Testspiel – Alemannia und F. Köln trennen sich 1:1

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Bei sonnigen Wetter trafen sich Regionalligist Alemannia Aachen und Drittliga-Aufsteiger Fortuna Köln zu einem Testspiel in dem beschaulichen Örtchen Baesweiler. Nach 90 Minuten stand unter dem Strich ein mehr als verdientes 1:1 für unsere schwarzgelben. Der Neuaufsteiger aus dem Süden der Domstadt konnte nur am Anfang der zweiten Halbzeit richtig überzeugen. Vor allem in der ersten Hälfte deckte Alemannia die vorhandenen Schwächen auf, und war klar Chef im Ring. Das lag auch an den Neuverpflichtungen die sich erstaunlicherweise schon gut eingefügt haben. Wenn das auch in den Meisterschaftsspielen so aussieht, dann werden wir auf dem Tivoli noch so manch ein Fest feiern können ;-)
 
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Alemannia Coach Peter Schubert brachte folgende Formation auf das Feld:
Alemannia: Löhe – Thackray, Hackenberg, Hoffmann, Lejan – Demai, Jerat – Behrens, Dowidat, Graudenz – Duspara

 

Besonders die Achse Thackray, Hackenberg, Demai, Jerat, Behrens, Graudenz spielten die Kölner in der ersten Halbzeit schwindelig. Dank schnellen Umschaltspiels ging es mit der Balleroberung direkt nach vorne. Hier zeigte vor allem Neuzugang Fabian Graudenz (überall zu finden) was er für einen Aktionsradius hat. Auch der letzte Neuzugang Kevin Behrens war ein sehr aktiver Posten der sich aber auch für nichts zu schade war. Wuchtige Durchsetzungskraft im Zweikampf, großes Laufpensum und den schnellen Abschluss suchend. Da scheint die Alemannia einen großen Fisch an Land gezogen zu haben.

 

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Kevin Behrens (Nummer 20) war im Angriff kaum zu bremsen

 

Der Drittligaaufsteiger, mit den Ex-Alemannen Kris Andersen und Sascha Marquet, enttäuschte in der ersten Hälfte ganz. Entweder hatte Coach Koschniat die guten Spieler geschont (Sascha Marquet kam erst zur zweiten Halbzeit) oder die Südstädter waren tatsächlich von der Agressivität der Alemannia beeindruckt. Während Alemannia den Weg nach vorne suchte, schwammen die Kölner in der Abwehr. Besonders die Flügelzangen Kevin Behrens und Fabian Graudenz zeigten was sie Können. Das ließ sich Keeper Poggenborg nur eine Viertelstunde gefallen, eher er lautstark seine Vorderleute zusammenfaltete. Auch Coach Koschinat tobte unter seinem Unterstand in Anbetracht der spielerischen Darbietung seiner Mannen.  Kris Thackray hatte die erste Chance nach schönem Zuspiel von Dennis Dowidat, doch Fortuna Keeper Poggenborg parierte zur Ecke. Kevin Behrens, der immer wieder mit guten Aktionen die Abwehr auf Trab hielt, traf nur die Querlatte nachdem er sich durch die Abwehr gespielt hatte. Auch Domagoj Duspara zeigte wie letzte Saison über was für ein Laufpensum er verfügt. Alemannia erntete Beifall für das gute und schnelle Spiel. Nur vergaß man das Tor zu erzielen. Zudem stieg bei manchen der Frust an, Ex-Alemanne Kris Andersen neigte schon fast zur Tätlichkeit. Aber ehe es dazu kam wurde die Situation schnell geklärt. Erst zum Ende der ersten Halbzeit musste auch Alemannia Keeper Löhe sich auszeichnen, und lenkte einen Ball über die Querlatte.

