis jahrelangen Wirkens. Aber auch sie erkennen die Zeichen der Zeit und werden es sich auf gar keinen Fall nehmen lassen, den Vereinsmitgliedern noch reichlich „Honig um den Mund schmieren“ zu wollen.

    Stattliche städtische Mitgift?
    Was kann einen angeblich attraktiven Bräutigam dazu bewegen, einer völlig heruntergekommenen Braut den Hof zu machen? Genau, eine stattliche Mitgift, präziser formuliert, – eine „städtische“, – in Form einer günstigen bis kostenlosen Nutzung des Stadions. Kann man weitere finanzielle Zugeständnisse der Stadt einer fassungslosen Bevölkerung erklären? Keine Sorge, die ist bekanntlich ohnehin nichts anderes gewohnt. Am einfachsten, man lässt ein Gutachten anfertigen. Allein schon hierdurch ließe sich wieder „freundschaftlich“ Geld verteilen und, alle die sich noch an die so genannte Umfinanzierung erinnern, wissen, anschließend hätte man „schwarz auf weiß“ etwas vorzuzeigen und man selbst bleibt, wie immer nach jeder Katastrophe, „völlig unschuldig“.

    Es geht um mehr
    Wer meint, fehlendes Geld sei das größte Problem der Alemannia, übersieht ein noch größeres. Der Verein verliert zunehmend seine Identität. Die letzten zehn Jahre belegen, wie schnell selbst ein ehemals von sich überzeugter Traditionsverein ins Bodenlose stürzen kann. Investoren können Geld einbringen, aber mehr Geld hilft nicht, im Gegenteil, es schärft die ohnehin hohe Erwartungshaltung und wird dafür sorgen, dass auch intern der Ton rauer wird. Bildlich gesprochen: Wer einem hungrigen Wolfsrudel ein Stück Fleisch ins Gehege wirft, sorgt auf jeden Fall für Stimmung, allerdings nicht unbedingt für mehr Harmonie im Team.

    Der erste Schritt
    Die Einflussnahme durch Investoren spaltet entsprechend die Vereinsmitglieder. Während die eine Gruppe von goldenen Zeiten träumt, befürchtet die andere zu viel Einmischung von außen. Die einsetzende Diskussion um die zukünftige Ausrichtung des Klubs, lässt bereits heute erkennen, dass es auf der Jahreshauptversammlung hart zur Sache gehen wird. Anders als sonst, geht es darum den Mitgliedern keinen wachsweichen Kompromiss unterzujubeln sondern ihnen ein knallhartes „entweder/oder“ abzuverlangen. Im besten Fall wäre eine überfällige interne Neuausrichtung der erste Schritt in eine bessere Zukunft.

    PS:
    Peinliche Befragung
    Der Reporter von Sport 1 wurde nicht müde, immer wieder die Tradition von Rot-Weiss Essen und Alemannia Aachen zu betonen und er wertete das aktuelle Aufeinandertreffen der beiden Vereine entsprechend, was er allerdings mit einer gewissen Detailtreue an peinlichen Skandalen im Zusammenhang mit der Alemannia über den Äther jagte, war schon allein wegen der enormen Fülle unerträglich.

    Viele Sportreporter sind „Sprücheklopper“ und Fußball ist diesbezüglich ein fruchtbares Feld. Besagter Reporter, der immer wieder seine Leidenschaft und Begeisterung für diesen Sport ins Mikrofon „trötete“ hatte allerdings nichts anderes im Kopf, als seine Sendezeit bestmöglich zu verkaufen. Ich selbst, und viele andere sicherlich auch, mögen eigentlich diese Art, die nicht immer berauschende Bilderflut aufzulockern aber eine kritische Betrachtung aller kleinen und der etwas größeren Skandale unterscheidet sich doch grundsätzlich von dem gebotenen „Suhlen in verbalem Schlamm“, was letztlich geboten wurde.

    Sein Gesprächspartner – ausgerechnet Willi Landgraf – wand sich anfangs noch wie ein Aal, um der „peinlichen Befragung“ zu entgehen, aber der Reporter kannte keine Gnade und ließ nicht locker. Es endete schließlich mit der gemeinsam belächelten Vermutung, dass Simon Rolfes wohl schon gewusst hat, was er tat, als er nach Offenlegung der Zahlen recht schnell – „Alemannia? – Nein Danke!“ – gesagt hat.

    Gemeinsam einsam
    So sehr sich Alemannia-Anhänger auch immer wieder freuen, wenn ihr Klub öffentlichkeitswirksam im TV übertragen wird, das war weder ein Imagegewinn für sie selbst, noch für die Stadt Aachen und in dieser Form geradezu exemplarisch für die Außendarstellung der letzten Jahre.

    „Die Freunde nennen sich aufrichtig, die Feinde sind es.“
    Arthur Schopenhauer (1788-1860)

    PPS:
    Aus dem Archiv
    Di, 21. Januar 2014
    Die Alemannia Aachen GmbH ist entschuldet und saniert
    http://www.alemannia-aachen.de/aktuelles/nachrichten/details/Die-Alemannia-Aachen-GmbH-ist-entschuldet-und-saniert-22195B/
    – Gläubiger stimmten heute auf Versammlung dem von Insolvenzverwalter Professor Dr. Rolf-Dieter Mönning und Sanierungs-Geschäftsführer Michael Mönig vorgelegten Insolvenzplan mit mehr als 99 Prozent der Stimmen zu
    – Alemannia Aachen kann somit 6 Monate nach Insolvenzeröffnung befreit von Altlasten den Neuanfang starten und will mittelfristig wieder in höheren Ligen spielen
    – Fast 8.000 Kleingläubiger haben ihre Forderungen erst gar nicht angemeldet und so die Sanierung des Fußballvereins unterstützt (…)

  2. Klar, braucht die Alemannia einen Investor, damit man noch mehr Geld verbraten kann.
    Vom Schuldenfreien Bundesligaclub innerhalb von 10 Jahren durch eine komplette Insolvenz und schon wieder ist kein Geld mehr da.

    Aber ehrlich gesagt, glaube ich nicht, das die Alemannia ohne Investor es aus der 4. Liga raus schaffen wird.

  3. Glaube nicht , dass Alemannia ohne Investor aus der 4. Liga nach oben kommt. Ein Problem bei der Investorauswahl ist für mich die Tatsache , dass es bereits Absprachen mit anderen Partnern (Kölmel) gibt .

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