Eine Hand am Pott


 
 
Am Samstag findet der Finaltag der Amateure statt, live in der ARD Konferenz oder im einzelnen ARD-Livestream via Internet. Für alle Verein im jeweiligen Landespokal geht es nicht nur um den jeweiligen Pokal sondern auch für die Qualifikation zur ersten DFB-Pokal Hauptrunde, die bereits am 26. Juli 2020 ausgelost wurde. So weiß nun schon jeder Teilnehmer im voraus auf wem er bei einem Landespokalsieg in der ersten Runde des DFB-Pokal 2020/2021 treffen wird.
 
Für Alemannia Aachen und dem 1. FC Düren, die beiden Finalisten im Bitburger Pokalfinale des Fußballverbandes Mittelrhein, ist es das größte Los was man zugelost bekommen hat. Der Pokalsieger vom Mittelrhein wird auf dem Deutschen Meister und DFB-Pokalsieger (und vielleicht Champions League Sieger) FC Bayern München treffen. Eine bessere Motivation den Pokal zu gewinnen bzw. zu Verteidigen gibt es wohl nicht. Das DFB-Pokalspiel wird als  Livespiel bei SPORT1 übertragen (Freitag, 12. September 2020 um 20:45 Uhr). Neben der überregionale Medienpräsenz lässt sich dieses Spiel bestimmt ganz gut vermarkten, für die Alemannia ein Segen bei der momentan klammen Kasse. Da die Coronaschutzverordnung in NRW weiterhin gültig ist, wird das Endspiel im Bitburger Pokal ohne Zuschauer ausgetragen. Ob und wie viele Zuschauer bei einem möglichen DFB-Pokal Spiel zugelassen sind, steht noch in den Sternen. Die Tendenz wird aber, nach den bisherigen steigenden Corona-Infektionzahlen, wohl darauf hinauslaufen das es keine Zuschauer geben wird.
 

 
Unsere Alemannia steht zum dritten mal hintereinander im Bitburger Pokalfinale, und ist als Titelverteidiger der Favorit in diesem Spiel. Allerdings wird der 1. FC Düren auf Augenhöhe spielen, denn der neue Kader ist mehr als nur ein Mittelrheinligist. Erst am 30. November 2017 wurde der heutige 1. FC Düren gegründet mit der Übernahme der beiden Vereine vom FC Düren-Niederau und SG GFC Düren 99. Das Amt des Präsidenten übernahm der Landrat des Kreises Düren Wolfgang Spelthan der attraktive Sponsoren an Land ziehen konnte. Das Ziel der ambitionierten Dürener ist die Regionalliga West, die man nach dem letztjährigen Platz 2 der abgebrochenen Mittelrheinliga nun fest ins Visier nimmt. Aber nicht nur die erste Mannschaft hat hochgesteckte Ziele, auch die Nachwuchsmannschaften sollen schnell in die A. bzw. B-Junioren-Bundesliga aufsteigen. Um das vorrangige Ziel Regionalliga zu erreichen hat man diese Saison reichlich Erfahrung aus der Regionalliga eingekauft. Mit Torhüter Patrick Bade (Rot Weiß Oberhausen, Mario Weber, Adis Omerbasic, Markus Wipperfürth (Bonner SC), Marc Brasnic (Berliner AK), David Bors und David Pütz (Alemannia Aachen) steht eine große Anzahl an Erfahrung im Dürener Kader. Mit einem Bitburger Pokal Sieg und der Teilnahme am DFB-Pokal würde man sich schon im dritten Jahr die gesteckten Ziele vergolden. Letztes Jahr trafen sich beide Mannschaften im Bitburger Pokal Halbfinale, das die Alemannia vor 5.900 Zuschauer mit 2:0 für sich entscheiden konnte. Mit dem diesjährigen Sieg im Halbfinale gegen Viktoria Arnoldsweiler (2:0) ziehen die Dürener zum ersten mal in ihrer jungen Geschichte im Bitburger Pokalfinale ein.
 

Wir sind Alemannia Aachen. Wir sind Regionalligist. Wir sind der Titelverteidiger

 
Dem gegenüber steht unsere Alemannia als Titelverteidiger und mit nicht minder großer Motivation das Finale zu gewinnen. Nicht nur finanziell muss man schon den Pokal verteidigen um den kleinen Kader weiter aufzurüsten, auch von der Reputation her muss der aufstrebende Stern unweit von Aachen im Zaum gehalten werden. Auch wenn die Favoritenrolle keine Rolle spielen kann, als amtierender Titelverteidiger und klassenhöchster Verein ist man auf dem Papier der Favorit. Es geht um viel und so wird es sicherlich einen offenen Schlagabtausch geben ohne taktisches Geschiebe. Mit Abpfiff wird der Bitburger Pokal 2019/2020 beendet sein, der Coronabedingt statt Mai 2020 nun im August sein Ende findet. Das hat zur Folge das einige Spieler, die diesen Pokal bis zum Viertelfinale begleitet haben, mittlerweile nicht mehr an Bord sind. Auch nicht Ex-Coach Fuat Kilic, dem dieses Finale “verwehrt” wurde mit Ablauf seines Vertrages Ende Juni 2020. Auf dem Aachener Schlachthof wird allerdings hinter vorgehaltener erzählt das nicht nur er sondern auch die ehemaligen Spieler diesem Spiel beiwohnen können ;-). Für uns anderen bleibt nur der ARD-Livestream im Netz um die Mannschaft zu unterstützen. Eine Fahrt nach Bonn, wie wohl von einigen geplant wird, kann man sich schenken. Der Bonner Sportpark wird weiträumig abgeriegelt sein laut FVM (Fußball Verband Mittelrhein) und der Stadt Bonn. Die Energie sollte man eher dafür einsetzen das man der Mannschaft – im Erfolgsfall – einen entsprechenden Empfang in Aachen bereitet nach ihrer Rückkehr. Wer erinnert sich nicht an die letztjährige Party im Klömpchensklub?
 
