Am Ende war es eindeutig, und so zwar so eindeutig das kein Zweifel daran gelassen wurde das die Mitgliedschaft der Alemannia einen Neuanfang wollte. Zum ersten mal konnten wir zwischen zwei Teams wählen, kein einfaches abnicken wie in den vergangen Jahren. Dennoch zog es von den rund 5.000 Alemannia Mitglieder gerade mal 331 zum Tivoli. Nicht der einzige Makel an diesem langen Wahltag der Jahreshauptversammlung.

Endlich hatte es geklappt, die wegen der Pandemie verschobene Jahreshauptversammlung fand nun um 10 Uhr im Tivoli unter freien Himmel statt. Im Vorfeld war allen klar das die lange Liste der Neuwahlen und Ausprachen eine gewissen Zeit in Anspruch nehmen würde. So stellte ich mich darauf ein das es wohl bis 14 Uhr gehen sollte.

Um den Leuten die meinem Blog und mir auf Socialmedia folgen wollte ich eine Informationsquelle bieten. So ließ ich nach reiflicher Überlegung meinen eigens dafür geschaffenen Twitter Live Kanal wieder aufleben. Interessanterweise hatte ich im Jahre 2006, als der Alemannia Fan Blog entstand, zum ersten mal von einer Alemannia Jahreshauptversammlung live aus dem Aachener Euregress getwittert. So konnte ich die Ergebnisse bereits in die weite Internetwelt zwitschern ehe die schreibende Medienzunft das auf Papier gedruckt hatte. Herrliche und verrückte Zeiten damals.

Werbe-Flyer von Team Einheit (Gronen)

Um 9 Uhr war bereits Einlass im Tivoli, um 9:25 Uhr war ich drin im Tivoli, nachdem ich mich registriert hatte und den Wahlzettelblock ausgehändigt bekam. Bevor ich die ersten Stufen erklimmen konnte zur Tribüne bekam ich noch unaufgefordert einen Flyer in die Hand gedrückt. Zunächst dachte ich noch das es sich um Hinweise zur Jahreshauptversammlung handeln würde, aber bei genauerer Betrachtung entpuppte es sich als Werbeflyern von Team Gronen bzw. Team Einheit. Ich bin persönlich bin ja nicht für sowas zu haben wenn man aufgedrungen Wahlwerbung macht, und das direkt an exponierten Stellen wie dem Treppenaufgang. Tags zuvor machten noch einige namhafte Sponsoren Werbung die sich das “Team Einheit” zu Eigen machte. Tja, muss das sein das sich Sponsoren so vor dem Karren spannen lassen? Ich hab da meine Meinung zu, und letztendlich hat es wahrscheinlich eher geschadet als genützt. Im Stadionumlauf waren beide Kandidaten Teams unterwegs, ein kurzer Plausch hier und da und schon ging es rauf auf die Tribüne. Sicherheitshalber hatte ich zwei Smartphones mit, denn man weiß ja nie. Im Nachhinein eine kluge Entscheidung als mit fortschreitender Dauer der Veranstaltung ein Akku Richtung Aufladen tendierte.

 

