Sommerpause – Zeit zum Nachdenken

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Die Saison 2015/2016 ist nun vorbei – endlich. Mit hohen Erwartungen war man gestartet, nach dem besten Ligastart seit 58 Jahren. Doch dann folgte der Bruch im Spiel, auf dem Rasen, zwischen Mannschaft und Trainerteam bis hin zum Sportdirektor, und am Ende fast noch mit den Fans. Alemannia produzierte in einem halben Jahr nur noch negative Schlagzeilen* und verabschiedete sich aus dem Aufstiegsrennen bereits frühzeitig. Mit dem neuen Trainer Fuat Kilic bekam die Mannschaft in der Rückrunde wieder eine Handschrift die erst zum Ende der Saison richtig zum Tragen kam.
 
Doch wie geht es nun weiter? Trainer Fuat Kilic, in Personalunion auch zum Sportdirektor befördert, muss nun mit einem ganz schmalen Etat auskommen der kaum noch Spielräume zulässt. Einziger Neuzugang von Wattenscheid 09 bleibt wohl Mittelfeldspieler Necirwan Khalil Mohammad. Ansonsten können nur noch Jugendspieler aufgenommen werden, so wie Alemannia U19 Stürmer Christos Draganidis. Geschuldet ist das Ganze durch das Thema „Investoren Einstieg bei der Alemannia“. Laut Aufsichtsrat Chef Dr. Christian Steinborn gibt es eine Gruppe um Arena 11 und Rechtehändler Michael Kölmel, die liebend gerne Alemannia Anteile erwerben würden – auch gerne mehr als 49%. Über den Fortschritt der Verhandlungen schweigt man sich aus, ebenso über Informationen wie man sich einen Investoren Einstieg konkret vorstellt. Auf der Alemannia Jahreshauptversammlung am 29. Juni soll zumindest erst mal darüber informiert werden, ehe eine außerordentliche Jahreshauptversammlung einberufen wird wo die Alemannia Mitglieder dann über ein Engagement eines Investors abstimmen werden.
 
Solange diese Frage ungeklärt ist wird man für den Bereich Sport – sprich Fußball Abteilung – nur ein kleines Budget zur Verfügung stellen können. Das „strukturelle Defizit“ das man vor sich herschiebt soll nicht weiter vergrößert werden. Da man aufgrund des sportlichen Abschneidens weniger erwirtschaften konnte als geplant, stellt sich die Frage wie man dies kommende Saison zu tun gedenkt. Denn basierend auf jetzige Planspiele wird man im Vorverkauf garantiert keine 3.000 Dauerkarten absetzen, zudem wird der Zuschauerschnitt nach unten korrigiert werden müssen. Die Frage wird dann sein ob es Trainer Fuat Kilic gelingt aus der Mannschaft eine Einheit zu formen die doch oben mitmischen kann und/oder zumindest wieder guten Fußball zeigt. Die Problemzonen aus der letzte Saison, Abwehr und Sturm, werden jedenfalls nicht durch externe Neuzugänge aufgerüstet werden. Das vorhandene Personal muss es auf dem Platz zeigen. Chance und Risiko zugleich. Spielt man wider Erwarten doch oben mit könnte dies wieder einen Begeisterungssturm auslösen. Wenn man aber in den Abstiegssog gerät… das möchte man sich lieber doch nicht ausmalen.
 
Als Fan ist man Hin und Her gerissen. Basieren die aktuellen Zahlen nur darauf das den Mitgliedern schmackhaft gemacht wird für einen Investor zu stimmen, damit der sportliche Erfolg sich einstellt? Oder basiert er darauf, dass man von den eigenen Problemen nur ablenken will um zu zeigen, dass es ohne einen Investor nicht mehr geht? Welchen Vorteil würde ein Investor bringen? Welchen Nachteil hätte es wenn ein Investor mal mehr als 49% der Alemannia Anteile hält? Was würde ein rigoroser Sparkurs bringen, wäre das nicht die Beste Lösung ehe ein Investor einsteigt? Wäre es nicht angebracht, wenn die Alemannia selbst Licht ins Dunkle bringen würde?
 
Viele Fragen und wenig Antworten bislang. Ob wir bis zum ersten Spieltag schlauer sind?
 
