Regionalliga Spielbetrieb (vorläufig) eingestellt


 
 
Als letzter Landesverband der Regionalligen hat heute der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) reagiert und die beiden kommenden Spieltage 29. und 30. in der Regionalliga West abgesagt. Dazu zählen auch die Nachholspiele die in diesem Zeitraum terminiert waren. Dieser Beschluss gilt zunächst bis zum 22. März 2020. Während die anderen Landesverbände ihren Spielbetrieb teils bis zum 19. April 2020 ruhen lassen, erscheint auch der WDFV Zeitplan ziemlich kurz. Der Fußball Verband Mittelrhein (FVM) hatte zuvor den kompletten Spielbetrieb auf Verbands- und Kreisebene bis zum 17. April 2020 abgesagt, inklusive aller Pokalspiele auf Landesebene. So wurde auch die für heute angesetzte Bitburger Pokal Halbfinal Auslosung, die um 15 Uhr live auf dem FVM Facebook Kanal übertragen werden sollte, abgesagt.
 
Das Coronavirus hat mittlerweile ganz Europa im Griff, und beinahe im Minutentakt trudeln seit gestern die Absagen aus dem gesamten Spektrum des Sports ein. Eine komplette Absetzung der Ligaspiele bzw. eine vorzeitige Beendigung der Ligen traut sich aber noch niemand laut auszusprechen. Stattdessen versucht man sich Zeit zu erkaufen, die eigentlich vom Coronavirus und den Behörden vorgegeben wird. Für die oberen Ligen hängt zu viel Geld dran das man verliert, für die Vereine der unteren Ligen geht es um das nackte Überleben. Vor allem ab der Regionalliga abwärts wo die Vereine keinerlei TV Einnahmen zu verzeichnen haben und auf Zuschauer angewiesen sind.  Während der jetzigen Spielpause laufen die Ausgaben wie z.B. Gehälter ganz normal weiter, ohne das der Verein Einnahmen generieren kann. Aber wie wird es weitergehen? Wenn man die Maßnahmen der einzelnen Behörden sieht, auch die die außerhalb vom Sport getroffen werden, ist es kaum vorstellbar das ab dem 22. März 2020 irgendwo ein Ball rollen wird. Da ist der 17. April 2020 schon ein eher realistisches Szenario, das aber im ersten Moment auch nur einen längeren Aufschub gewährt. Je nach dem wie arg der Coronavirus hier um sich greift, wird man nicht drum herum kommen die gesamte Saison der jeweiligen Ligen zu beenden. Vielleicht hat man sich aber auch damit erst einmal die nötige Zeit verschafft um die nächsten Schritte zu überlegen wie man mit einer abgebrochenen Saison umgeht in Sachen Aufstieg, Abstieg, Aufstiegsrunden, Meisterschaften, nationale sowie internationale Qualifikationen zu Pokalspielen. Momentan werden die Verbände einzig getrieben durch die Fakten die um sie herum geschaffen werden. Und das der Coronavirus bis April verschwunden ist glaubt inzwischen nicht mal der optimistischste Virologe aus dem Robert-Koch-Institut.
 

Die Herausforderungen an die Gesellschaft sind gewaltig. Als Verbände denken wir deshalb nicht nur bis zum nächsten Spieltag. Wir müssen uns als Organisation intensiv damit beschäftigen, wie der Fußball, wie wir ihn kennen und lieben, in Wochen und Monaten aussieht. Wir befassen uns mit vielen Szenarien – auch mit einer möglichen vorzeitigen Beendigung der Saison sowie den damit verbundenen Folgen. Für uns bedeutet das, sich frühzeitig der Frage zu widmen, wie ein geordneter und regulärer Spielbetrieb aussieht, wenn wir – hoffentlich so schnell wie möglich – die Krise gemeinsam überwunden haben und der Ball wieder ganz normal rollen kann.


– Auszug aus der offizielle Erklärung des DFB –

 
Für uns Fans wird es eine harte Geduldsprobe werden, nicht nur wie und ob es in der Regionalliga weitergeht sondern auch wie es mit den Pokalspielen in den Landesverbänden weitergeht. Und ganz wichtig – wie es mit dem eigenen Verein weitergeht. Vor allem für die Vereine die noch um den Aufstieg und Abstieg kämpfen. Wie da eine Lösung im Worst-case Szenario aussehen soll vermag man noch nicht zu beurteilen. Wichtig ist aber das die Entscheidung, den Spielbetrieb generell erst einmal ruhen zu lassen, nötig und richtig war. Denn die Gesundheit eines jeden einzelnen geht vor dem Sport! Der Coronavirus macht keinen Unterschied vor Fans, Funktionären, Spielern, Trainer, Reportern, Politiker und Kindern. Er schlägt unbarmherzig zu. Und jeder sollte für sich selbst einmal ausmalen was eine persönliche zweiwöchige Quarantäne bedeutet wenn man quasi zu Hause eingesperrt ist. Niemand hätte vor einem halben Jahr vermutet das ein weit entferntes Virus in China das beherrschende Thema sein wird das hier in allen Lebensbereichen eingreift. Panik ist unangebracht, aber ein gesundes Augenmaß vor der Situation ist angebracht. Es werden zur Zeit viele Entscheidungen getroffen, ob richtig oder falsch. Aber wenn es um unsere aller Gesundheit geht kann man nicht falsch entscheiden.
 
In diesem Sinne – Alemannia ole. Und wenn ihr unseren Verein unterstützen wollt dann holt euch ein oder mehrere goldene Tickets!
 
 
 
 

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