Ich weiß auch nicht weiter, geht es euch so? Es herrscht seit langem schweigen im Walde, seit fast einem Jahr ruht still der See im Alemannia Universum.
Manchmal habe ich den Eindruck das dem Verein die Fans und Mitglieder am Pöpös vorbeigehen. Keine Kommunikation, kein Feedback aus den Chefetagen der GmbH und e.V., man hüllt sich im schweigen und sitzt Sachen einfach aus. Wird schon werden, so wie immer in den vergangenen Jahren. Seit der Corona-Pandemie, wo wir Fans von der Mannschaft fast gar nichts mehr sehen – gut der eine oder andere mag das nicht bedauern – sehen und hören wir auch nichts mehr von den oberen Etagen im Verein. Ein Wort an die Fans gerichtet – Fehlanzeige. Ein Wort des Mut machens – Fehlanzeige. Einfach mal was Richtung Fans sagen – zu viel verlangt? Weder in Wort und Schrift noch digital. Wobei digital ja ein hoch sensibles Thema ist.
 
Dabei schwirren uns Fans doch seit einem Jahr Fragen durch den Kopf, die Gier nach ein bisschen Information aus dem Hauptquartier, sich eingebunden und ernstgenommen fühlen bei der Alemannia – Fehlanzeige. Der sportliche Misserfolg verlangt nach Erklärungen, im Stadion können wir uns Fans nicht artikulieren da wir ausgesperrt sind. Im Vorstand tobten die tiefsten Grabenkämpfe, und werden unter dem Mantel des Schweigens ausgesessen. Aufarbeitung nur im inneren Zirkel, frei nach dem Motto einfach weiter so und einmal schütteln. Da wurde ein neuer Manager installiert, bundesligaerfahren und mit einem großen Netzwerk. Kurzzeitig erfuhr es dem Alemannia Fan und Mitglied sowas wie Aufbruchstimmung. Die ist aber auch mittlerweile wie so oft schnell verflogen. Man könnte sich auch Fragen ob Martin Bader überhaupt noch da ist? Von der Bildfläche kommunikativ verschwunden. War es zuviel verlangt das der neue starke Mann bei der Alemannia ein Wort an die Fans richtet? War die Erwartung von mir so übertrieben? Ja natürlich kann man sagen, der Mann hat jetzt viel zu tun. Lasse ich aber nicht gelten, denn ein Wort gerichtet an Fans und Mitglieder kann nicht Zeit kosten. Es wäre eher was wie Marketing, wo man mit Worten und Taten die Fans und Mitglieder mitnimmt, oder es wenigstens versucht! Aber da bin ich wahrscheinlich weiter zu naiv in dem Glauben das die Alemannia sich der Richtung nochmal jemals ändern wird. Themen werden einfach ausgesessen bis sie in Vergessenheit geraten sind.
 
In Vergessenheit scheint bei der Führungsetage auch die Satzungsänderung zu gehören, denn diese steht seit 2017 auf dem Papier zur Bearbeitung. Nun liegt sie vor, und nun wird es von der Alemannia seit langer Zeit ausgesessen. Wo allerorts in Pandemiezeiten es digital zugeht, und man überrascht ist wie gut das doch tatsächlich funktioniert, wird weiterhin von oben nach unten spärlich kommuniziert, Hilfsangebote abgelehnt, und weiter vor sich hergeschoben. Kritik wird ignoriert, ein aufeinander zugehen ebenso. Der Blick richtet sich auf die Jahreshauptversammlung, die ja nun im Juni dieses Jahres im Tivoli stattfinden soll – vielleicht. Vielleicht aber doch digital, aber besser nicht. Denn mit dem digitalen hat man es nicht so, damit kann man keine Diskussion über die neue Satzung schaffen weil man ja nicht jeden erreicht, so sagt man. Man stellt also die älteren Mitglieder als dumm dar das sie nach einem Jahr des zuhause sitzens nicht in der Lage sind an einer digitalen Veranstaltung teilzunehmen. Komisch, beim Livestream der Alemannia Heimspiele hat man da weit weniger Probleme das ältere Fans und Dauerkartenbesitzer nicht in der Lage sind auf ihrem heimischen PC, TV oder Smartphone zu streamen. Wenn man will geht das, man muss aber wollen!
 