 
 
*
– Kündigung durch NLZ Leiter Reiner Plaßhenrich
– Abschiebung von Torwarttrainer Westig ins NLZ
– Rücktritt Aufsichtsrat Mitglied Sport Thomas Deutz
– Suspendierung der Spieler Löhe, Hackenberg und Müller
– Rücktritt Trainer Christian Benbennek
– Freistellung von Co-Trainer Uwe Ferch
– Rücktritt Torwart Trainer Christian Pröll
– Freistellung von U23 Co-Trainer Harald Heinen
– Freistellung von Sportmanager Alexander Klitzpera
– Hickhack um Tivoli Abriss

 
 
 
 

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2 Gedanken zu „Sommerpause – Zeit zum Nachdenken

  1. „… denn sie wissen nicht, was sie tun.“

    Nein, ich schaue mir diese „frohe (Video-) Botschaft“ nicht noch ein zweites Mal an. Detailliertes Zahlenmaterial sollte wohl doch eher in einer einfachen Tabelle schriftlich zur Verfügung gestellt werden, möchte man vermeiden, dass zu vermutende 100 Fans und allgemein Interessierte sich jeweils einzeln und im Schneckentempo diese Ziffern mühsam aus einer Aufzeichnung heraus filtern müssen, um abschließend doch über uneinheitliche Zahlen zu streiten. Da der Vorstand sich überraschenderweise auskunftsfreudig gab, wäre eine Nachfrage diesbezüglich angebracht gewesen, schließlich gestaltet sich jedwede Form von Diskussion erheblich leichter, wenn allen dasselbe Zahlenmaterial zur Verfügung steht. Erkenntnisreich wird die jetzt einsetzende Diskussion spätestens dann, wenn neben dem Berichtsjahr, vergleichsweise zusätzlich noch das Vorjahr verfügbar wird.

    Sie sind schon wieder am Ende
    Die Kernbotschaft habe ich allerdings trotzdem verstanden: Sie sind schon wieder am Ende, und zwar restlos. Zwei Millionen Euro Minus in den letzten beiden Jahren zuzüglich weiterer 400.000 Euro als zu erwartendes Minus für die kommende Spielzeit. Das man bereits mit einem kalkulierten Minus plant, belegt mit welcher arroganten Selbstverständlichkeit – „Zehn Prozent sind Usus,“ – gearbeitet wird. An der Krefelder Straße regiert der Wahnsinn. Ich habe es zwar selbst schon hunderte Male geschrieben, bin aber doch immer wieder auf’s Neue entsetzt, wenn sich Befürchtungen derart simpel bestätigen. Diese Vereinsführung braucht keinen Investor, den es ohnehin nicht einmal ansatzweise gibt, diese Vereinsführung braucht einen Vormund, „denn sie wissen nicht, was sie tun.“

    Während die Fans in verschiedenen Foren darüber philosophieren, ob ein anteiliger Verkauf der „Seele“ ihres Klubs ethisch zu vertreten ist, beziehungsweise ob sich dies kaufmännisch überhaupt rechnet, galoppiert diese Chaos-Truppe sehenden Auges schnurstracks in den nächsten Abgrund. Das gebotene Zahlenmaterial ist niederschmetternd, der momentane Firmen-Wert tendiert gegen Null und die einzig mögliche Zukunftsperspektive ist im Bereich von Lottospielen angesiedelt.

    Eine Symphonie des Grauens
    Arena-11 ist gar nicht (mehr) interessiert, erfahren wir so beiläufig. Ob sie überhaupt jemals interessiert waren, werden wir eventuell später auch einmal erfahren dürfen. Ob überhaupt schon Irgendwer jemals ernsthaft interessiert war, und wenn ja, woran, kommt wahrscheinlich auch noch ans Tageslicht. Laut den Aussagen von Horst Reimig war Simon Rolfes somit lediglich der Erste, der ausdrücklich kein Interesse zeigte.