Die Aachener Ultras beantworteten die Flyer mit einer Wahlempfehlung

Bevor es mit rund 16 Minuten Verspätung losging wurden Flugblätter auf der Osttribüne verteilt die eine eindeutige Wahrempfehlung offerierten. Man könnte  es auch “Touche” nennen in Anbetracht der Flyer von Team Einheit. Wie man beobachten konnte waren einige Mitglieder “not amused” und zerknüllten die Flugblätter direkt an Ort und Stelle. Auch die gesamte Alemannia Mannschaft mit Coach Patrick Helmes traf ein und setzte sich auf die Tribüne. Es gab aufgrund des gestrigen Ergebnisses in Lotte (1:0) keine Reaktion der Fans und Mitglieder. Die Mannschaft musste aber später die Veranstaltung wieder verlassen da noch kurzfristig ein Training angesetzt wurde. Aber nun ging es endlich los, Präsident Dr. Martin Fröhlich eröffnete die Alemannia Jahreshauptversammlung 2021 zum letzten mal in seiner Eigenschaft als Präsident. Denn er hatte schon lange vorher angekündigt sich nicht mehr zur Wiederwahl zu stellen. Er übergab die Moderation an Max Baur der schon bei der letztjährigen Jahreshauptversammlung moderierte, eine gute Wahl. Er verlass die lange Liste der Tagesordnungspunkte und wies schon einmal darauf hin das man sich auf einen langen Tag einrichten müsste. Wie recht er hatte. Die erste Abstimmung erfolgte dann über einen Antrag zur Verschiebung zur Wahl des Verwaltungsrates, denn heute konnten nur fünf Mitglieder in den Rat berufen werden. Es bestand die Gefahr dass der Verwaltungsrat nicht mehr handlungsfähig ist würde ein Mitglied ausscheiden. Carlos Schmid aus dem aktuellen Verwaltungsrat sagte vor den Mitgliedern das die bisherigen sieben Mitglieder bereit seien bis zu einer neuen Mitgliederversammlung weiterzuarbeiten. Die Mitglieder stimmten mehrheitlich zu, der Antrag sowie die Wahl zum Verwaltungsrat wurden von der Tagesordnung gestrichen. Ebenfalls wurde darüber abgestimmt ob es eine Aussprache darüber geben sollte warum die neue Satzung der Alemannia, die seit 2017 bearbeitet wurde, immer noch nicht den Mitgliedern zur Abstimmung vorgestellt wurde. Die Mitglieder stimmten mehrheitlich dafür. Wie üblich auf den Jahreshauptversammlungen gab es die Totenehrung, wo die verstorbenen Mitglieder namentlich verlesen wurden. Man musste sich von einer Reihe der Mitglieder verabschieden, unter anderem vom Ehrenpräsidenten Leopold Chalupa, Gerd Klostermann und auch der kürzlich verstorbene Fanbetreuer Jac Hirtz.

 

Präsident Dr. Martin Fröhlich stellte dann den Bericht des Präsidiums den Mitgliedern vor. Unter anderem sagte er das der Verein einen Gewinn ausweisen würde im aktuellen Geschäftsjahr. Die Investitionen in Infrastruktur, Mannschaft und Nachwuchs mussten durch die Corona-Pandemie auf Eis gelegt werden. Er bedankte sich ausdrücklich bei Hans-Peter Lipka, dem ehemaligen Geschäftsführer der Alemannia, für seinen Einsatz und die erzielten Erfolge. Mit Martin Bader und Patrick Helmes wurde die sportliche Kompetenz auf ein neues Niveau gehoben. Der Kunstrasenplatz am ehemaligen Würselener Wall soll dank eines Infrastukturprogrammes in einem Naturasenplatz verwandelt werden, mit moderner LED Flutlichtanlage.  In Sachen Kritik an der Kommunikation des Präsidiums meinte er leider selbstgefällig “mögen es die nächsten Gewählten besser machen“. Zuletzt dankte er allen für ihr Engagement und mit Applaus wurde er als scheidender Präsident verabschiedet. Was bleibt von ihm unter seiner Präsidentschaft? Zusammengefasst sagte dies Carlos Schmid vom Alemannia Verwaltungsrat, als er in seinem Bericht dem Präsidium die Note 1 gab für die Finanzen des Vereins und die Note 5 für die Kommunikation innerhalb und außerhalb der Gremien zu Fans und Mitglieder. Weiter ausführend erfuhr man das die Frauen-Fußball Abteilung eine Erbschaft bekommen hatte, die zweckgebunden den Damen vorbehalten war zur Invention in die Infrastruktur.

