Großflächige Arbeiten rund um den Tivoli


 
 

Ende März konnte man lesen das am Tivoli die Mängelbeseitung begonnen hat. Nach einer Einigung im Rechtsstreit mit dem Generalunternehmen Hellmich wurde ein Punktekatalog erstellt der nun langsam und sichtbar abgearbeitet wird. In der Sommerpause wurde bereits angefangen am Stadiondach die vorderen durchsichtigen Elemente zu erneuern. Diese waren teils aus der Führung gesprungen und teils waren bereits die Verschraubungen gelockert.

 

Die durchsichtigen vorderen Elemente am Stadiondach werden zur Zeit erneuert

 

Ebenfalls wurde in der Sommerpause der Tivoli Rasen erneuert. Nach mehr als sieben Jahren war das auch irgendwo dringend nötig, denn die Greenkeeper haben jahrelang aus ganz wenig ganz viel gemacht. Zudem konnte Dank Unterstützung, z.B. vom Nachbarn 1. FC Köln, zwischendurch neuer Rasen eingesät werden. Aber irgendwann ist diese Flickschusterei dann doch zu Ende. Nun erstrahlt der neue Rasen wie ein Teppich. Auch in den Kabinen wurde renoviert, altes Möbilar wurde ausgetauscht, die Wände verdienten nicht nur wegen diverser Schimmelbildung einen neuen Anstrich samt Mängelbeseitigung. Seit dem Geschäftsführer / Stadion Manager Bernhard Deil von der Aachener Beteiligungsgesellschaft (ASB) das Ruder übernommen hat, kommt Bewegung in der Sache und im Stadion. Bernhard Deil ist nicht nur Fan, er will den Tivoli auch repräsentativ aufgestellt wissen. Man erinnert sich noch nach der ersten Insolvenz, als Tivoli Fanshop und Klömpschensklub durch ein Fitnessstudio ersetzt werden sollten! Nicht so mit Bernhard Deil, der als ausgewiesener Fussballfachmann nicht nur wesentliche im Blick hat, sondern eben auch darüber hinaus. Ein Glücksfall für die Alemannia in der täglichen Zusammenarbeit.

 

Bernhard Deil – Geschäftsführer der Aachener Beteiligungsgesellschaft (ASB)

 

Ab September werden dann für alle sichtbar die großen Problemfelder angegangen, die voraussichtlich mehrere Wochen dauern werden. Insgesamt werden dann rund 6.600 Quadratmeter Fläche erneuert. Dies umfasst den gesamten Platz zwischen Parkhaus und Stadion auf beiden Seiten hinter der Westtribüne sowie die Fläche auf der großen Freitreppe zum Haupteingang. Zwischen Parkhaus und Haupteingang liegen die Aufstiegssteine der Helden von 2006. Wer sich diese heute anschaut wird Mühe haben dort auch nur einen Namen noch vernünftig lesen zu können. Auch diese werden im Zuge der Arbeiten saniert, so das man am Ende wieder erkennt wer unsere Aufstiegshelden von 2006 waren.

 

Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Aufstiegssteine der Helden von 2006 wieder neu erstrahlen (2009)

 

So ähnlich könnte es aussehen ab September 2019, wenn die Steine entfernt wurden (Foto von 2009)

 

Auf dem oberen Platz der Freitreppe zwischen Parkhaus zum Haupteingang werden die Pflaster entfernt sowie das Splittfeld, die Leuchten, Gullys, Rinnen und Kabel. Nach dem erneuern des Estrich wird dort eine große Drainagematte ausgelegt die zukünftig gewährleistet dass das Wasser vom Stadion weg in die entsprechenden Rinnen und Gullys abfließt. Dann kommen auch die Steine der Aufstiegshelden wieder an Ort und Stelle.

 

Auch zwischen den beiden Parkhaus Einfahrten und Tivoli Stadion hinter der Westtribüne werden größere Arbeiten sichtbar werden. Hier hat auch das Wasser jahrelang die Steine angehoben so das diese schon zwischenzeitlich teilweise wieder entfernt werden mussten. Im Bereich vor dem Südwest Eingang werden die Steine entfernt und durch eine geschlossene Grip-Asphaltschicht, die optisch der Farbe der Steine entspricht, ersetzt.
 

Die Steine werden ersetzt durch eine geschlossene Grip-Asphaltschicht (Foto 2009)

 

Auch am Nord-West Eingang werden die Steine saniert (Foto 2009)

 

Für die Aachener Beteiligungsgesellschaft (ASB) und deren Geschäftsführer Bernhard Deil wird dies eine große Herausforderung werden. Denn die Arbeiten werden auch beim laufenden Betrieb des Stadions an Spieltagen weitergehen. Dort gilt es dann neue Wegführungen zu suchen damit die 5.000 – 8.000 Zuschauer auch in den jeweiligen Bereich des Stadions gelangen können. Ebenso muss der Zugang zum Spielkasino in der Westtribüne gewährleistet bleiben. Anders als bei den Regionalliga Spielen gibt es hier keine Pausen sondern ein fast rundum Betrieb. Bis zu fünf Monate sollen die Arbeiten andauern, mit Beginn des neuen Jahres sollen die Arbeiten dann abgeschlossen sein.
 
Für die Stadt Aachen, Besitzerin des Stadions, kommen zum Glück keine neuen Kosten hinzu. Durch einen einvernehmlichen außergerichtlichen Vergleichs im Jahr 2018 zwischen Stadionbauer Hellmich und der Aachener Beteiligungsgesellschaft (ASB) konnten die Arbeiten mit rund 1,3 Millionen Euro beziffert werden, die das Generalunternehmen Hellmich übernimmt und somit der Mängelbeseitigung nachkommt.

 
 
 
 

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