Offener Fan Abend im Klömpchensklub


 
 

Der Klömpchensklub lud zum dritten mal wieder ein zu einem offen Fan Abend. Um 19.30 Uhr begrüßte unser Stadionsprecher Robert Moonen die gut 100 Gäste.
Zuerst gab es ein Lob an die Anwesenden Gäste das diese so zahlreich erschienen sind, dann eröffnete Alemannia Präsident Dr. Martin Fröhlich den offenen Fan Abend.
Es gab zwei Kernthemen des Abends:

  • Abschluss des ersten Wirtschaftsjahres nach der zweiten Insolvenz
  • Sportliche Situation

 
 

 

Dann ergriff Dr. Dirk Kall (Alemannia Aufsichtsratsvorsitzender) das Wort und berichtete das im ersten Geschäftsjahr vom 01.07.18 bis zum 30.06.19 der neugegründeten TSV Alemannia Aachen GmbH in der Saison 2018/2019 einen Umsatz von 3,5 Millionen Euro gemacht wurde, und das nach Abschluss der Insolvenz. Erfreulich war zu hören das die Alemannia nicht nur eine “schwarze Null” erreicht hatte, sondern auch einen Gewinn von 10.000 Euro vor Steuer. Zudem gibt es aktuell keine mittel- oder langfristigen Verbindlichkeiten mehr. Der Applaus war ihm natürlich sicher nach dem präsentieren der Zahlen. Für die aktuelle Saison 2019/2020 erwartet man einen noch höheren Umsatz, da hier natürlich das DFB-Pokalspiel der ersten Hauptrunde mit rein fällt.
 
Alemannia Präsident Dr. Martin Fröhlich erwähnte das man froh und zurecht stolz ist dass das Team es nach der Aufnahme der Tätigkeit im Aufsichtsrat geschafft so schnell solide zu arbeiten. Bei der Amtsübernahme war nicht klar es weitergehen sollte. Er dankte allen Sponsoren und Unternehmen die nach den schwierigen Startbedingungen das neue Teams unterstützt haben nach der Insolvenz. Wichtig sei das Vertrauen weiter hoch zu halten, bessere Strukturen zu schaffen und auch in einigen Bereichen professioneller werden. Das Team möchte Alemannia zukunftsfähig machen, und will natürlich von Peter Herrmann, dem neuen sportlichen Berater am Tivoli, enorm profitieren. Bessere Strukturen heißt u.a. das die Trainingsmöglichkeiten für die Jugendmannschaften und Damenmannschaft verbessert werden soll. Aber alles vor dem Hintergrund das man nur soviel ausgeben wird wie man auch an Einnahmen hat.
 

Wir werden nur soviel ausgeben wie wir haben. Mahnende Beispiele gibt es genug
Dr. Dirk Kall

 
Dr. Dirk Kall sagte noch dazu das man nicht schnellen Erfolg erkaufen könnte, und man mittelfristig aus der Liga herauskommen muss. Wichtig sei das man weiterhin die Regionalen Unternehmen dazu bekomme die bislang noch nicht bei der Alemannia werden. Man setze auf die kleinen und regionalen Partner da ohnehin nicht die großen Firmen hierher zu bewegen sind, da sie in der Regionalliga kaum etwas vermarkten könnten. Zur Zeit gibt es immer noch mehr die uns nicht unterstützen als die die uns unterstützen. Nach dem Absturz aus der 2. Liga sind jede menge große Unternehmen von der Stange gegangen, desto wichtiger seinen heute die kleinen Regionalpartner. Er mahnte zur Geduld und das man verlorenes Vertrauen wieder zurückholen muss. Auf die Frage nach den TV-Geldern sagte er das Alemannia aus dem “Topf” 5.000 Euro bekommt, unabhängig ob man im TV zu sehen ist oder nicht. Schon daran würde man sehen das ein Livespiel im Tivoli für die Alemannia ein Minusgeschäft sei und man deshalb gar keinen Wert darauf legt. In der 3. Liga sind die TV-Gelder anders verteilt, da gibt es 1. Mio Euro pro Klub. Aber natürlich hat man dann auch weitere Anfahrtswege und Reisen zu bewältigen.
 

