Spitzenreiter – Alemannia siegt 3:0 gegen F95 II

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Während des Spiels und vor dem Abpfiff gab es ganz zarte “Spitzenreiter, Spitzenreiter hey hey” Rufe von der Südtribüne. Fast so als wäre dies einem Alemannia Fan in diesen Tagen peinlich. Aber wieso eigentlich? Die Tabelle lügt nicht, und die Tabelle weist die Alemannia am Ende des vierten Spieltages der Regionalliga West als Tabellenführer aus. Gut, die Viktoria aus Köln hat ein Spiel weniger aufgrund ihrer DFB Pokal Teilnahme am letzten Wochenende. Aber das soll uns doch jetzt nicht jucken. Lange genug haben wir tiefe Täler durchschritten, jetzt ist es Zeit das man sich auch mal freut. Ob das bis ins nächste Jahr reicht, und man sich auf dem Aachener Markt im Mai wiederfindet, soweit will man nicht im voraus träumen. Nein, man genießt das Hier und Jetzt. Und das zeigt ein “Men in Black” Team das wieder Charakter hat und sich ihrer Stärke bewusst ist. Ich kann mich schon garnicht mehr erinnern wann ich zuletzt ein Spiel gesehen habe in absoluter Gemütsruhe und einen Ruhepuls von 70? Daran war in der Vergangenheit stets nicht zu denken wenn unsere schwarzgelben sich vom Gegner “verarschen” ließen. Damit ist aber nun erstmal Schluss! Hey, wir sind Spitzenreiter!

 

7.800 Zuschauer begrüßten beide Teams am Tivoli
7.800 Zuschauer, davon 12 aus Düsseldorf, begrüßten beide Teams am Tivoli

Die Zweitvertretung der Fortuna kam ungeschlagen zum Tivoli, so das der Tabellendritte auf dem Tabellenvierten traf. Mit Nazim Sangaré kam ein Ex-Alemannen zurück am Tivoli der genau wie Marvin Ajani noch letzte Saison im schwarzgelben Trikot auflief. Während Sangaré in der Startelf stand, blieb Ajani verletzt in der Landeshauptstadt. Im Vorfeld wurde gewarnt vor dem starken U23 Team aus Düsseldorf. Letzte Saison konnte man gegen die Alemannen volle sechs Punkte abluchsen. Da galt es etwas gut zu machen. Da gleichzeitig die Profis der Fortunen spielten war die Möglichkeit um Einsätze in der U23 beschränkt. Einzig Drittkeeper Robin Heller aus dem Profiteam stand im Tor der U23. Der befürchtete Ausfall von Kevin Behrens erwies sich zum Glück als haltlos, er stand eben so in der Startelf der Alemannia wie auch Fabian Graudenz. Dafür musste Domagoj Duspara erstmals aus der Startelf weichen. Gestern erzählte Coach Peter Schubert das er meist in der Nacht die beste Eingebung bekommt, wenn er sich zwischen Spielern entscheiden muss. Wie gut das diese Eingebung einschlug wie eine Bombe, in Form von Fabian Graudenz.

 

Konzentration und letzte Anweisung
Konzentration und letzte Anweisung

 

Alemannia übernahm mit dem Anpfiff sogleich die Kontrolle und gab sie auch nicht mehr wieder her. Die Fortunen hielten knapp eine Viertelstunde dagegen, dann schlug der Ball zum 1:0 (12.) ein. Über Keeper Frederic Löhe per Abschlag zu Kevin Behrens, der wiederum den Ball zu Rafael Garcia brachte und dieser per Kopf zu Fabian Graudenz im Lauf verlängerte. Der zog aus 20m trocken ab, ein Düsseldorfer fälschte den Ball unhaltbar ins lange Eck ab so das der Tivoli die frühere Führung bejubelte. Mit dem 1:0 konnte man nun noch besser aufspielen, man erarbeite sich weitere Chancen. Kevin Behrens, der den Ball von der Grundlinie zurück in den Fortunen Strafraum brachte, konnte F95 Keeper Heller nur noch nach vorne abwehren. Davon profierte Tim Jerat der aus kurzer Distanz das 2:0 markierte (25.), sein erstes Tor im Alemannia Trikot.

