Mensch was freu ich mich auf die neue Saison


 
 
Spürt ihr das Kribbeln? Wenn ihr das Internet durchforstet und ständig die Alemannia Webseite und die Alemannia Facebook Seite besucht? Gibt es was neues? Kommt da noch wer? Ein neuer Sponsor? Ein neuer Testspielgegner? Was macht unser Geschäftsführer eigentlich gerade wieder? Hat Christoph Pauli wieder was in der Aachener Zeitung geschrieben? Die Gedanken sind wieder in diesen Tagen sehr schwarzgelb geprägt.
 
Eine kurze Erinnerung zurück an die letzte Saison. Nach dem Sieg gegen Rot Weiss Essen Anfang April 2019 war dann auch sprichwörtlich die Luft raus in der Liga. Es folgte zwar noch ein Heimsieg gegen Verl, die letzten vier Partien gingen allesamt verloren, am Ende schleppzte man sich auf Platz 7 über die Ziellinie. Dabei war Platz 3 lange in Reichweite. Doch wen interessierte das noch? Der Fokus lag auf das Bitburger Pokalfinale 2019 in Bonn. Ein Jahr zuvor schnupperte man schon mal an den BitburgerPokal, verlor das Finale aber gegen Viktoria Köln mit 2:0 nach Verlängerung. Nun traf man auf den 3. Liga Absteiger Fortuna Köln, der komischerweise die Partie von 2013 in Erinnerung rief. Damals war die Alemannia aus der 3.Liga, nicht nur sportlich, abgestiegen und Fortuna in der Regionalliga West ein Spitzenteam. Im Finale unterlag man der Fortuna mit 2:1. Die Vorzeichen waren nun umgekehrt und die Alemannia gewann diesesmal vor einer Heimkulisse mit 3:1 und holte den Pott endlich zum Tivoli.
 

 
Welch eine Symbolkraft dieser Pokalsieg haben sollte, ist für einen Nicht-Alemannen nicht zu erschließen. Der Verein, die Fans, die Sponsoren, dürsteten nach diesem sportlichen Erfolg nach einer langen Durststrecke mit negativen Verlauf der letzten Jahre in der Vereinshistorie. Zwei Insolvenzen musste man über sich ergehen lassen, sportlich glänzte man zu selten, die Fans wurden zuletzt auch immer weniger. Alemannia Trainer Fuat Kilic musste Jahr für Jahr eine neue Mannschaft aufbauen und das möglichst schnell, damit der Blick lange genug nach oben ging und die Spannung in der Liga hochhielt. Der finanzielle Etat war gerade so ausreichend, und mit viel Geschick konnte man einige Spieler zum Tivoli bewegen die anderswo mehr auf dem Konto bekommen hätten. Dennoch reichte es nicht aus um große Sprünge zu machen. Bis zur letzten Saison. Da konnte man nun endlich die Spielerverträge vorzeitig verlängern so das der Kern der Mannschaft zusammenblieb. Es dauerte aber doch bis zur Sommerpause bis auch der letzte seinen Namen unter dem Vertrag zeichnete. Persönlich habe ich mich gewundert das der ein und andere Spieler gehalten werden konnte. Und so scheint es das sich irgendwo in Aachen, so am Tivoli herum gerade etwas großartiges auf tut. Mit dem Gewinn des Bitburger Pokal bekam man nicht nur ein hübsches Sümmchen auf das Konto überwiesen, man war auch für den DFB-Pokal qualifiziert – was gleichbedeutend mit dem Los Bayer Leverkusen eine weitere gute Einnahme darstellt. Nach langer Zeit noch mal ein ausverlaufter Tivoli? Unmöglich erscheint es nicht.
 

 
Mit den Neuverpflichtungen und den ersten Auftritten der Mannschaft in den Testspielen kann man sehr zufrieden sein, es macht die große Lust auf mehr. Zu sehen auch den langen Schlangen im Tivoli Fanshop, wo die Fans anstehen um sich die Pokaltickets zu sichern. Wie lange haben wir das nicht mehr gesehen? Der Run auf die Dauerkarte rundet das Ganze noch ab, die 3.000 Marke ist gewaltig am wackeln. So ein bisschen Euphorie ist wieder im und um den Tivoli herum zu spüren, findet ihr nicht? Es ist lange her das der Puls schon weit vor dem ersten Spieltag im “Heya Heya Alemannia” Modus ist. Sind wir diesmal auf dem richtigen Weg, hinaus aus der Regionalliga West? Oder schlagen wir zumindest die richtige Richtung ein? Ob es mit dem Aufstieg klappt, wer weiß das schon. Da muss alles passen, und vor allem der Top-Favorit Rot Weiss Essen hat den größeren Druck mit seiner extrem guten Finanzlage. Was uns unterscheidet dieses Jahr? Spielerwert gegen mannschaftliche Geschlossenheit? Man wird es sehen am Ende der Saison. Mit Rot Weiß Oberhausen, Fortuna Köln, Sportfreunde Lotte, SG Wattenscheid, Wuppertaler SV und den ganzen anderen Vereinen wird es eine spannende Saison werden. Sollten wir die ersten Spiele gegen Wuppertal und Düsseldorf erfolgreich bestreiten, dazu noch im DFB-Pokal gegen den Championsleague Teilnehmener Bayer 04 Leverkusen glänzen, dann könnte es ganz schnell gehen das der Tivoli wieder wackelt wie zu besten Zeiten. Genauso schnell aber kann das Euphoriepfänzchen wieder verdörren, wenn der Kopf nicht bereit ist für große Taten.
 

 
Sonntag ist die Saisoneröffnung in der Aachener City, am und um den Fanshop herum in der Kleinköln Straße. Warum? Weil wieder der Soerser Sonntag des CHIO genau überkreuz liegt mit der alemannischen Saisoneröffnung. Das mag den einen nicht schmecken, aber hey. Wichtig ist das es wieder ein großes Familientreffen wird, und die Alemannia weiter präsenz zeigt in und um Aachen herum. Denn wann gab es zuletzt mal so lange so positive Schlagzeilen mit unserer Alemannia? Selten war es so ruhig innerhalb und außerhalb der Gremien. Zu ruhig? Das die Alemannia im augenblick da steht wo sie steht, ist sicherlich auch ein Verdienst der Mannen um den Aufsichtsrat der Alemannia herum. Und sicherlich auch durch unseren Präsidenten, den manche ja die Kompetenz absprechen. Mehr geht immer, in allen Belangen, aber soviel verkehrt gemacht haben kann man sicher auch nicht. Denn dann würde es am Tivoli anders aussehen. Manche werfen ein das es nur dem Glück zu verdanken ist, das die finanzielle Lage durch den Pokalsieg und DFB-Pokal übertüncht geworden ist. Ja, kann so sein, und wenn schon. Glück hat nur der Tüchtige. Und dazu haben alle Alemannen in der letzten Saison beigetragen. Diese Saison werden wir sicherlich auch Glück brauchen, also lasst uns tüchtig bleiben.
 
In diesem Sinne – Heya Heya Alemannia :-) Es kribbelt wieder!
 
 
 
 

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