 

Schatzmeister Björn Jansen

Schatzmeister Björn Jansen berichtete den Mitgliedern das die Alemannia auf soliden Füßen steht, so gab es für das Geschäftsjahr 2019 einen Überschuss von 60.631 Euro, für 2020 waren es 85.375 Euro. Maßgeblich zustande gekommen war das durch einer  Erbschaft und damit verbundenen Veräußerung eines Hauses. Die genauen Zahlen sind einsehbar auf der Alemannia Webseite und auch auf der Alemannia Geschäftsstelle. Gab es Fragen?Ja, aber nicht an Schatzmeister Björn Jansen sondern an dem Wahlausschuss warum aus den sieben Alemannia Abteilungen keine Kandidaten zur Wahl stünden? Die kurze Antwort des Wahlausschussleiter Rüdiger Coerdt war “es wurden Fristen nicht eingehalten“. Schon hier sah man das Dilemma der Alemannia, denn von den Abteilungen Tischtennis, Volleyball und Futsal war kein Vertreter anwesend der aus den Abteilungen berichten konnte! Auch Vizepräsident Dr. Johannes Delheid ergriff noch einmal das Wort und monierte das man alleine an diesen Rückfragen sehe wo das Problem der Alemannia liegt. Es gibt zu viele Nebenschauplätze und das zu viele Leute meinen das sie was Wissen obwohl sie nichts Wissen. Sponsoren würden nur Geld geben wenn Vertrauen da ist. Unter dem Strich las sich das so das quasi keine Fragen mehr gestellt werden sollten da es unangenehm ist diese zu beantworten. Naja, dies war übrigens mein erstes Mal das ich etwas von dem Vizepräsidenten gehört hatte in den vier Jahren.  Getrennt nach den Geschäftsjahren 2019 und 2020 wurde das Präsidium, der Verwaltungsrat sowie der Wahlausschuss der Alemannia durch die Mitglieder entlastet. Nun kam es zu dem Höhepunkt der Veranstaltung – die Wahl zum Alemannia Präsidenten.

 

Zunächst wurde der organisatorische Ablauf erklärt. In Absprache mit den beiden Kandidaten Thomas Gronen und Ralf Hochscherff  wurde vereinbart das jedes Team 20 Minuten Zeit hat sich und seine Mitglieder vorzustellen inklusive Konzept. Den Anfang würde Ralf Hochscherff machen, gefolgt von Thomas Gronen. Die Mitglieder wurden darauf hingewiesen welchen Wahlzettel sie ausfüllen mussten aus dem großen Block, das sie diesen Wahlzettel in einer Urne werfen die an den Treppenaufgängen ausgestellt sind. Die Mitglieder haben danach die Tribüne zu verlassen bis man wieder reingerufen würde, so Wahlleiter Rüdiger Courdt. Es betrat nun Ralf Hochscherff das Podium und stellte sich, sein Team, und das Konzept vor. Leicht grippal angeschlagen redete er nochmal vor die Mitgliedschaft es vier Kernthemen gebe warum er sich und sein Team entschlossen habe anzutreten. Tradition des Vereins, Zustand des TSV, es gibt seit langem ein Konzept und ein Team das die Stärke vereint den TSV wieder nach vorne zu bringen. Angeprangert wurde das Verschleppen der neuen Satzung durch das alte Präsidium ebenso wie das man eine Kölner Werbeagentur beauftragen wollte das diese Alemannia Aachen den Leuten erklärt. Das könne man in Aachen sicherlich selber machen. Ein weiterer Seitenhieb auf Team Gronen gab es noch das man Teile aus ihrem Konzept kurzfristig übernommen habe in einem eigenen Konzept. “Vertraut dem Original” sagte Ralf Hochscherff und beendet seine Rede unter langanhaltenden Applaus der Mitgliedschaft. Auch seine drei Mitglieder für das Präsidium stellten sich kurz vor. Das die beiden Kandidaten für den Aufsichtsrat nicht dabei standen entschuldigte man seitens der Organisation mit Kommunikationsschwierigkeiten. Wie passend, wo es gerade das Thema ist bei Team Hochscherff.

