Umfrage beendet – Braucht die Alemannia einen Investor?

Bildschirmfoto 2016-05-08 um 11.23.52

 
 

Die Umfrage zum Thema “Braucht die Alemannia einen Investor ist beendet. Das Ergebnis ist für mich persönlich doch klarer ausgefallen als vermutet. Ich habe einige Mails bekommen das die Umfrage so eigentlich keinen Sinn machen würde, da man noch verschiedene Kriterien hätte anführen können. Das ist richtig, aber darum ging es in erster Linie aber nicht. Es ging einfach rein darum mal auszuloten wie die generelle Bereitschaft gesehen wird. Das ein möglicher Investor die Mehrheit der Alemannia Anteile übernimmt, und damit vieles verändern könnte, steht außer Frage. Aber ehe nichts genaues feststeht gibt das Ergebnis schon mal eine Richtung vor.
 

Einerseits überholen die Ereignisse  gerade die Alemannia. Es gibt aus dem Dunstkreis der Arena11 wohl die Bereitschaft als Investor einzusteigen. Aber ob die Mittel helfen die man bisher gehört hat? Andererseits liest man gerade wie marode das neue Stadion ist, das wohl eine Investition nötig hätte die gleichfalls teuer wäre wie ein Abriss des Tivoli. Das verschreckt zusätzlich potenzielle Investoren, denn wer will gross dieses Laster übernehmen?
 

Von daher ist es eh die Frage wie es kommende Saison mit der Alemannia weitergeht. Das Budget für die Fußballabteilung ist schmal, das zurückholen der abgewanderten Fans eine Herausforderung, die ausbleibende Aufbruchstimmung da der aktuelle Vorstand keine klare Linie vorgibt und in der Vergangenheit diese verloren hat. Zudem das ungeklärte Thema Stadion. Wenn wirklich Tribünen gesperrt werden müssen aufgrund von Statikproblemen, und was man sonst noch für Horrorszenarien lesen konnte in der hiesigen Lokalzeitung, dann sieht die Zukunft alles andere als gut aus. Warten wir es gespannt ab.

 

Vielen Dank an alle die an dieser kleinen Umfrage mitgemacht haben :-)
 
 
 
 

Hat der Artikel Ihnen gefallen?

[ratings]

 
 

Ein Gedanke zu „Umfrage beendet – Braucht die Alemannia einen Investor?

  1. Macht die Alemannia „die Beine breit?“ …
    Normalerweise vermeide ich sprachliche Entgleisungen und bemühe mich, den richtigen Ton zu treffen. Aber was ist angesichts der unglaublichen Entwicklung dieses Traditionsvereins noch normal? Neben einer gebotenen Präzision bei der Problembeschreibung, sollte meines Erachtens, der Ton gleichermaßen angemessen sein.

    Das kann doch gar nicht sein! – Oder vielleicht doch?
    Wie – kann / soll / muss – man die anstehende Entscheidung über einen Verkauf von Klubanteilen an einen oder mehrere Investor(en) korrekt benennen? Jahrzehntelang hat man unter dem Deckmantel eines angeblich „unverzichtbaren Aushängeschilds“ beträchtliche Finanzhilfen der Stadt Aachen zu rechtfertigen versucht. Man traut sich fast nicht, es laut zu benennen, aber erst vor zwei Jahren hat dieser Klub eine Insolvenz durchlaufen und durfte, restlos entschuldet, einen Neubeginn starten. Mehr als 70.000.000 € wurden „vergesellschaftet“. Auf dem Weg dorthin schämten die Verantwortlichen sich nicht, selbst von Kindern die Inhalte ihrer geopferten Sparschweine einzusacken und auch der Verzicht von 8.000 Kleingläubigern auf ihre Forderungen, trug entscheidend zum Überleben bei.

    Kaum versprochen, schon gebrochen
    Tausend (Mein-) Eide wurden geschworen: Zusammengefasst wollte man sich bei den Ausgaben endlich den realen Gegebenheiten anpassen und versuchen, als sportliche Perspektive, bis 2018 in die 3.Liga aufzusteigen. Ersteres war die unabdingbare Pflichtaufgabe, letzteres lediglich die Kür. Leider hat man ausgabeseitig, von der ersten Sekunde an, genau so weiter gemacht wie vorher auch schon. Mittlerweile wurde die versprochene Aufstiegsperspektive, Dank eines irrwitzigen und kostspieligen Personenkarussells, ebenso als unrealistische Träumerei entlarvt. Wo waren während dieser Zeit die Kontrollgremien und deren zahlreiche Mitglieder? Was für einen „Firlefanz“ müssen wir uns diesmal anhören, falls sie uns demnächst wieder erklären, warum sie das erneute Chaos, auch diesmal wieder, überhaupt nicht mitbekommen haben?