Keiner hat gesagt wir steigen auf, das war ich
Trainer Fuat Kilic

 
Trainer Fuat Kilic bekam das Mikrofon und berichtete von der sportlichen Seite. Im Bitburger Pokal sei das Ziel natürlich das Finale zu erreichen und gar zu gewinnen. Ermahnte aber das vieles als Selbstverständlichkeit angesehen wird das man den Pott gewinnen muss. Das haben auch auch Viktoria Köln und Fortuna Köln gedacht, bis sie ausgeschieden sind. Natürlich ist man als Klassenhöchster Verein nun der Top-Favorit. Wenn die Mannschaft die Leistung abruft sieht er auch kein Hindernis das man den Pokal nicht verteidigt. Aber die Konzentration muss bei solchen Spielen hoch gehalten werden, ihm gefielen gegen Bergisch Gladbach auch nur 70 Minuten, die restlichen 15 Minuten eher nicht. Desweiteren erläuterte er das man in der Rückrunde die verlorenen Punkte wieder zurückholen will und sich im oberen Drittel festsetzen. Er machte aber auch darauf Aufmerksam das die Konkurrenz aus Essen, Verl, Rödinghausen, Gladbach und Dortmund in der Breite bedeutend besser aufgestellt sei als wir. Das müssten die Fans auch verstehen lernen das die Alemannia mit diesen Vereinen im Augenblick nicht konkurrieren kann. “Wenn bei uns Leistungsträger ausfallen, dann haben wir Probleme, weil wir einfach nicht über einen derart breiten Kader verfügen, wie die genannten Vereine.” Er sagte das vor der Saison versucht wurde einen Yildirim nach Aachen zu lotsen, was am Geld gescheitert sei. Überhaupt würden diese Art Spieler die Alemannia auslachen wenn es ein Angebot gibt, da die anderen Vereine bedeutend mehr zahlen würden und könnten. Dieses Geld und Geld für die Infrastruktur fehlt derzeit, auch er würde gerne einmal unter Flutlicht trainieren auf dem Trainingsplatz. Aber dies ist zur Zeit unmöglich. Als letztes wiederholte er nochmal das keiner ausser er gesagt das wir aufsteigen wollen. Er habe das ganz bewusst gemacht, leider haben die Sponsoren nicht mehr Gelder zur Verfügung gestellt um diese Unterschiedspieler an den Tivoli zu holen. Auf die Frage wie es mit ihm weitergeht sagte er das er bislang vier tolle Jahre am Tivoli hatte und die Doppelfunktion Trainer/Sportdirektor nicht mehr weiter ausüben werde da die Belastung ihn an seine persönliche Grenzen gebracht habe.

 

 

Auch Alemannia Präsident Martin Fröhlich wiederholte das die Trainer und Sportdirektor Funktion zukünftig getrennt werde. Wie vereinbart werde man im Frühjahr 2020 Gespräche führen mit allen Beteiligten, zudem werde es einen intensiven Austauch mit Peter Herrmann geben. Er hob noch einmal hervor als es in der Saison etwas rauer wurde der Austausch mit Fuat Kilic fair und mit offenen Visier erfolgte. Er wiederholte auch nochmal das Peter Herrmann hier nur ein sportlicher Berater ist, und keinesfalls den Sportdirektor oder Trainerposten einnehmen wird. Durch seinen Namen und Netzwerk erhoffe man sich das er Türen öffnen kann und den ein oder anderen Spieler zum Tivoli bewegen kann. Dr. Kall warf noch ein das Peter Hermann bestens vernetzt sei und sich auch in der Regionalliga hervorragend auskennt.
 
In der anschließenden Fragerunde wurde kontrovers diskutiert. Zum Beispiel nach der Frage einer Wiedereinführung einer zweiten Mannschaft. Es wurde unterschiedlich argumentiert, letztendlich spricht augenblicklich aber eine Finanzierung dieser Mannschaft dagegen. Kurz bevor die Veranstaltung zu Ende ging, wurde es doch mal etwas hitzig als das Thema “Pyro” auf dem Tisch kam. Nochmals wurden Strafen gegen die Gruppierung gefordert, das Privilegien gestrichen werden und Ross und Reiter genannt werden müsse. Von Vereinsseite erklärte man das man noch in der Auswertung sei und eine kollektive Bestrafung nicht zielführend ist. Auch unser Geschäftsführer Martin vom Hofe führte noch mal auf das es nicht so einfach ist diesen Leuten habhaft zu machen und alles seine Zeit braucht. Selbst die Vorkommnisse aus dem Bonner Finale sind noch nicht abschließend beendet. Allerdings gab Alemannia Präsident Martin Fröhlich zu verstehen das Alemannia nach den jüngsten Vorkommnissen eine empfindliche Strafe ereilen wird – da aber noch kein Urteil erfolgt sei wollte er nicht näher darauf eingehen. Alemannia hat die Problematik auf dem Schirm und wird die Straftaten verfolgen, aber dazu müssen die Leute identifiziert werden. Und es soll weiter geredet werden, denn Gespräche – auch wenn die aussichtslos erscheinen mögen – sind immer noch besser als Sanktionen die neue Probleme mit sich bringen. Ergänzend fügte unser Geschäftsführer hinzu das die Strafen, die sich diesen Jahr auf 20.000 Euro belaufen, zu 1/4 durch Pyro und 3/4 durch Personen oder sonstige Ereignisse zustande kamen. Unisono stellte man fest das man nicht alles pauschalisieren dürfe. Um es mit den Worten von Geschäftsführer Martin vom Hofe zu sagen: “Es ist ein Scheiß Thema“. Aus der Runde wurde angeregt das die Alemannia den Fangruppen auch mehr Rückendeckung gibt, wie z.B. bei Vorkommnissen in Köln wo im Kölner Stream die Alemannia als Nazi-Verein tituliert wurde. Da hätte man sich gewünscht das Alemannia sich vor den Fangruppen direkt stellt. Martin vom Hofe teilte mit das seitens Fortuna Köln eine Entschuldigung erfolgt sei und er das nicht weiter an der großen Glocke hängen wollte. Präsident Martin Fröhlich sagte man wolle dies auf- und mitnehmen.
 
Robert Moonen stellte dann zum Abschluss fest das genau 90 Minuten rum waren, und der offiziellen Teil der Veranstaltung um 21 Uhr beendet war. Abseits davon ging es dann mit Einzelgesprächen und Kaiserstädter weiter.
 
Abschließend gibt es dazu von mir noch eine kleine Zusammenfassung als YouTube Video. Viel Spaß :-)
 

 
 
 
 

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