Auszug der Rede von Ralf Hochscherff:

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Anschließend betrat Thomas Gronen das Podium und stellte sich, seine Mitglieder und sein Konzept den Mitgliedern vor. Dafür hatte er ebenfalls 20 Minuten Zeit um mit seinem Konzept zu werben. Er spannt zu Anfang einen Bogen zu seinem Werdegang und stellt die Erfolge heraus die er uns seine Präsidiumsmitglieder geleistet hätten. Diese gute Arbeit wolle man fortsetzen und auch die Kritik mit aufnehmen. Nochmals stellt er die Erfolge heraus und untermauert dies mit einem Blumenstrauß an Beispielen, zuletzt das sein Team die nötige Kompetenz darstellt. So wurde der Mitgliedschaft mitgeteilt dass das Gelände des Eisenbahner Sportvereins von der Alemannia gepachtet werden kann, da sich die Stadt Aachen und der ESV geeinigt hätten. Zukunftstarkes Team, Konzepte weiterführen, Jugend und Nachwuchs sowie das die Alemannia wieder in den Herzen und Köpfen stattfinden muss. Er habe in den vergangenen vier Jahren sehr viel Erfahrungen im Präsidium gesammelt und alle würden ihm bescheinigen das er die nötige Kompetenz aufweist für dieses Amt. Deshalb sein markanter Satz “ich möchte ihr Präsident werden, weil ich es kann”. Auf die Kritik dass das Präsidium die Satzung verschleppt hätte erwiderte er das die Mitgliedschaft bei der Änderung beteiligt werden müsse, das war während der Coronazeit nicht möglich. Thomas Gronen beendet seine Rede, und wirbt um das Vertrauen der Mitgliedschaft unter seiner klaren Führung. Es gab ebenfalls Applaus aber doch weniger und deutlich kürzer als bei Ralf Hochscherff.

Auszug der Rede von Thomas Gronen:

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Gibt es Fragen an die beiden Kandidaten?”, so Moderator Max Baur an die Mitgliedschaft. Da ließ sich Heinz-Peter Fröhlich, Mitglied der Satzungskommission und Vater des noch amtierenden Präsidenten Dr. Martin Fröhlich, nicht zweimal bitten. Mit schnellen Schritten und energischer Stimme griff er Ralf Hochscherff verbal an der behauptet hatte die Satzung sei verschleppt worden. Ralf Hochscherff spalte die Alemannia und führt sie nicht zusammen, so das Mitglied der Satzungskommission. Dafür gab es laute Buh-Rufe so das Moderator Max Baur die Mitglieder mäßigen musste und darauf hinwies das man Mitglieder nicht ausbuhen sollte. Ralf Hochscherff antwortete darauf “Wenn die Satzungskommission seit 2017 nicht zu einem Ergebnis gekommen ist, sei das eine Verschleppung“. Ein weiteres Mitglied wollte von Ralf Hochscherff wissen ob er überhaupt Zeit für die Alemannia finden könnte, da er als Geschäftsführer und Gesellschafter auch Pflegeeinrichtungen in Bayern habe. Auch hier antwortete Ralf Hoichscherff mit einem kurzen knappen “Ja”. Auf der Tribüne rätselte man was diese Frage eigentlich bezwecken sollte. Und wieder gab es eine Frage, diesmal aber an Andreas Görtges der sich um das des Vizepräsidenten bewirbt. Die Fragestellerin, eine ehemalige Handballern beim TSV, fragte ob Andreas Görtges geeignet sei als Vizepräsident wo er doch die Handballabteilung seinerzeit vor die Wand gefahren habe. Auch hier parierte der angegriffene mit sachlicher Argumentation. “Die Trainingsbeteiligung habe immer weiter abgenommen und so mussten die Mannschaften abgemeldet werden“. Das genügte der Fragestellerin aber nicht und so gab es die Nachfrage wie oft er in den vergangenen zwei Jahren in der Halle vor Ort war. Auch dies begründete Andreas sachlich das seine zwischenzeitige Abwesenheit mit einem Bandscheibenvorfall begründet war, den er auch im Krankenhaus kurieren musste. Danach sei er aber regelmäßig in der Halle gewesen, dass wisse er und auch die Fragestellerin.