    Unfähige Rosa-Brillen-Träger oder eiskalte Lügner?
    Urplötzlich begründet man die angebliche Notwendigkeit eines Investors damit, weil sich kein nennenswerter Sponsor mehr fände. Dies ist allerdings eine echte Wahrnehmungsstörung. Würde das Stadion nach seinem größten Sponsor benannt, wäre es dem „Bund der Steuerzahler“ gewidmet. 70 Millionen Euro sind schließlich kein Pappenstiel und Dank der zusätzlichen, jährlichen 2 Millionen Euro als Betriebskosten-Zuschuss, läuft man weiter, völlig unbeeindruckt, schnurstracks auf die 100.000.000 € – Marke zu. Dank zu vermutender weiterer, versteckter Zuschüsse und dauerhafter Reparaturkosten, ebenfalls im Millionenbereich, wird diese denkwürdige Marke eher erreicht, als dies vielen heute bewusst ist. Ob die Stadt Aachen, als aktueller Hauptsponsor, sich überhaupt mit einem Investoren-Modell anfreunden möchte, ist hoffentlich vorher abgeklärt worden. Auf die Begründung, wie die Stadt dann noch weitere finanzielle Unterstützung zu rechtfertigen gedenkt, dürfen wir alle gespannt sein.

    „Plastik-Traditionsverein“ oder „Millionärsklub für Arme“?
    Wenn es in Deutschland um abwertende Begrifflichkeiten wie „Plastikvereine,“ „Scheichklubs,“ oder „Spielzeugvereine“ geht, fallen meist folgende Namen:

    VfL Wolfsburg (Volkswagen AG)
    Bayer 04 Leverkusen (Bayer AG)
    TSG 1899 Hoffenheim (Förderung durch Dietmar Hopp)
    FC Ingolstadt 04 (Sponsor Audi)
    Rasenballsport Leipzig (Geldgeber und Förderer ist Red Bull)

    Diejenigen, die sich für die Beteiligung eines Investors bei der Alemannia aussprechen, realisieren hoffentlich die grundsätzlich anders gelagerte Beziehung der oben genannten Vereine zu deren Förderern und die gänzlich andere Größenordnung der Geldbeträge, zu den bisher in Rede stehenden Summen bei der Alemannia. „Seine Seele zu verkaufen“ verbietet sich für die wahren Fans ohnehin, seine Seele „für n Appel und n Ei“ zu verhökern, sollte selbst den vielen Mitläufern und bloßen „Mode-Fans“ als zu risikoreich und letztlich widersinnig einleuchten.

    „Noch leben Götter, die den Meineid rächen.“
    Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759 – 1805)

    PS:
    Typische Nebelkerze, – aber „Bangemachen gilt nicht“
    Hinsichtlich der anstehenden Entscheidung auf der Jahreshauptversammlung möchte, so meine Vermutung, die Stadt die Vereinsmitglieder im Vorfeld beeindrucken und letztlich in ihrem Sinne disziplinieren. Nur so kann ich mir die nachfolgenden, überraschend aufgetauchten Meldungen erklären:

    Tivoli: Abriss könnte am Ende doch die günstigere Lösung sein
    Von: Gerald Eimer – Letzte Aktualisierung: 2. Mai 2016, 21:56 Uhr

    AACHEN. Die Stadt bleibt ihrer eher zurückhaltenden Informationspolitik zu den neuen Sicherheitsmängeln am Tivoli-Stadion treu. Nähere Auskünfte zu den Ergebnissen einer jüngst vorgenommenen gutachterlichen Überprüfung hat das Presseamt auch am Montag nicht gegeben.

    http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/tivoli-abriss-koennte-am-ende-doch-die-guenstigere-loesung-sein-1.1351336#plx321156038

    Tivoli wird für die Stadt immer mehr zum Desaster
    Von: Stephan Mohne – Letzte Aktualisierung: 5. Mai 2016, 16:34 Uhr

    AACHEN. Den Tivoli abreißen, Bauland schaffen, Millionen einnehmen statt draufzahlen. Klingt witzig, ist es aber nicht. Genau diese Stimmen, die es bereits vor dem Kauf der „Sonderimmobilie“ durch die Stadt gab, werden derzeit auch in Verwaltungskreisen wieder lauter.

    https://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/tivoli-wird-fuer-die-stadt-immer-mehr-zum-desaster-1.1353044

    Tivoli: Mängel in der Sicherheitstechnik
    Letzte Aktualisierung: 2. Mai 2016, 17:52 Uhr

    AACHEN. Bei regelmäßig wiederkehrenden gutachterlichen Überprüfungen im Stadion Tivoli sind laut städtischem Presseamt nun neue Mängel aufgefallen. Es handelt sich dabei um Mängel in der Sicherheitstechnik des Stadions.