    Die Retter sollen nicht retten, sie sollen bloß zahlen!
    Bevorzugt werden, so die eindeutige Botschaft, Investoren mit viel Geld und wenig Sachverstand, während die umgekehrte Version auf zuviel angestrebte Einflussnahme (1860 München) deutet und ausdrücklich eine abschreckende Wirkung auf die momentan Agierenden hat. War der verbliebene, ohnehin undurchsichtig erscheinende Investoren-Kreis bereits als „leicht zwielichtig“ eingeordnet worden, erhält der jetzt neue, nur noch vage „angehauchte“ Personenkreis zwangsläufig eine Aura wie Nosferatu oder alternativ für Skeptiker, wie das „Ungeheuer von Loch Ness.“

    Am Samstag ist Flohmarkt
    Dummerweise verschärft diese „unfrohe Botschaft“ noch die Gegensätze der beiden Fan-Lager: Die Traditionalisten sehen ihren ohnehin eingeforderten Sparkurs mehr als bestätigt, während die Pro-Investoren-Gruppe, aufgrund der erscheinenden Ausweglosigkeit, umso mehr den Klub schnellstmöglich „verramschen“ möchte. Dass man unter derartigen Bedingungen allerdings kein auch nur halbwegs zielführendes Ergebnis erwarten darf, dürfte selbst ihnen so langsam bewusst werden. Ausnahmslos alle mühsam erbettelten Zahlen und „Fakten“ zerplatzen wie eine Seifenblase. Die Anwälte von Arena 11 haben längst Einblick in die Bilanzen genommen, obwohl die ja, wie wir jetzt wissen, niemals ein ernsthaftes Interesse bekundet haben. Horst Reimig ging bekanntlich noch kürzlich davon aus, dass zeitnah ein Angebot der Gruppe oder von Investoren aus deren Reihen erfolgen wird, „wie das unter seriösen Geschäftsleuten so verabredet ist“. Was, wenn nicht? Dann wird’s sehr schnell, sehr eng und anstatt der betonten „seriösen Geschäftsatmosphäre“ dürfen die Verantwortlichen die Atmosphäre aller alternativen „Flohmärkte“ ausprobieren. Der nächst gelegene ist immerhin gerade „um die Ecke.“

    Wo war der Verwaltungsrat des Vereins?
    § 14 Verwaltungsrat (Auszug)

    14.1 Der Verwaltungsrat besteht aus 9 Mitgliedern, deren Mehrheit aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit hinreichende Erfahrung in wirtschaftlichen Angelegenheiten haben. Seine Zusammensetzung ergibt sich aus § 15.10. (…)

    14.6 Der Verwaltungsrat kontrolliert die Wahrnehmung der Vereinsaufgaben durch das Präsidium. Er kann hierzu alle ihm sachdienlich erscheinenden Maßnahmen ergreifen, vom Präsidium Auskunft über einzelne Vorgänge, Bericht über die finanzielle Lage des Vereins verlangen und Bücher, sowie Schriften des Vereins prüfen oder prüfen lassen.

    14.10 Der Verwaltungsrat hat außer den sonstigen in der Satzung genannten, die folgenden Aufgaben:
    14.10.1 Er berät das Präsidium in allen wichtigen wirtschaftlichen Angelegenheiten,
    14.10.2 ihm obliegt die Genehmigung des jährlichen Wirtschaftsplanes; Überschreitungen auf der Ausgabenseite bedürfen seiner vorherigen Zustimmung,
    14.10.3 er bestellt den Abschlussprüfer,
    14.10.4 er stellt den vom Präsidium aufzustellenden und von einem Abschlussprüfer zu prüfenden Jahresabschluss fest. (…)

    Versagen versus Absicht
    Wer angesichts der Machtfülle des Verwaltungsrates und des Anforderungsprofils seiner Mitglieder von Versagen redet, verkennt vollkommen die Situation. Das unterstellte Versagen kristallisiert sich angesichts dieses Ausmaßes quasi von alleine als hemmungslose Zockerei ohne jede Spur von Verantwortungsbewusstsein und somit letztlich als pure Absicht und eiskalte Kalkulation heraus. Über Jahrzehnte hinweg konnte genau so die Stadt Aachen fortwährend erpresst werden, jetzt muss nach Auffassung der Vereinsführung halt irgend ein anderer „Armleuchter“ gefunden werden, der die Zeche zahlt. Allerdings unterscheiden sich die „Aasgeier“ in freier Wildbahn deutlich von den untalentierten „Möchtegernen“ im Rathaus, so dass die schräge Nummer eines anteiligen Verkaufs längst noch nicht in trockenen Tüchern ist. Alle können es hören: Die Uhr tickt und das Totenglöcklein läutet schon wieder, da dürften alle vorbereitenden Arbeiten für die kommende Spielzeit unter keinem guten Stern stehen.