Nun wurde gewählt. Alles war gehört, gesagt, besprochen und ausdiskutiert worden. Die Mitgliedschaft hatte nun das letzte Wort darüber zu befinden wer zukünftig den TSV Alemannia Aachen e.V als Präsident vorsitzt und welches Team die zukünftigen Geschicke im Verein leiten werden. Wer nicht nur heute sondern auch die Veranstaltungen der beiden Teams besucht hatte war nun eigentlich vollumfänglich informiert und musste sich nun entscheiden wem er seine Stimme gibt. Böse Zungen behaupten im Internet das es eine Wahl war zwischen Team “Weiter so” und “Team Aufbruch”. Nachdem auch ich meine Wahl getroffen hatte wanderte der Zettel in die bereitgestellte Wahlurne, und runter ging es in dem Umlauf des Stadions. Hier traf man einige vertraute Gesichter und man tauschte sich aus wer denn das Rennen machen würde. Und das war zumindest im Smalltalk Ralf Hochscherff. Verglich man beide Reden von Thomas Gronen und Ralf Hochscherff kam Thomas Gronen nicht so gut weg. Man hatte das Gefühl das man sich lange als Wahlsieger sah bei der Kandidatur und man Anfangs das Team Hochscherff nicht ernst nahm. Während diese bereits ab Sommer durch die Abteilungen tingelten und mit den Mitgliedern und Fans ins Gespräch kamen war von Team Gronen weder was zu lesen noch zu hören. Also genau das was angeprangert wurde. Auch später in den Veranstaltungen fragte man sich ob das Team wirklich verstanden hatte was die Basis wollte. Zudem war es äußerst ungeschickt das man erfuhr das Carsten Laschet, der jüngere Bruder von NRW-Ministerpräsident und ehemaligen Kanzlerkandidaten Armin Laschet, zu 90% von Köln aus agierte wo er arbeitete statt am Tivoli zu sein. Ebenso die angesprochene Beauftragung einer Kölner Werbeagentur die die Marke Alemannia stärken sollte. Neben der großen Kritik an der der Kommunikation waren das schon starke Argumente die die Mitgliedschaft beschäftigte. Da kam der Erfolg das man die Alemannia aus der Insolvenz heraus finanziell konsolidiert und durch die Corona-Pandemie geführt hat zu kurz. Wie heißt es immer? Das Negative bleibt eher haften als das Positive.

Während der Stimmenauszählung gab es die Berichte aus den noch vorhandenen Abteilungen wie Leichtathletik, Fußball-Damen, Handball, eSports (mit einer Videobotschaft). Die anderen Abteilungen stellten wie weiter oben schon erwähnt keinen Vertreter ihrer Abteilung (Futsal, Volleyball, Tischtennis) der berichten konnte – was den desolaten Zustand der einzelnen Abteilungen aufzeigt. Danach stand das Ergebnis der Stimmenauszählung fest, das mit Spannung erwartet wurde. Moderator Max Baur verkündete der Mitgliedschaft dann das Ergebnis, das keine Überraschung war aber in der Höhe dann doch. 327 Stimmberechtigte Mitglieder entschieden sich eindeutig.