 

Fabian Graudenz mit seinem ersten Tor
Fabian Graudenz mit seinem ersten Tor

 

Während nebenan auf dem ARLV Gelände das “Aachen ole” Festival lief, zeigten die Schubert Schützlinge ihr Ole auf dem grünen Rasen. Alemannia machte weiter Druck, aber für den agilen Kevin Behrens sollte immer noch kein Tor fallen. Sein Volleyschuss landete in den Armen von F95-Keeper Robin Heller. Die Chancen die Führung auszubauen blieben aber leider ungenutzt, weder Tim Jerat, Kevin Behrens, Tim Lünenbach noch Aimen Demai konnten die guten Chancen verwerten. Und die Fortuna? Die enttäuschte auf ganzer Linie, selbst gegen die Stockfehler konnten sie keinen Profit schlagen. So blieb es zur Pause beim 2:0.

 

Zur Halbzeit konnte man sich überzeugen
Zur Halbzeit konnte man sich überzeugen

 

 

F95 II Coach  Taskin Aksoy konnte nicht zufrieden sein
F95 II Coach
Taskin Aksoy konnte nicht zufrieden sein

 

Die zweite Halbzeit setzte da an wo Alemannia aufgehört hatte. Wieder gab es zahlreiche Chancen durch Kevin Behrens und Fabian Graudenz, der an F95-Keeper Heller seinen Meister fand. Rafael Garcia zog einfach mal aus der Ferne ab, sein Schuß ging knapp neben das Tor. Nach einer schönen Kombination auf der linken Seite mit Fabian Ernst und Michael Lejan war Tim Lünenbach frei durch, doch Maurice Pluntke konnte ihn nur noch mit einer Notbremse stoppen. Schiri Jörn Schäfer zögerte keine Sekunde, und schickte Pluntke mit Rot vom Feld. Im vierten Spiel gab es für den Gegner somit hintereinander die rote Karte. Rekordverdächtig. In Überzahl sollte der Sieg nie mehr in Gefahr kommen.

 

Rot nach Notbremse - F95 Maurice Pluntke
Rot nach Notbremse – F95 Maurice Pluntke

 

Den fälligen Freistoß durch Aimen Demai konnte F95-Keeper Heller noch gerade so über die Querlatte lenken. Die Fortunen spielten zwar weiter munter mit, aber gefährlich sollten sie nicht mehr vor dem Alemannia Tor kommen. Die schwarzgelben hingegen spielten nun nicht mehr konsequent auf das Tor, es kehrte ein bisschen der Schludrian ein im Aufbauspiel. Dennoch ergaben sich Chancen um das Ergebnis höher zu schrauben. Fabian Graudenz passte den Ball in die Mitte zu dem mittlerweilen eingewechselten Dennis Dowidat, der aus 14m ebenfalls am Fortunen Keeper scheiterte. Kurz vor Schluß setzte Dennis Dowidat wiederum Fabian Graudenz in Szene, der den Ball fast verwurstete aber stark nachsetzte und den Ball an F95-Keeper Heller zum 3:0 Endstand ins Tor beförderte (84.). Da setzten dann die zaghaften “Spitzenreiter Spitzenreiter” Sprechchöre ein, die dann doch stetig lauter wurden. Die Tabelle lügt eben nicht.

 

Fabian Graudenz mit seinem zweiten Tor
Fabian Graudenz mit seinem zweiten Tor

 

Momentaufnahme am vierten Spieltag.
Momentaufnahme am vierten Spieltag.

 

 

 Mit der Formation hatte Fortuna nicht gerechnet. Und als sie sie verstanden hatten, lagen sie schon 0:2 hinten.

Alemannia Coach Peter Schubert über den Wechsel Duspara / Graudenz

 

 

Das ist eine schöne Momentaufnahme, aber noch schöner wäre das am Saisonende.

Alemannia Mittelfeldstratege Tim Jerat mit Blick auf die aktuelle Tabelle

 

 

 

Feiern nach dem Spiel vor der Südkurve – Video Quelle Manni:

Und zum Schluss noch einige Fotos:

 

Hatte sich seine Rückkehr anders vorgestellt - Nazim Sangaré
Hatte sich seine Rückkehr anders vorgestellt – Nazim Sangaré

 

7.800 Fans bejubelten den 3:0 Heimsieg
7.800 Fans bejubelten den 3:0 Heimsieg

 

Stadionsprecher und Verwaltungsrat Mitglied Robert Moonen
Stadionsprecher und Verwaltungsrat Mitglied Robert Moonen

 

Ein Hauch von Champions League - Die Spieler begrüßen sich
Ein Hauch von Champions League – Die Spieler begrüßen sich

 

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