    PS:
    Die frohe Botschaft
    https://www.facebook.com/derFriedrichAC/

    PPS:
    Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1922 von Friedrich Wilhelm Murnau in fünf Akten. (ab 16)

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nosferatu_–_Eine_Symphonie_des_Grauens

    PPPS:
    Aachen real,-

    http://www.melan.de/go/standort-detail/6-flohmarkt-troedelmarkt-in-aachen-real-.html

    Ein Trödelmarktstandort kurz vorm Aachener Kreuz, direkt an der Autobahnabfahrt Aachen Rothe Erde zwischen Berliner Ring und Breslauerstraße gelegen. Auf diesem Trödelmarkt finden Sie ein ausreichendes Angebot an Trödel- als auch an Neuwareständen. Für Ihr leibliches Wohl ist selbstverständlich gesorgt. (…)

    PPPPS:
    Der riesige Spezialbau
    Als besonders gefährdete „Triebtäter“ habe ich häufig schon auf die Doppelagenten hingewiesen, die einerseits im Rat der Stadt Aachen vertreten sind und andererseits ein verantwortliches Amt im Verein ausüben. Erst jetzt fiel mir auf, dass es sogar Dreifach-Täter gibt, die zusätzlich auch noch in den Gremien der „Aachener Stadion Beteiligungs GmbH“ (ASB) auftauchen.

    Tivoli-Personal kostet mehr als eine halbe Million Euro

    http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/tivoli-personal-kostet-mehr-als-eine-halbe-million-euro-1.1301425
    Auszug: Doch was die Grünen kritisieren, ist für den Aufsichtsratsvorsitzenden Heiner Höfken (SPD) alles andere als überraschend. „Das ist ein ganz normaler Wirtschaftsplan, so wie erwartet“, betont er. In ihm sei all das nachzulesen, was der Rat bereits vor dem Kauf des Tivoli diskutiert habe. „Dass uns das Stadion zwei bis zweieinhalb Millionen im Jahr kostet, wussten wir vorher“, sagt er.

    Und während die Grünen eine „eher aufgeblähte Selbstverwaltung des Stadions“ anprangern, bewertet Höfken den Personalbestand für das Stadion als „mehr als schmal“. Es handle sich immerhin um einen riesigen Spezialbau, der verwaltet und bewirtschaftet werden muss – auch wenn der eigentliche Hauptdarsteller, die Alemannia, nur in der vierten Liga spielt. (…)

  2. Das Mysterium …

    Augenblicklich, ohne konkretes Zahlenmaterial, wird die aktuelle Diskussion um den Einstieg eines oder mehrerer Investoren zwangsläufig zu großen Teilen „aus dem Bauch“ heraus geführt. Die beiden Gruppen, die sich in ihrer jeweiligen Ringecke mittlerweile stimmig eingerichtet haben, lassen sich vereinfacht so beschreiben:

    Die zu vermutende Mehrheit:
    „Her mit der Kohle!“, sagen ihre Anhänger und zwar schnellstmöglich. Damit verbundene Probleme verschieben sie lieber auf „später“. Bietet man ihnen die Wahl zwischen „Problem heute“ oder „Problem morgen“, verzichten sie gerne auf anstehende schwierige Entscheidungen und alle damit verbundenen Konsequenzen. Sie rechtfertigen ihre Entscheidung bevorzugt damit, diese sei ohnehin „alternativlos“. Interessanterweise reklamieren diese Fans ihr „Recht auf Profifußball“.

    Die „wahren“ Fans:
    Ein Verkauf der „Seele“ ihres Klubs käme einem Identitätsverlust des Traditionsvereins gleich und ist dementsprechend für sie völlig ausgeschlossen. Sie erahnen, dass der Klub selbst mit „frischer Kohle“ ein rigoroses Sparprogramm fahren muss und ziehen es vor, lieber ein paar Jahre mit bescheideneren Ansprüchen zu durchleben und insbesondere, weiter „Herr im eigenen Haus“ zu bleiben. Dabei könnten die „mageren“ Jahre für eine Neustrukturierung des Klubs durchaus förderlich sein.

    Wie wäre es mit Risikominimierung?
    Sofern der Versuch einer neutralen Bewertung überhaupt glaubhaft erscheinen kann, wirken die Risiken bei einer fremdgesteuerten Mitbestimmung deutlich größer. Jede noch so schmerzhafte Sparpolitik bleibt trotz unerwünschter Nebenwirkungen halbwegs beherrschbar, während das Abenteuer „Investor“ mit all’ seinen möglichen Auswirkungen nicht einmal annähernd vorhersehbar ist und letztlich fortwährend unkalkulierbar bleiben wird.