 

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Auf die Frage ob Ralf Hochscherff die Wahl annimmt gab es erwartungsgemäß ein “Ja”.
Danach erfolgten die Wahlen der Kamdiaten zum Präsidium. Andreas Görtges als Vizepräsident (253 Stimmen), Tobias Fischer als Schatzmeister (258 Stimmen) und Heiko Platz als Beisitzer (256 Stimmen) wurden mit großer Mehrheit bestätigt. Alle drei wurden jeweils mit rund 80% gewählt. Bei den Wahlen zum Ehrenrat wurden die Kandidaten ebenfalls bestätigt, so auch Alemannia Legende Jupp Martinelli und “Jo” Montanes. Neben diesen beiden wurden auch Jens Dauzenberg, Werner Krause, Manfred Reinders und Heinz Maubach gewählt.
Für den Aufsichtsrat der Alemannia wurden erwartungsgemäß die beiden Team Mitglieder von Ralf Hochscherff gewählt. Marcel Moberz und Osama Momen wurden mit jeweils mit großer Mehrheit in den Aufsichtsrat der Alemannia gewählt. Die beiden Kandidaten Mike Schleiden und Johannes Wienands zogen ihre Kandidatur zurück nachdem Thomas Gronen in der Präsidentschaftswahl unterlag. Die Bewerber Holger Hansen und Oskar Ketteniß wurden nicht bestätigt.

Alemannia Geschäftsführer Martin Bader trat dann auch auf das Podium und berichtete von der Alemannia Aachen GmbH. Unter den sportlichen Gesichtspunkten war es natürlich sehr schwer diesen vorzutragen. Martin Bader hielt kurz Rückblick als er seinen Posten antrat, wie die Alemannia positioniert war und was man vorgefunden hätte. Man wollte mit neuem Konzept eine neue deutlich verjüngte Mannschaft etablieren mit einem akribischen Trainer Patrick Helmes. Dennoch sind die Ergebnisse unter dessen geblieben was man sich vorgestellt hat. “Die sportliche Situation ist zweifelsohne unbefriedigend und jegliche Kritik angemessen”, so der Geschäftsführer. Wenn sieht wie Trainingsansprachen und -einheiten ablaufen, sei es manchmal nicht erklärbar, wie solche Spiele wie gegen Lotte passieren. Er lud alle ein das training der Alemannia zu besuchen um sich selbst ein Bild machen zu können. Gleichzeitig warb er um Vertrauen das man den gewählten Weg weitergehen werde und man sicher sei das am Ende der Erfolg einkehren würde. Die Alemannia soll in der Städteregion wieder nahbar sein. Die Wirtschaftlichkeit ist noch nicht soweit, wir brauchen einen langen Atem. Aber der Weg ist richtig. Finanziell hat die GmbH in der Pandemie einen Verlust von 300.000€ gemacht und nur dank Unterstützung von Sponsoren, der Stadt Aachen, der Stadionbetreibergesellschaft, und den Dauerkarteninhabern (die keinen Regress forderten) konnte man dennoch positiv abschließen. Zum Abschluss wies er nochmal darauf hin das es keine Trennung zwischen TSV und Gmbh geben kann. Er dankte dem altes Präsidium für die konstruktive Zusammenarbeit und beglückwünschte das neue Präsidium.

Zum Abschluss gab es noch die Ehrungen für Mitgliedschaften von 25 Jahre, 40 Jahre, 50 Jahre, 60 Jahre und 70 Jahre. Das muss man sich mal vorstellen, es gibt Mitglieder die seit 70 Jahren dabei sind. Unglaublich irgendwie und da kann man nur ehrfürchtig den Hut vor ziehen. Nach rund 5 ½ Stunden wurde die Jahreshauptversammlung durch Präsident Ralf Hochscherff beendet. In der langen Reihe der Alemannia Jahreshauptversammlung wird auch diese in Erinnerung bleiben. Für mich war es auch ein langer Tag, denn wann hatte ich zuletzt so ausgiebig getickert über meinen Kanal. Die Reaktion zeigte mir das es dankbar aufgenommen wurde, und von hier aus nochmal vielen Dank für das Feedback von euch :-).


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