    Die Aachener Stadion Beteiligungs GmbH (ASB), die das Stadion betreibt, hat in einem Arbeitskreis die Hilfestellung unterschiedlicher Fachbereiche der Stadtverwaltung in Anspruch genommen. Der Arbeitskreis wird die fortlaufende Aufarbeitung fortan begleiten.

    Beschlossen wurde, die Mängel, die sich aus der aktuellen Prüfung ergeben, zunächst aufzulisten und zu analysieren. Die Mängel werden dabei zeitlich wie fachlich bewertet. Auffällig sei, so der städtische Dezernent Dr. Manfred Sicking, dass Probleme aufgelistet werden, die auch schon in vergangenen Überprüfungen hätten auffallen müssen.

    „Es sei denn“, so Sicking, „diese Mängel sind tatsächlich erst nach der letzten Prüfung entstanden. Oder sie wurden schlichtweg übersehen.“ Genauer wolle die Stadtverwaltung derzeit wegen des laufenden Analyseverfahrens die Mängel nicht benennen. Das Verfahren wird juristisch begleitet.

    Wert legen ASB und Stadt darauf, dass „zu keinem Zeitpunkt im Stadion eine Gefahr für Zuschauer und Akteure bestanden hat“. Sicking: „Unsere Auflagen und der daraus resultierende Personaleinsatz von Sicherheitskräften sind immer auf die gegebene Situation ausgerichtet.“

    http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/tivoli-maengel-in-der-sicherheitstechnik-1.1351112#plx253399247

    PPS:
    Die Karawane zieht weiter, der Sultan hat Durst
    http://www.wuv.de/medien/servus_tv_nach_der_sender_rettung_kommt_der_kater

    ÜBERRASCHENDE WENDE | 06.05.2016 | von Sebastian Blum
    SERVUS TV: NACH DER SENDER-RETTUNG KOMMT DER KATER
    Die sprunghaften Ereignisse bei Servus TV diese Woche dürften bei den Mitarbeitern noch länger nachwirken – neben Erleichterung bewegt die Belegschaft immer noch die Angst vor der Zukunft, wie “Der Standard” berichtet. Zur Erinnerung: Am Dienstag gab der Sender bekannt, den Sendebetrieb einzustellen. Mit dem angekündigten Aus reagierte Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz allem Anschein nach auf eine Doodle-Umfrage, im Gespräch war ein Betriebsrat für Servus TV. Nach einem Offenen Brief der Mitarbeiter an Mateschitz dann die Kehrtwende – der Sender darf weiterleben. Einen Betriebsrat soll es bei dem Red-Bull-Unternehmen nicht geben, dafür fallen auch die Kündigungen aus. Die Entwicklung hat die Belegschaft erleichtert, doch die Unsicherheit bleibt.

    Der Grund für die Sorge: Die Petition an Dietrich Mateschitz, in der sich die Mitarbeiter gegen einen Betriebsrat aussprechen, haben 200 Personen unterzeichnet. Damit sei aber auch bekannt, wer immer noch eine eigene Arbeitnehmervertretung wolle, so ein Mitarbeiter gegenüber “Der Standard”. Die Liste mit den Unterschriften sei unter großem Druck zustande gekommen, das Ergebnis sähe in Wirklichkeit anders aus. Zudem geht das Gerücht um, das angekündigte und dann wieder abgeblasene Sender-Aus soll geplant worden sein. Es sei das Ziel gewesen, die Befürworter eines Betriebsrates mundtot zu machen.

    Ob abgekartetes Spiel und spontane Entscheidung – mit dem Aus vom Aus hat sich das Unternehmen zumindest auch Unannehmlichkeiten erspart. Die Einstellung und die Kündigung der Belegschaft hätten sicherlich einige Rechtsstreitigkeiten nach sich gezogen. Gleichzeitig beweist Mateschitz einmal mehr dass Red Bull ein sehr unkonventionelles Unternehmen ist, das taff durchzugreifen vermag.