    Dreh- und Angelpunkt ist die Stadt
    Was kann einen Bräutigam dazu bewegen, einer heruntergekommenen Braut den Hof zu machen? Genau, eine stattliche Mitgift, präziser formuliert, eine „städtische“ in Form einer günstigen bis kostenlosen Nutzung des Stadions. Kann man weitere finanzielle Zugeständnisse der Stadt einer fassungslosen Bevölkerung erklären? Keine Sorge, die ist ohnehin nichts anderes gewohnt. Am einfachsten, man lässt ein Gutachten anfertigen. Allein schon hierdurch ließe sich wieder „freundschaftlich“ Geld verteilen und, alle die sich noch an die so genannte Umfinanzierung erinnern, wissen, anschließend hätte man „schwarz auf weiß“ etwas vorzuzeigen und man selbst bleibt, wie immer nach jeder Katastrophe, „völlig unschuldig“. Dass die Stadt sich bislang noch nicht zu den Plänen der Vereinsführung geäußert hat, kennzeichnet geradezu idealtypisch die momentane Situation, alle mimen den Ahnungslosen und verharren in Lauerstellung.

    Das Mysterium: Wieviele Leichen hat die Alemannia im Keller?
    „Die hohen Fixkosten,“ so war allerorten zu hören, sind die Ursache dafür, dass nur 1/3 des Gesamt-Etats von 5,5 Millionen Euro für die 1.Mannschaft zur Verfügung steht. Das wirft Fragen auf: Was verbirgt sich konkret in den übrigen 2/3 für „Sonstiges“? Die Art und Weise, wie darum ein Geheimnis gemacht wird, lässt Schlimmes erahnen und wird auch allen anstehenden Bräutigame nicht verborgen geblieben sein.

    Was tun bis zur Jahreshauptversammlung?
    Man könnte, so wie Wolfgang Kreitz in einem anderen Forum eingestehen, dass es selbstverständlich auch so gehen könnte, wie die jeweils andere Gruppe es gerne hätte, aber das fällt sicherlich allen schwer. Wäre aber in jedem Falle eine gute Übung, um sich auf ätzende Diskussionen auf der JHV vorzubereiten:

    „Nur mal so angemerkt: Klar geht es auch ohne Investor – aber mit Sicherheit nicht mehr so schnell in höhere Klassen! Da gehört neben Geld (das nun mal nicht sehr viel vorhanden ist) auch sehr viel Glück und Verstand dazu. Wer mit wenig Mitteln oben angreifen will, muss unbedingt darauf zählen, dass alles passt! Ich denke, das dieser Prozess über Jahre dauern würde.“ (…)

    PS:
    Schäfer: “Kein Platz für einen Investor bei Fortuna”

    http://www.rp-online.de/sport/fussball/fortuna/robert-schaefer-kein-platz-fuer-einen-investor-bei-fortuna-duesseldorf-aid-1.6029722
    7. Juni 2016 | 07.04 Uhr – Fortuna Düsseldorf

    Was tun Sie, wenn ein Scheich mit dem Geldkoffer käme und sagte: Ich bringe Fortuna nach vorn, aber dafür will ich was zu sagen haben?

    Schäfer Das ist kein Weg für uns. Wir haben alle Rechte, was ein Riesenwert ist, und wir sind schuldenfrei. Wir müssen die Kärrnerarbeit machen und jeden einzelnen überzeugen, der uns unterstützen möchte. Das ist kleinteiliger, aber auf Dauer stabiler und identitätsstiftender. Wir sind ein mitgliedergeführter Traditionsverein, das soll unsere Basis sein, von der aus wir uns entwickeln wollen. Mit einem Investor gewinnt man vermeintlich Geld, aber verliert an Identität.

    PPS:
    Man lernt nie aus

    ESPRIT arena
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/ESPRIT_arena
    Auszug: Die Sitze im Innenraum sind scheinbar unsortiert in verschiedenen bunten Farben angebracht. Tatsächlich beruht die Verteilung der farbigen Sitzschalen auf einem Konzept, welches eine genaue Anordnung der verschiedenfarbigen Sitze vorgab. Dies hat einen optischen Effekt zur Folge, der das Stadion auch bei geringer Auslastung in einer Fernsehübertragung gut besetzt erscheinen lässt.

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