Ein Abend für Werner Fuchs

 

Am 25. Oktober 2018 wäre “Mr. Alemannia” Werner Fuchs 70 Jahre alt geworden. Wenige Tage vor dem Wiederaufstieg der Alemannia 1999 verstarb er während eines Waldlaufes mit seiner Mannschaft im Paulinenwäldchen. Auch 20 Jahre später ist Werner Fuchs immer noch unvergessen, auf dem Tivoli weht bei jedem Spiel seine Fahne, in den Herzen der Familie, Fans und Spieler hat er ein festes zuhause. Die Alemannia und WABe e.V. luden deshalb am vergangenen Sonntag im Klömpchensklub zu einem familiären Abend ein um an einen großartigen Trainer und Menschen zu erinnern. Die Alemannia Fan Kneipe war geschmückt mit vielen Bildern von Werner Fuchs, die ihn in verschiedenen Perspektiven zeigten – ganz im Element als Trainer oder auch ganz privat. Diese Bilder kann man sich weiterhin im Klömpchensklub anschauen – und hier weiter unten.
 
Alemannia Präsident Dr. Martin Fröhlich begrüßte um 18 Uhr über 60 Gäste. Neben Monika Fuchs, Marco Fuchs nebst Frau und Töchterchen waren auch die ehemaligen Spieler Stephan “Lämmi” Lämmermann, Mario Krohm, Christian Schmidt und Henri Heeren anwesend. Carsten Schmidt (in der Pratsch), Michael Thoma (WDR) und Stadionsprecher Robert Moonen komplettierten die Runde. Frank Schmidt wäre auch gerne gekommen, aber da er sich mit seiner Mannschaft auf das DFB Pokalspiel vorbereiten musste ließ er die besten Grüße ausrichten das er im Herzen immer noch ein Alemanne ist. Unser Stadionsprecher moderierte dann auch durch den Abend, abwechselnd mit unserem Präsidenten. Zunächst wurde als ein Einleitung ein kleiner Film gezeigt, der die wichtigsten Stationen aus der Aufstiegssaison zeigte. Wer damals dabei gewesen ist bekam schnell eine Gänsehaut, denn es war als wäre es erst gestern gewesen. Schon da musste man sich die eine und andere Träne verdrücken.
 
Im Anschluss wurden die Beteiligten gefragt was für ein Mensch denn Werner Fuchs gewesen ist. Und unisono war von allen zu hören das er nicht nur menschlich sondern auch ein sehr bodenständiger Trainer gewesen ist. Er kannte nicht nur die Geburtstage der Spielerfrauen, er kannte auch den Geburtstag der Kinder und ließ es sich nicht nehmen persönlich zu gratulieren. Ebenso sorgte er auch dafür das die Fans mit in dem Mannschaftsbus mit nach Hause fahren konnten, wenn es bei einem Testspiel zu spät geworden war.
 
Es gab an diesem Abend viele kleine Anekdötchen zu hören. Christian Schmidt erzählte das es damals, im Gegensatz zu heute, keine Torwarttrainer gab und Werner Fuchs das selbst gemacht hat. Bei der Weihnachtsfeier wollte er früher gehen weil am nächsten Tag ein Training angesetzt war. Werner meinte er solle bleiben, so schlimm würde es nicht werden. Am nächsten Tag habe er und Lenz gekotzt im Training :-). Auch Mario Krohm erzählte in höchsten Tönen von seinem Coach. Auch wenn er auf er auf der Bank musste, er hatte es ihm nie übel genommen und keine Probleme damit gehabt. Werner wusste halt wie man Leute motiviert, auch als beim Schmuddelwetter der Rasen im Tivoli tief war. Da sagte Werner zu ihm “du spielst heute nicht, du bist zu dick”.
 
Das Werner Fuchs nicht nur dort einen feinen Humor bewies erzählte Robert Mooren anhand einer weiteren Geschichte. Nach dem Sieg gegen Preußen Münster (1:0 durch Henri Heeren) sagte er “ausgerechnet ein Holländer schießt uns zum möglichen Aufstieg“. Für die Mannschaft hingegen, so erzählten es die vier Spieler jedenfalls, war der Auswärtssieg in Siegen das entscheidende Spiel wo man an einen möglichen Aufstieg glaubte. Denn trotz das man gefühlt nur zwei Minuten in der Siegener Hälfte war, und diese gefühlt 30 Eckbälle hatten, gewann man dort mit 1:0. Den Alemannen war das Verlieren abhanden gekommen, denn man wusste nicht mehr wie verlieren sich anfühlt. Robert erzählte auch das Werner Fuchs keinen Sportdirektor brauchen konnte, er musste den Spieler, den er verpflichten wollte, selbst sehen und mit ihm sprechen um das Gefühl zu haben das es passt. Da wollte er sich von niemanden reinreden lassen. Und genau so hat er auch das letztlich erfolgreiche Team zusammengestellt.
 
Es gab natürlich auch Fragen nach dem Tag den niemand vergessen würde, als man im Paulinenwäldchen laufen war und Werner Fuchs zusammenbrach. Die Spieler erzählten bedrückend ihre Sichtweise von damals, aber sagten auch das es keine Frage gewesen sei das man in Erkenschwick antreten würde. Die Mannschaft funktionierte und das war ein Verdienst von Werner. Sie erzählten auch wie sehr sie zusammengerückt waren in den Tagen danach und viel zusammen gewesen sind. Natürlich wurde “Lämmi” auf seine unvergesslichen Szene angesprochen, als er nach seinem Tor auf das große Werner Fuchs Transparent zulief und es umarmte. Da bekam man wie damals einfach Gänsehaut. Es wurden noch einige andere Anekdötchen erzählt und die Zeit ging viel zu schnell vorüber.
 
Am Ende bedankte sich Marco Fuchs bei der Alemannia und allen Gästen und Fans. Er fand es beeindruckend das auch nach 20 Jahren die Erinnerung an Werner Fuchs so hochgehalten wurden und unvergessen blieb. Ein besseres Schlusswort konnte da auch unser Präsident nicht mehr anbringen der sich ebenfalls bedankte. Zum Abschluss bekamen die Spieler und Talkgäste noch ein Trikot geschenkt.
Ein wirklich rundum gelungener Abend, wo man wirklich Danke Danke an Alemannia und die WABe e.V sagen muss, die die Gäste nicht nur hervorragend versorgt hat sondern auch sämtliche Getränke und Speisen gratis waren.   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

20 − elf =