Zurück zur neuen Satzung, über diese sollte auf der kommenden Jahreshauptversammlung im Juni abgestimmt werden. Aber, so hat es den Anschein soll am liebsten diese neue Satzung, die noch klarer und griffiger ist als die jetzige, weiter verschoben werden bis neue Leute in Amt und Würden gewählt worden sind. Apropos Wahlen, ja im Juni soll auf der Jahreshauptversammlung im Tivoli auch neu gewählt werden. Wenn es denn stattfindet, ansonsten digital. Wobei mit dem digitalen hat man es bei der Alemannia nicht so, ich erwähnte es eben. Da lehnt man auch Hilfe ab dieses “digitale” zu unterstützen. Warum? Die Ligakonkurrenz macht es uns wöchentlich vor wie man mit Fans und Mitglieder umgeht. Da wird Kommunikation noch groß geschrieben, während am Tivoli das Wort groß meist für Großmannssucht steht. Da wollen Leute bei bei Jahreshauptversammlung gewählt werden, von der Alemannia Familie die dann das Wahlvolk stellen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder. Werden wir Mitglieder überhaupt ernst genommen? Es sind zwar noch zwei Monate hin, aber man könnte sich ja in der bisherigen ungenutzten Zeit des kommunikationschweigens mal dem Wahlvolk vorstellen. Oder nicht? Ist wahrscheinlich wieder zuviel verlangt. Oder tritt ein Herr Gronen, Gottschalk, Laschet etc. pp mit dem griffigen Wahlslogan “sie kennen mich!” an? Programmatischer Inhalt, den man jetzt so schön diskutieren könnte oder überhaupt uns mal vorstellen könnte, das wäre mal was. Und haben wir wieder eine Wahl? Oder reicht es doch nur aus einfach die Hand zu heben weil sonst ist der Fortbestand der Alemannnia gefährdet wenn nicht…ihr kennt das ja aus vergangenen Wahlen. So befürchte ich das wir am Wahltag das erleben was wir schon häufig erlebt haben, es reicht gerade zu einer kleinen abgespeckten fünfminütigen Präsentation mit dem Hinweis das wir uns beeilen müssen, weil ja so viele Themen Priorität haben und Abends garantiert irgendwo ein wichtiges Fußballspiel im TV läuft das wir alle nicht verpassen wollen. Also so wie meistens auf den alemannischen Jahreshauptversammlungen.
 
Ja, es stapelt sich momentan wieder ein Frusthaufen auf der weiter vor sich hergeschoben wird. Und ehrlich gesagt sehe ich da erstmal auch kein Loch in dem man diesen Frusthaufen reinkippen könnte. Wäre man doch nur mal kommunikativer und transparenter. Ja es ist viel verlangt, und nein das dauernde Argument wir haben keine Leute lass ich nicht gelten! Ein Herr Bader, für den wir hoffentlich nicht auch noch einen Fahndungsaufruf starten müssen wie seinerzeit bei Peter Hermann, sollte in der Lage sein digital mal was zu sagen. Oder einer aus dem Präsidium. Oder gar ein Spieler? Der sich mal den Fans digital stellt? Hat man so eine Angst wir könnten uns dermaßen daneben benehmen und ausfallend werden? Ja, es ist eine beschissene Situation seit einem Jahr, aber wir könnten uns doch alle das Leben leichter machen. Wenn wir wieder ernst genommen werden! Die Alemannia Familie aus Fans, Gönnern, Sponsoren, Mitgliedern, ist das letzte große Faustpfand was die Alemannia noch zu bieten hat! Will man das alles riskieren? Dann weiß ich echt nicht mehr weiter…
 
 
 
 

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