Lange Zeit war unklar wie es im FVM “Bitburger Pokal” weiter geht oder ob es überhaupt noch weiter gehen kann. Die ersten Spiele in Runde 1 sind meistens im Oktober angesiedelt, wenn die Regionalliga-Saison gerade gut gestartet ist und die Mannschaften im Spielfluss sind. Doch im Oktober 2020 wartete man vergeblich auf diese Runde 1, denn schon zu der Zeit waren die Vereine zu beschäftigt mit Hygienevorschriften und diversen Quarantäne Maßnahmen. So wurde auch dann alles was unterhalb der Regionalliga-West angesiedelt war in der Zwangspause geschickt, staatlich verordnet. Die Regionalliga-West hatte als einzige Amateurliga das Glück in NRW fortan als Profiliga geführt zu werden, mit entsprechender Covid19-Testing vor jedem Spiel. Mit den ganzen Nachholspielen in der Liga, fortschreiten der Saison plus der Lockdown mit seiner Schutzverordnung, ließen es nicht zu das der Landespokal irgendwie starten konnte. Problematisch wurde das Zeitfenster auch für die Vereine die im Wartemodus standen ob und wann sie überhaupt trainieren durften. Während alle anderen Teams ab Regionalliga-West und 3. Liga im Spielfluss waren, war die Maßgabe das die Teams erstmal trainieren mussten ehe sie wieder in den Wettkampfmodus gehen konnten, und das würde so seine 4 Wochen dauern. Auch in den anderen Landesverbänden waren die Bedingungen die selbigen, hier wurden teils schon die ersten Runden im jeweiligen Landespokal gespielt. Während diese Landesverbände dann im April entschieden wie es dort weiterging brauchte es zur Entscheidungsfindung im FVM etwas länger.
 
Der FVM beendete am 19. April 2021 alle Meisterschaftswettbewerbe auf Verbands- und Kreisebene mit sofortiger Wirkung und annullierte die bisherigen absolvierten Spiele. Nicht betroffen war die Regionalliga-West und die FVM Pokalspiele. Um diesen Wettbewerb noch sportlich beendet zu können musste ein Königsweg gefunden werden. Der Druck kam vom DFB, da dieser die Landesverbände aufforderte bis spätestens Ende Juni die Vertreter der Landesverbände zu melden die an der ersten Runde im DFB-Pokal 2021/2022 teilnehmen sollten. So stellte der FVM den qualifizierten Vereinen im Landespokal drei Modelle vor wie der FVM Pokalsieger ermittelt werden könnte.
 

  •  Modell 1: Alle 32 Teams tragen den Pokal sportlich aus an fünf Spielterminen
  • Modell 2: Der Pokalsieger wird in zwei Dreiergruppen ermittelt die ausschließlich aus Regionalligsten und 3. Liga Team bestehen, die beiden Gruppensieger würden das Finale austragen
  • Modell 3: Auslosung des Teilnehmers an dem DFB-Pokal, alle anderen Vereine gehen leer aus

 
Schnell war klar das eigentlich nur das Modell 2 funktionieren würde. Da in der 3. Liga und Regionalliga-West weiterhin gespielt wurde, zudem alle Teams regelmäßig testen, konnte nur so sichergestellt werden das der Pokal sportlich zu Ende gespielt werden kann. Für die übrigen Mannschaften war eine Ausgleichzahlung vorgesehen plus einer Wildcard die berechtigt in der kommenden Saison für den FVM Pokal bereits qualifiziert zu sein. Bei den Vereinen stieß man damit auf offene Ohren, allerdings war der aktuelle FVM “Bitburger Pokal Sieger” 1. FC Düren als Mittelrheinligist und Titelverteidiger “not amused” darüber das er nicht berücksichtigt wurde.
 

Wir sind allen Vereinen sehr dankbar, dass sie sich gemeinsam und äußerst solidarisch auf eine Lösung verständigt haben, mit der wir auf sportlichem Weg einen Teilnehmer am DFB-Pokal ermitteln können.

– FVM-Präsident Bernd Neuendorf –

 
Am Ende entschieden sich die Vereine mit dem Verband auf eine ganz andere Variante. Gespielt wird ab dem Viertelfinale, teilnehmen würden alle qualifizierten Regionalliga-West Mannschaften plus Viktoria Köln aus der 3. Liga. Die 26 Vereine, die unterhalb der Regionalliga-West spielen und sich über den Kreispokal für den Bitburger-Pokal auf Verbandsebene qualifiziert hatten, erhalten im Gegenzug eine Ausgleichszahlung und zudem automatisch einen Startplatz für den Verbandspokal in der kommenden Saison.
 
Mit den Vereinen Viktoria Köln, Alemannia Aachen, SV Bergisch Gladbach, 1. FC Wegberg Beeck, Fortuna Köln und Bonner SC standen die Teilnehmer nun fest. Statt einer Dreiergruppe wurde nun das Viertelfinale ausgelost, zwei Vereine erhielten somit ein Freilos und waren damit bereits für das Halbfinale qualifiziert. Die Auslosung ergab dann folgendes:
 

 
Im Anschluss wurde das Halbfinale ausgelost wo dann die beiden bereits feststehenden Halbfinalisten per Freilos auf den jeweiligen Sieger aus dem Viertelfinale treffen. So wird der Sieger aus Spiel 1 zuhause gegen den 1. FC Wegberg Beeck spielen während der Sieger aus Spiel 2 ebenfalls zuhause gegen Viktoria Köln spielt.
Die Viertelfinalspiele sollen am 12. Mai 2021 ausgetragen werden, die Halbfinalspiele am 19. Mai 2021. Das Finale um den Bitburger-Pokal soll dann am 29. Mai 2021 im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ im Sportpark Nord in Bonn ausgetragen werden. Alles nicht ganz einfach gestrickt, aber am Ende wohl die beste Lösung für alle um den FVM Pokalsieger zu ermitteln. Bleibt zu hoffen das in einem halben Jahr, wenn die erste Runde im FVM “Bitburger Pokal” ausgetragen wird, es dann wieder sportlich von allen Teams entschieden wird. Spannend dürfte noch die Teilnehmerzahl sein die sich dann erhöhen würde aufgrund der Wildcards.
 
Der FVM Pokal der Frauen steht vor einer ähnlichen Entscheidung wie die der Herren. Auch hier soll der Pokal sportlich beendet werden, derzeit finden hierzu noch Gespräche statt zwischen den Teams und dem Verband. Bleibt zu hoffen das es auch hier eine Entscheidung gibt die alle Vereine mittragen.
 
 
 
 

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