Nach der Pokalniederlage in Bonn sickerten bereits die ersten Namen der Neuzugänge durch, die Geschäftsführer Martin Bader bereits angekündigt hatte. Der Reviersport war da der schnellste, denn mit Tjorben Uphoff vom Ligakonkurrenten Wuppertaler SV, wechselt der Kapitän und absoluter Leistungsträger zum Tivoli. Man fragt sich zum einen wieso der WSV den Vertrag von Uphoff nicht verlängert hat, zum anderen fragt man sich wieso er ausgerechnet zum Tivoli kommt? Vor rund einem Jahr war seine Zukunft beim damaligen finanziellen klammen WSV nicht gesichert, so hatte er Angebote vom Drittligisten VfB Lübeck und vom Regionalligist Rot Weiß Oberhausen. Am Ende blieb er in Wuppertal. Tjorben Uphoff ist ein unbequemer Spieler in der Abwehr, manche sprechen von einem “Dreckssack”. Genau so ein Spieler der bei uns fehlt wie man in dieser Saison live miterleben konnte. Der 26-jährige Innenverteidiger absolvierte 109 Spiele für den WSV und ist mit sechs Toren nicht ganz ungefährlich, vorzugsweise traf er gerne gegen die Alemannia – wie wir leidvoll wissen. Mit seinen 1.91m passt er gut in die Abwehr neben, ja neben wen? Zur Auswahl stehen aktuell Peter Hackenberg, Alexander Heinze und Matti Fiedler. Außerhalb des Platzes ist Tjorben Uphoff auch nicht untätig, neben dem Fußball feilt er an gleich mehreren Standbeinen. Nach seinem Studium im Sportmanagement hat er nebenbei auch ein Kleingewerbe, so bringt er mittels Bilder auf Leinwänden uns lässt seiner künstlerischen Ader freien Lauf.
 
Mit Dino Bajric vom Ligakonkurrent Sportfreunde Lotte wechselt ein Spieler für das defensive Mittelfeld zum Tivoli. Der 25-jährige kam über die Jugend des VfL Osnabrück 2013 als A-Jugendlicher zum 1. FC Kaiserslautern. Dort absolvierte er von 2014 bis 2018 bei Kaiserslautern II, TuS Koblenz und Wormatia Worms 128 Spiele (9 Tore) in der Regionalliga Südwest eher er in die Regionalliga Nord zum BSV Rehden wechselte und dort 23 Spiele absolvierte. Vom Norden ging es in den Westen, zu den Sportfreunden aus Lotte. Dort absolvierte in der Saison 2020/2021 insgesamt 35 Spiele und erzielte drei Tore. Mit 186 Spielen in den diversen Regionalligen bringt er trotz seines jungen Alters eine Menge Erfahrung mit.
 
Lars Oeßwein ist der dritte Neuzugang und kommt vom 1. FC Kaiserslautern II. Der 23-jährige pfeilschnelle Spieler soll die linke Außenbahn beackern und ist immer noch bestrebt den Sprung in den Profifussball zu schaffen. Er konnte zwar bei der ersten Mannschaft des 1.FCK öfters mittrainieren, zum Sprung in den Kader reichte es aber noch nicht. Aus der Jugend des 1. FCK führte sein Weg über den VfB Stuttgart II, FSV Mainz II und dem FK Pirmasens durch die Regionalliga des Südwesten. Aber nicht nur links Außen kann er spielen sondern auch als linker Verteidiger. Denn sein Trainer Gunther Metz schulte ihn zum Linksverteidiger um, so das er vielfältig einsetzbar ist. Nach dem Abstieg in der Oberliga mit dem 1. FCK II sucht er nun eine neue Herausforderung, die er nun in Aachen gefunden hat.
 
Ebenfalls von der zweiten Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern soll Tim Buchheister zum Tivoli wechseln. Der 22-jährige beidfüssige Stürmer absolvierte bis zum Abbruch der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar acht Spiele und erzielte drei Treffer. Vier weitere Tore bereitete er vor. Der gebürtige 1.86 große Heidelberger stammt aus der Jugend von Astoria Walldorf.
 
Zusammengefasst kann man zufrieden sein mit den ersten Neuzugängen. Mit Tjorben Uphoff hat man sogar einen Top-Spieler nach Aachen bewegen können. Mit Dino Bajric kommt ebenfalls ein erfahrener Spieler zum Tivoli während Lars Oeßwein genau das Talent ist das hier den nächsten Schritt absolvieren soll. Es klingt komisch aber alleine diese drei Namen machen mir schon wieder eine Vorfreude auf die kommende Saison, denn diese Spieler stehen für das was Alemannia kommendes Jahr uns Fans bieten will. Und mit Uphoff haben wir endlich wieder einen Spieler der auch verbal und mit Körpersprache die Marschrichtung angeben kann. Nun sind wir gespannt wer noch zum Tivoli kommt.
 
 
 
 

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