 
Übersicht Finaltag der Amateure:
 
Landespokal Schleswig-Holstein
VfB Lübeck (3.Liga) – SV Todesfelde (SH Liga)
Der Sieger trifft auf VfL Osnabrück
 
Landespokal Hamburg
Eintracht Norderstedt (RL Nord) – TSV Sasel (OL Hamburg)
Der Sieger trifft auf Bayer Leverkusen
 
Landespokal Bremen
Blumenthaler SV (Bremen-Liga) – FC Oberneuland (RL Nord)
Der Sieger trifft auf 1. FC Köln
 
Landespokal Niedersachsen
MTV Gifhorn (OL Niedersachsen) – MTV Eintracht Celle (LL Lüneburg)
Der Sieger trifft auf dem FC Augsburg
 
BSV SW Rehdern (RL Nord) – TSV Havelse (RL Nord)
Der Sieger trifft auf 1. FSV Mainz 05
 
Landespokal Mecklenburg-Vorpommern
Torgelower FC Greif (OL NOFV-Nord) – FC Hansa Rostock (3.Liga)
Der Sieger trifft auf VfB Stuttgart
 
Landespokal Berlin
FC Viktoria 1889 Berlin (RL Nordost) – VSG Altglienicke (RL Nordost)
Der Sieger trifft auf 1. FC Köln
 
Landespokal Brandenburg
Union Fürstenwalde (RL Nordost) – SV Babelsberg (RL Nordost)
Der Sieger trifft auf VfL Wolfsburg
 
Landespokal Sachsen
Chemnitzer FC (RL Nordost) – FC Eilenburg (OL NOFV-Süd)
Der Sieger trifft auf TSG Hoffenheim
 
Landespokal Thüringen
FSV Martinroda (Thüringenliga) – Carls Zeiss Jena (RL Nordost)
Der Sieger trifft auf SV Werder Bremen
 
Landespokal Westfalen
RSV Meinerzhagen (Westfaliga 2) – SV Schermbeck (OL Westfalen)
Der Sieger trifft auf SC Paderborn 07
 
Landespokal Niederrhein
Rot Weiss Essen (RL West) – 1. FC Kleve OL Niederrhein)
Der Sieger trifft auf Arminia Bielefeld
 
Landespokal Mittelrhein
1. FC Düren (OL Mittelrhein) – Alemannia Aachen (RL West)
Der Sieger trifft auf FC Bayern München
 
Landespokal Rheinland
FC Karbach (OL RP/Saar) – FV Engers (OL RP/Saar)
Der Sieger trifft auf VfL Bochum
 
Landespokal Saarland
FC Homburg (RL Südwest) – SV Elversberg (RL Südwest)
Der Sieger trifft auf 1. FC St. Pauli
 
Landespokal Hessen
FSV Frankfurt (RL Südwest) – TSV Steinbach Haiger (RL Südwest)
Der Sieger trifft auf SV Sandhausen
 
Landespokal Baden
FC Nöttingen (OL BW) – Waldhof Mannheim (3. Liga)
Der Sieger trifft auf SC Freiburg
 
Landespokal Südbaden
FC Rielasiengen-Arlen (VL Südbaden) – SV Oberachern (OL BW)
Der Sieger trifft auf Holstein Kiel
 
Landespokal Württemberg
TSV Balingen (RL Südwest) – SSV Ulm 1846 (RL Südwest)
Der Sieger trifft auf Erzgebirge Aue
 
Landespokal Bayern
1860 München (3. Liga) – Viktoria Aschaffenburg (RL Bayern) / Würzburger Kickers (2. Liga)
Der Sieger spielt gegen Eintracht Frankfurt
 
Sollte der künftige Zweitligist Würzburger Kickers im Halbfinale am 1. oder 2. September bei Viktoria Aschaffenburg siegreich bleiben, wäre 1860 fix im DFB-Pokal. Denn Würzburger Kickers haben mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga automatisch das Startrecht erspielt.
 
 
 
Restliche Partien im DFB-Pokal:
 
MSV Duisburg (3. Liga) – Borussia Dortmund (1. Liga)
Dynamo Dresden (3. Liga) – Hamburger SV (2. Liga)
Würzburger Kickers (1. Liga)- Hannover 96 (2. Liga)
FC Ingolstadt (3. Liga) – Fortuna Düsseldorf (2.Liga)
Karlsruher SC (2. Liga)  – 1. FC Union Berlin (1. Liga)
1. FC Magdeburg (3. Liga) – SV Darmstadt 98 (2. Liga)
1. FC Nürnberg (2. Liga) – Red Bull Leipzig (1. Liga)
SV Wehen Wiesbaden (3. Liga) – 1. FC Heidenheim (2. Liga)
Eintracht Braunschweig (2. Liga) – Hertha BSC Berlin (1. Liga)
 
 
 
 

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