Einzug im Bitburger Pokalfinale 2019/2020


 
 
Mit kleinem Kader auf ungewohnten Geläuf (Kunstrasenplatz) und mit jeder Menge Heckmeck vom Gegner, konnte sich die Alemannia dennoch souverän beim Mittelrheinligisten FC Pesch mit 2:1 am Ende durchsetzen. Die beiden Tore für die Alemannia erzielte Stürmer Vincent Boesen, der damit den dritten Bitburger Pokal Finaleinzug hintereinander perfekt machte.
 
Nach genau 161 Tagen wurde es wieder ernst für die Alemannia, so lange war es seit dem letzten Pflichtspiel her bis Corona alles Durcheinanderwürfelte und es zum Lockdown kam. Im Alemannia Troß nach Köln fehlten neben den Langzeitverletzten Leon Gaedicke und Sebastian Schmitt auch Andre Wallenborn, Muja Arifi und Dustin Zahnen, die verletzungsbedingt ausfielen. So saßen neben den angeschlagenen Spielern Robin Garnier und Matti Fiedler noch U19 Spieler auf der Auswechselbank. Dennoch konnte Coach Stefan Vollmerhausen eine gute Truppe auf dem Platz bringen, die mit den drei Neuzugängen Joshua Mroß (Tor), Oluwabori Falaye (Außenstürmer) sowie Takashi Uchino (rechter Verteidiger) bestückt war. Das Spiel in der Helmut-Kusserow-Sportanlage fand bei schwülen Wetter um die 30 Grad statt, und die Temperatur stieg einigen Kölnern wohl etwas zu sehr in dem Kopf.
 
Bevor der Anstoß überhaupt erfolgte, schon hier zögerter der FC Pesch ganze fünf Minuten hinaus, gab es wohl eine eher hässliche E-Mail Schlacht seitens der Kölner im Vorfeld. Der Mittelrheinligist, der in der ersten Runde bereits Regionalligist Fortuna Köln mit 2:0 eliminierte, unterstellte der Alemannia das ein Corona-Verdachtsfall unterschlagen wurde. Das führte neben einem energischen Dementi der Alemannia dazu das auch der Fußball Verband Mittelrhein (FVM) eingeschaltet werden musste. Das schien die Kölner aber nicht zu stören, man verpasste der Alemannia eine Kabine am Spieltag die so weit weg war das die letzten Meter noch mit dem Bus zurückgelegt werden musste. Der Underdog aus Köln versuchte mit allen Mitteln den Favoriten aus Aachen einzuschüchtern, egal in welcher Form. Das zeigte sich dann auch auf dem Spielfeld. Während die Alemannia schon auf dem Platz stand und bereit zum Anstoß war, kamen die Spieler vom FC Pesch eher behäbig auf das Feld und mussten sich noch lange beraten – wahrscheinlich mit welchen Mitteln auf dem Platz man der Alemannia den Freck antun könnte. Mit sieben gelben Karten und einer gelb-roten Karte langte der Gastgeber ganz schön hin, und hatte Glück das der Schiedsrichter hier und da eher gemäßigt blieb. Denn als der Ball schon lange weg war, senste ein Kölner Spieler Takashi Uchino sehr rüde um das eigentlich nur mit einer roten Karte entsprechend gewürdigt werden musste. Diese blieb aber stecken.
 

Vincent Boesen traf zweimal

 
Alemannia erledigte ihre Aufgabe souverän, den frechen Kölnern gab man kaum Raum und nutzte frühzeitig die Chance zum 0:1. Kai Bösing setzte Vindent Boesen in Szene der alleine auf Pesch-Keeper (was für ein Kabänes im Tor) auftauchte und abgeklärt den Ball durch die Hosenträger ins Tor versenkte. Während man in der Folgezeit den Gegner im Griff behielt konnte man die eigenen Chancen nicht weiter nutzen, die mangelnde Chancenverwertung wird uns wohl weiterhin begleiten.  Ebenso wohl vorerst auch die Corona-Pandemie Bestimmungen, die im Bitburger Pokalhalbfinale nur 300 Zuschauer zuließen. 70 Alemannia Anhänger, die treusten der Treuen wurden bedacht, konnten sich eine Karte zum Preis von 25€ ergattern! Da dies schon unverschämt genug war, verzichtete die Alemannia auf ihren Anteil so das die Karte zwar immer 20€ kostete, aber der dicke Hals weniger anschwoll. Zum Glück konnten aber alle daheim gebliebenen via Internet Livestream von Rheinkick.TV das Spiel am heimischen TV genießen oder wo immer man gerade war. Draußen vor dem Stadion versammelten sich dann noch einige Alemannia Anhänger die von draußen mit lautstarken Gesang auf sich aufmerksam machte. Kurz vor der Halbzeit gab es dann noch eine sehr umstrittene Szene als Stipe Batarilo im Kölner Strafraum zu Fall kam, eigentlich eine klare Sache die einen Elfmeter zur Folge haben hätte müsste. Aber der Schiedsrichter bedachte eher den verwunderten Batarilo mit einer gelben Karte wegen einer Schwalbe!
 