    PPPS:
    Russische Mafia nutzte Fußball zur Geldwäsche
    Welcher klamme Klub träumt nicht davon, dass der Wohltäter kommt und mit großzügigen Spenden hilft? Die Geldnot nutzte auch die russische Mafia – und das schon seit 2008.

    http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/europol-russische-mafia-nutzte-fussballklubs-zur-geldwaesche-14216501.html

    Die portugiesische Polizei hat einen russischen Mafiaring zerschlagen, der mit Hilfe von Fußballklubs „mehrere Millionen Euro“ schmutzigen Geldes gewaschen haben soll. Die EU-Polizeibehörde Europol teilte am Mittwoch in Den Haag mit, sie habe die rund ein Jahr lang dauernden Ermittlungen gegen die Russen-Mafia grenzüberschreitend unterstützt. 70 portugiesische Polizisten hätten 22 Häuser und Unternehmen sowie vier große Fußballklubs durchsucht und drei wichtige Mitglieder der russischen Fußball-Mafia verhaftet. Mehrere Tausend Euro Bargeld seien sichergestellt worden.

    Den Europol-Angaben zufolge suchten die Kriminellen Fußball-Vereine, die in Geldnöte geraten waren. Ein russischer Wohltäter tauchte dann auf und half dem Klub mit großzügigen Spenden. In einem zweiten Schritt kauften die Kriminellen dann den Fußballverein. Dabei blieben die tatsächlichen Eigentümer über Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen völlig anonym. Anschließend benutzten sie den Klub und die damit möglichen Finanztransaktionen, um Geld zu waschen. Kuriere brachten Bargeld nach Portugal, das dann durch Unter- oder Überbewertung von Spielerverkäufen oder Fernsehrechten in den offiziellen Geldkreislauf gelangte.

    Dieses System habe mindestens seit 2008 funktioniert. Europol machte keine Angaben über die involvierten Vereine. Die Ermittler waren durch den luxuriösen Lebensstandard der russischen Sportsfreunde und durch deren Vorstrafen aufmerksam geworden.

    PPPPS:
    Aus dem Archiv
    Di, 21. Januar 2014
    Die Alemannia Aachen GmbH ist entschuldet und saniert
    http://www.alemannia-aachen.de/aktuelles/nachrichten/details/Die-Alemannia-Aachen-GmbH-ist-entschuldet-und-saniert-22195B/

    – Gläubiger stimmten heute auf Versammlung dem von Insolvenzverwalter Professor Dr. Rolf-Dieter Mönning und Sanierungs-Geschäftsführer Michael Mönig vorgelegten Insolvenzplan mit mehr als 99 Prozent der Stimmen zu
    – Alemannia Aachen kann somit 6 Monate nach Insolvenzeröffnung befreit von Altlasten den Neuanfang starten und will mittelfristig wieder in höheren Ligen spielen
    – Fast 8.000 Kleingläubiger haben ihre Forderungen erst gar nicht angemeldet und so die Sanierung des Fußballvereins unterstützt.

    Aachen, 21. Januar 2014: Die Gläubiger der Alemannia Aachen GmbH haben heute auf der Gläubigerversammlung den von Insolvenzverwalter Professor Dr. Rolf-Dieter Mönning und Sanierungs-Geschäftsführer Michael Mönig vorgelegten Insolvenzplan mit mehr als 99 Prozent der Stimmen zugestimmt. Das zuständige Amtsgericht Aachen hat den Insolvenzplan noch in der Versammlung bestätigt. Damit kann das Gericht in Kürze das Insolvenzverfahren über den Fußballverein aufheben, Alemannia Aachen gilt somit etwa 14 Monate nach Insolvenzantrag und 8 Monate nach Verfahrenseröffnung als saniert und entschuldet.

    „Wir haben den Insolvenzplan innerhalb von nur sechs Monaten fertig gestellt und abgestimmt. Dieses von uns gesetzte Ziel war äußerst ambitioniert, desto größer ist nun die Freude, dass es geklappt hat“, sagt Insolvenzverwalter Mönning. „Die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft bei der Alemannia sind gestellt, nun müssen neue Verantwortliche auf die Lokomotive und die Führung übernehmen.“ Alemannia ist von seinen finanziellen Altlastenbefreit, kann weiter auf dem Tivoli spielen und hat so gute Voraussetzungen, auch sportlich wieder höhere Ziele realisieren zu können. „Voraussetzung aber muss sein, dass hier künftig seriös und wirtschaftlich realistisch gearbeitet wird“, sagt Mönning. (…)

Schreibe einen Kommentar

dreizehn + 17 =