Restart nach dem Coronafall


 
 
Zwei Wochen nach dem bekannt gewordenen Coronafall bei einem U19 Spieler, und die damit einhergehende Quarantäne der Erstkontakt Spieler und Betreuer, endete diese nun am vergangenen Freitag. Dort konnte Alemannia Coach Stefan Vollmerhausen wieder alle Spieler auf dem Trainingsplatz begrüßen. Nun gilt es innerhalb einer Woche sich auf das kommende Heimspiel gegen die Zweitvertretung von Borussia M´gladbach vorzubereiten. In der “Pause” ist zwischenzeitlich viel passiert, nicht nur die ausgefallen vier Spiele wurden neu terminiert, es wurde auch das Hygienekonzept von der Stadt Aachen genehmigt und liegt nun bei der NRW-Landesregierung vor. Sollte diese, wo von wir alle ausgehen, ebenfalls genehmigt werden, dürfen am kommenden Samstag auf dem Tivoli bis zu 6.200 Zuschauer Platz nehmen. Trotz der Maßnahmen zur Coronaschutzverordnung würde wieder etwas mehr “Normalität” im Tivoli-Stadion Einzug halten. Nach den 300 Zuschauern zu Beginn der Regionalliga Saison gegen Borussia Dortmund II (0:1) lechtzen wir alle wieder danach unser Team live im Stadion zu sehen. Dazu wurde eigens die ganze Woche über die Sitzschalen vorbereitet und entsprechend gedreht, damit alle auf die zugewiesenen Plätzen sitzen können und verhindert wird das man sich doch “anderswo” setzen könnte. Vorausgesetzt das Infektionsgeschehen verändert sich nicht darf man gespannt sein wie viele Zuschauer am Samstag kommen werden, mehr als 5.000?
 
Apropos Dortmund! Während der Quarantäne waren die Trainingsplätze unter anderem auch für die Alemannia U19 gesperrt bzw. es durfte nicht trainiert werden.
 

Alemannia U19 unterliegt BVB kampflosTeam von Dietmar Bozek verzichtet auf Fahrt nach DortmundDie U19 der Alemannia…

Slået op af Alemannia AachenSøndag den 27. september 2020

 
Nun sollte am gestrigen Sonntag das Spiel der U19 Alemannia in der Junioren Bundesliga bei Borussia Dortmund stattfinden. Die ganze Woche über hatte man von Aachener Seite versucht das Spiel zu verschieben, und die Dortmunder gebeten diesem zuzustimmen. Denn nur ein Tag Training nach einer zweiwöchigen Pause wollte man den jungen Kickern nicht zumuten, auch aus Fürsorgepflicht vor Verletzungen. Für die Alemannia U19 wäre es das erste Saisonspiel gewesen, da das Auftaktspiel gegen den Wuppertaler SV ebenfalls aus den bekannten Gründen abgesagt wurde. Der Wuppertaler SV hatte einer Verschiebung zugestimmt und kam der Alemannia entgegen. Nicht so die Verantwortlichen vom BVB, diese stimmten einer Verlegung nicht zu.
 


 
Da die A-Junioren Bundesliga coronabedingt nur in einer Runde gespielt wird, wäre genug Zeit für ein Nachholspiel gewesen. Selbst ein Angebot außerhalb von einem Wochenende zu einem Spiel anzureisen stieß beim BVB auf taube Ohren. Am Samstag informierte man Dortmund dann das man nicht anreisen wird und das Spiel damit ausfallen würde, in dem Wissen dass das Spiel mit 2:0 für den BVB gewertet wird.
 

Nach 14 Tagen ohne Mannschaftstraining in eine Saison zu starten, ist aus unserer Sicht auch hinsichtlich der Verletzungsgefahr verantwortungslos. Schließlich haben wir als Club eine Fürsorgepflicht für die Spieler.

– Alemannia U19 Coach Dietmar Bozek –

 
Der große BVB gab hingegen an das man vollkommen überrascht wurde mit der Absage, denn die U19 des BVB stand am Sonntag auf dem Platz und wartete vergeblich auf den Gegner aus Aachen. Da war man auch in Aachen überrascht, hatte man doch den DFB-Staffelleiter und Lars Ricken vom BVB darüber informiert. Zudem ist es sensationell das statt der ausgefallenen Junioren Bundesliga-Partie zeitgleich noch schnell ein Trainingsspiel gegen Akteure der U23 und U17 organisiert werden konnte! Alemannia Sportdirektor Thomas Hengen: “Lars Ricken hat bei mir noch gejammert, dass er drei Spieler zur U17-Nationalmannschaft abstellen musste. Und bei uns hat die ganze Mannschaft 14 Tage lang nicht trainiert”. Wenn man sich anschaut wie viele Spiele in den vergangenen Jahren in der Regionalliga West abgesagt und verschoben wurden wenn aus dem Kader der zweiten Mannschaft drei Spieler nicht antreten konnten, ist das ganze mehr als Blamabel für den BVB. Fairness und Solidarität kennt man anscheinend nicht mehr. Dabei konnte man selbst froh sein das vor einigen Jahren ein Uli Hoeneß vom FC Bayern den unliebsamen Konkurrenten aus dem Ruhrpott mit einer Millionenspritze vor dem totalen Absturz bewahrte – denn dann wäre der “große” BVB heute nur noch ein Geschichtsbuch im deutschen Fußball Museum!
 
 
 
 

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