In der zweiten Halbzeit wartete man eigentlich nur noch darauf wann unsere Alemannia endlich das 0:2 erzielen würde, während die Zeit auf der Uhr langsam aber sicher verrann. Eine gute Viertelstunde vor Schluss, der FC Pesch hatte eben noch offensiv gewechselt, segelte eine Flanke in den Aachener Strafraum und wurde nicht konsequent genug geklärt. Der Gastgeber blieb am Drücker, ein strammer Schuss wehrte unser Keeper Mroß nach vorne ab, den Abpraller blockte er auch noch aber beim Nachschuss von dem aufgerückten Abwehrspieler David Tonou war er dann chancenlos. Und schon war das passiert was nicht hätte passieren dürfen – der Ausgleich der Kölner. Die schwarz-gelben waren kurz etwas beeindruckt. Man sammelte sich und wollte den Gang in eine mögliche Verlängerung, den der Rheinkick.TV Reporter minutenlang heraufbeschwor, unbedingt vermeiden. Und so segelte ein Freistoß aus dem Halbfeld an den langen Pfosten, wo Vincent Boesen den Ball am diesmal nicht so glücklich wirkenden Gästekeeper vorbei zum 1:2 einköpfte.
 

Vincent Boesen mit dem entscheidenden 2:1 Siegtreffer beim FC Pesch ???#RheinkickTV

Slået op af Die KartoffelkäferSøndag den 16. august 2020

 
Der FC Pesch versuchte nochmal alle Register zu ziehen, die meist mit einer gelben Karte endeten, und kurz vor Schluss auch für den Torschützen David Tonou die gelb-rote Karte bereit hielt. Alemannia ließ nichts mehr zu, und zog am Ende verdient und trotz aller widrigen Umstände zum dritten Mal hintereinander in das Bitburger Pokalfinale ein. Dort trifft man auf dem letztjährigen Pokal-Halbfinal-Gegner 1. FC Düren, der bereits am Samstag den Ligakonkurrenten Viktoria Arnoldsweiler mit 2:0 bezwang und somit zum ersten mal im Bitburger Pokalfinale steht. Als Titelverteidiger und klassenhöchster Verein ist die Alemannia dieses mal natürlich der Favorit, aber in einem Endspiel gibt es den nur auf dem Papier. Denn beide Teams werden genug Motivation haben den Pott zu holen, den dem Sieger winkt in der ersten DFB-Pokal Runde der große FC Bayern. Und wenn man dort weniger als acht Tore kassiert darf man mit aller Bescheidenheit behaupten das man besser war als der FC Barcelona im Championsleague Viertelfinale gegen den FC Bayern (2:8). Aber zunächst geht es um den Landespokal. Und dieser wird am Samstag um 16.45 Uhr im Sportpark Nord in Bonn ausgetragen.
 
 

 
Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wird das Bitburger-Pokalfinale 2020 als „Geisterspiel“ ohne Zuschauer ausgetragen. Die laut Coronaschutzverordnung höchstmögliche Besucherzahl von 300 Personen steht den Vereinen und dem Veranstalter für die Organisation des Spiels zu Verfügung. Daher werden für das Finale keine Tickets im Vorverkauf oder an der Tageskasse angeboten. Auch die kostenlosen Tickets für Schiedsrichter und Trainer können an diesem Spieltag nicht ausgegeben werden. Das Spiel wird im Rahmen des bundesweiten Finaltags der Amateure in einer Live-Konferenz der ARD übertragen. Das gesamte Spiel ist zudem im Livestream auf sportschau.de zu sehen.
 
 
 
 

Das könnte dich vielleicht auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

zwölf − 3 =