 

"Freddy Löhe" in Aktion
“Freddy Löhe” in Aktion

 

Zur zweiten Halbzeit gab es einige Wechsel bei den schwarzgelben  wie auch während des Spiels.
Alemannia: Löhe – Ernst, Hackenberg, Garcia, Stevens – Lünenbach, Jerat – Behrens, Abel, Mohr – Dagistan

 

Ex-Alemanne Kai Michalke schaute auch mal vorbei.
Ex-Alemanne Kai Michalke schaute auch mal vorbei.

 

Die Halbzeitansprache erfolgte nochmal auf dem Platz bei den Fortunen. Coach Koschniat erklärte lautstark auf dem Platz was ihm in der ersten Halbzeit nicht gefallen hatte. Das war viel und wurde wortreich mit viel Gestik verdeutlicht. Er schickte einen kompletten zweiten Anzug auf das Feld, und nun war auch Sascha Marquet gegen seine “alten” Kollegen gefragt. Die Spieler mussten ihren Coach sehr genau zugehört haben, denn die Fortuna legte los wie die Feuerwehr. Mit schnellen Spiel und Kurzpass ließ man die schwarzgelben etwas staunen die nun wie in Zeitlupe agierten. So wurde der Zweikampf an der linken Seite nicht ernst genug geführt, was Keeper Löhe lautstark monierte. Doch mittendrin flog der Ball in den Strafraum, unserem “Freddy” stand die Sonne im Gesicht, so das er den Ball passieren ließ. Fortuna Stürmer Marco Ban sagte “Danke” und netzte aus kurzer Distanz zum 0:1 (47.) ein.

 

Eine Unachtsamkeit brachte das 0:1
Eine Unachtsamkeit brachte das 0:1

 

Alemannia brauchte tatsächlich einige Minute um sich zu sammeln, während die Fortunen weiter auf dem Power Knopf drückten. Doch unsere schwarzgelben überstanden die kritische Phase und zeigten nun ihrerseits das auch der kleinere “zweite Anzug” richtig sitzen kann. Besonders Sahin Dagistan wirbelte vorne herum, und elf Minuten später zeigte er warum man ihn nach Aachen geholt hatte (Neuzugang vom FC Wegberg-Beek). Peter Hackenberg und Kris Thackray leiteten den Angriffzug ein, Kris Thackray flankte den Ball an den zweiten Pfosten wo Dagistan per Kopf den Ball entgegen der Laufrichtung von Keeper Poggenborg ins lange Eck zum 1:1 bugsierte (58.).

 

Sahin Dagistan mit seinem ersten Tor im Alemannia Trikot.
Sahin Dagistan mit seinem ersten Tor im Alemannia Trikot.

 

Das Spiel wurde etwas ruppiger, und die großen Torszenen blieben etwas aus. Sascha Marquet zog freistehend überhastet ab während Johannes Rahn an Keeper Freddy Löhe scheiterte, der den Ball mit einem Reflex parierte. Auf der anderen Seite scheiterte Sahin Dagistan an Köln Keeper Poggenborg, und Tim Jerat konnte den Ball ebenfalls nicht ins Kölner Gehäuse unterbringen. Für kurzes Herzkasper sorgte dann noch “Freddy” Löhe, als er sich im Stile von Manuel Neuer versuchte und einen Kölner am Strafraum “austanzen” wollte. Das misslang gründlich, Kölns Hamdi Dahmani erkämpfte sich den Ball und traf zum Glück nur die Latte. Am Ende blieb es bei einem gerechten Remis, und die 800 Fans im Baesweiler Sportpark waren zufrieden mit den schwarzgelben.

 

Fabian Graudenz zog sich eine Prellung zu und wurde ausgewechselt
Fabian Graudenz zog sich eine Prellung zu und wurde ausgewechselt

 

 

Wir waren insgesamt die aktivere Mannschaft mit der besseren Spielanlage und den besseren Chancen. Nach dem 0:1 haben wir weitergemacht und wurden belohnt.

Alemannia Coach Peter Schubert

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