Die Corona-Pandemie hat uns auch nach mehr als einem Jahr weiterhin im Griff. Wie man letzte Woche gesehen hat fängt auch die Politik an sich immer mehr zu verzetteln in halb ausgegorenen Maßnahmen wie Lockdown, Inzidenzwert, Notbremse und Ruhetage über Ostern. Auf der einen Seite muss die Corona-Pandemie weiter eingedämmt werden, auf der anderen Seite müssen wir lernen damit umzugehen bis eine Durchimpfung von mindestens 70% der Bevölkerung erfolgt ist. Wann dieses Ziel erreicht werden kann ist so unklar wie die Frage wie lange Einzelhandel, Geschäfte, Gaststätten und Restaurants noch durchhalten können ehe die große Insolvenzen erfolgen und einhergehend damit große Schäden an der Volkswirtschaft. Was jeder von uns einzelnen, im speziellen mit Kindern, durchmacht mal ganz abgesehen. Wir fangen an Coronamüde zu werden, was sehr gefährlich ist in einer Pandemie.
 
Nun aber scheint es einen kleinen Ausweg zu geben, denn es soll nach dem Tübinger Modell auch in der Städteregion Aachen ein Öffnungskonzept geben. Während das Robert-Koch-Institut mehr Einschränkungen fordert um die dritte Corona Welle zu brechen scheint es in kleineren Modellregionen mit um die 100.000 Einwohner möglich zu sein mittels zurückverfolgbarer Teststrategien Geschäfte und Sportstätten zu öffnen.  Wie aber soll das funktionieren?
 
 

Die Menschen gehen auch wirklich dorthin zum Testen – wenn man in die Geschäfte rein will, wird der ‘Tübinger Tagespass’ auch kontrolliert, sodass man dort auch nur reinkommt, wenn man wirklich mitmacht.” So fungiere das Shoppen als Instrument, um mögliche “Spreader” zu identifizieren.

Tropenmediziner Carsten Köhler

 
 
In dem Genuss der neuen “Freiheit” sollen all diejenigen kommen die aus der Modellregion kommen. So wie in Tübingen wird es an ausgewählten Punkten Teststationen geben, wo man sich Testen lassen kann und somit ein Tageszertifikat / Tagespass erhält. Mit diesem Zertifikat / Pass ist es dann möglich wieder Geschäfte, Gaststätten, Biergärten, Kinos, Restaurants und Sportstätten zu besuchen. Auswärtige Besucher, die nicht zur Städteregion gehören, bleiben außen vor. Mit diesem Modellversuch soll geklärt werden ob es auch in der Pandemie gelingt das normale Stadtleben zurück zu erhalten. So können Städte wie Aachen, Eschweiler, Düren eine Rückkehr zu etwas mehr Normalität kommen. Auch für Alemannia Aachen, sowie andere Vereine in der Modellregion, wäre solch ein Modell ein Hoffnungsschimmer wieder vor einer begrenzten Anzahl an Fans spielen zu dürfen. Das Tivoli Hygienekonzept hat sich in der Vergangenheit bewährt, wenn es weiter angepasst wird dürfte auch hier die Hoffnung bestehen das wir Fans unsere Alemannia wieder live im Stadion erleben dürfen. Die Bedingung wird aber sein das man ein Tageszertifikat oder einen Tagespass hat.
 
Das Modell soll nach Ostern am 06. April 2021 starten, sofern es das Infektionsgeschehen zulässt und die IT-Systeme funktionieren. Sind wir gespannt was möglich sein wird und ob das Modell Tübingen sich auf Aachen und der Städteregion übertragen lässt. Es ist zumindest ein erster Hoffnungsschimmer für alle etwas mehr Normalität zurück zubekommen.
 
 
 
 

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