Der etwas andere Jahresrückblick

 

Ein kleiner Jahresrückblick der Alemannia der besonderen Art. Ich habe mir für jeden Monat ein passendes Bild herausgesucht was in dem Monat passiert ist neben den Alemannia Spielen. Es musste nicht immer das große Spiel sein – abgesehen von den Pokalspielen – oder die negative Ereignisse wie Pyro oder das Kilic und Spieler Bashing im Internet. Nein, mir ging es ehr um die Themen die drumherum geschrieben wurden, die mal anders sind als die üblichen Rückblicke. Aber natürlich, der Fußball und die Triumphe bleiben nicht unerwähnt. Es ist eine von mir persönliche Auswahl geworden, vielleicht erinnert sich der eine und andere an dieses und jenes was in diesem Jahr gewesen ist.

 

 

Januar 2019

 

Den sechs ermordeten Alemannen (Erich André, Eduard Levy, Fritz Moses, Max Salomon, Robert Salomon und Hans Silberberg), die während der Nazi-Herrschaft in Konzentrationslagern ums Leben kamen, wird eine besondere Ehre zuteil. Sie bekommen jeweils einen Stolperstein mit ihren Namen, verlegt von Künstler Gunter Demnig. In ganz Europa hat er mittlerweile rund 75.000 Stolpersteine verlegt, zur Ehrung der damals ermordeten und teils unbekannten jüdischen Mitbürger. Das besondere an den Stolpersteinen ist das man sich vor dem Opfer quasi verneigt, wenn man den Namen lesen möchte. “Ein Mensch ist erst vergessen wenn sein Name vergessen ist,” so Künstler Gunter Demnig.

 
 

Februar 2019

 

Robin Garnier war der erste Spieler der frühzeitig seinen auslaufenden Vertrag bei der Alemannia verlängerte. Nach einer fabelhaften Saison für ihn setzte er ein Zeichen und wollte den Weg der Alemannia weiter mitgehen. Nach ihm unterzeichneten noch viele andere Spieler neue Verträge am Tivoli, auch von Spielern von denen man es nicht vermutet hätte. So konnte nach langer Zeit endlich wieder ein Stamm am Tivoli gehalten werden.

 
 

März 2019

 

Der Block S4 wurde vor einem Jahr meine neue Heimat, neben dem Familienblock. Hier trifft man liebe Menschen, Fans bis ins Mark und nicht weniger verrückte wie man selbst ist. Manche behaupten sie gehen nur noch deswegen hin, und nicht nur wegen der Alemannia. Blödsinn! Von hier aus hat man alles im Blick, die Fans, die Spieler, den Trainer und die Gäste. Der Stehplatz ist gut und schön, es gibt ausreichend Platz. Zeit das sich dies wieder ändert. Ich spüre das es nicht mehr lange dauert :)

 
 

April 2019


 

Der Trainer legte vor, sein Verbleiben über die Saison 2020/2021 hinaus sollte nur durch ein Aufstieg möglich sein. Von der Regionalliga hatte er genug. Dafür wurden die Weichen gestellt mit dem Verbleib des Großteil des Kaders. Obwohl alles in die richtige Richtung lief musste man vier Monate später erkennen das der Weg ziemlich steil ist um höhere Ziele zu erklimmen – und Geduld gefragt ist.

 
 

Mai 2019

 

Im Mai wurde es tatsächlich wahr. Scheiterte man ein Jahr zuvor noch an Viktoria Köln im Finale (0:2 n.V.) wurde dieses Jahr endlich der Bitburger Pokal nach Aachen geholt. Mit einem 3:1 Sieg über 3.Liga Absteiger Fortuna Köln war der Pott in unseren Händen. Es wurde gefeiert wie bei einem Aufstieg. Alle dürsteten nach diesem Triumph, nach einer langen Zeit der Entbehrung und Tiefschläge. Endlich wieder ein Titel und endlich wieder ein DFB-Pokal Spiel am Tivoli.

 
 

Juni 2019

 

Auslosung zur ersten Hauptrunde im DFB-Pokal – und die Alemannia war nach sieben Jahren endlich wieder dabei. Der FC Bayern München wurde es zwar nicht, aber dafür wurde es der Championsleague Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen. Und damit der Name Alemannia Aachen wieder in aller Munde ist, tat unser Geschäftsführer Martin vom Hofe sein bestmögliches um den Verein ins richtige Licht zu rücken.

 
 

Juli 2019

 

Max Salomon kehrt heim. Als 18-jähriger schaffte er den Sprung in die erste Mannschaft von Alemannia Aachen. In rund 140 Meisterschaftsspielen schoss er weit über 80 Tore, womit er heute noch zu den erfolgreichsten Torschützen der Vereinsgeschichte zählt. Am 19. März 1933 bestritt Max Salomon im Rheinbezirksendspiel gegen den Sülz 07 sein letztes Pflichtspiel für die Alemannia, und wurde am 4. September 1942 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort mutmaßlich am 24.März 1943 ermordet. Heute erinnert eine Infotafel an der Ecke Südost des Tivoli Stadion an ihm. Zudem wurde der gesamte hintere Bereich der Südtribüne in Max-Salomon-Weg umbenannt.

 
 

August 2019

 

Das DFB-Pokalspiel in der ersten Runde gegen Bayer 04 Leverkusen ging zwar mit 1:4 verloren, aber die Alemannia verkaufte sich sehr gut gegen einen Championsleague Teilnehmer gespickt mit Nationalspielern. Als Stipe Batarillo das 1:2 Anschlusstor erzielte stand der Tivoli Kopf. Die Torhymne war noch nicht ganz verklungen als Stipe Batarillo auf links enteilte und den Ball scharf vor das Leverkusener Tor brachte. Dort hatte David Bors die Riesenchance zum Ausgleich, aber konnte freistehend den Ball nicht ins Tor befördern. Da wäre wohl der Tivoli explodiert. Am Ende feierten knapp 31.000 Zuschauer die Alemannia.

 
 

September 2019

 

 
Ein Wasserrohrbruch in der untersten Etage sorgte dafür das u.a. die Kabinen überflutet wurden. So mussten die Gastvereine in Ausweichquartieren untergebracht werden. Der erste Gastverein, die TuS Haltern, wurde noch in den Jugendcontainern der Alemannia untergebracht. Sie nahmen es mit Humor und schrieben auf Twitter “für uns ist das purer Luxus”. Das macht diesen Verein u.a. so sympathisch.
 
 

Oktober 2019

 

Die Auslosung zur ersten Bitburger Pokal Runde in der Saison 2019/2020 bescherte uns ein reines Stadtderby. Der Bezirksligist DJK Rasensport Brand, der sich zum ersten mal in seiner 115-jährigen Geschichte für den Bitburger Pokal qualifizierte, hatte zuvor durch einen 2:0-Sieg im Bitburger Kreispokal gegen Mittelrheinligist SV Breing Ende September den Weg dahin geebnet. Aus Sicherheitsgründen wurde das Spiel im Tivoli ausgetragen, wo sich die Brander trotz einer 0:5 Niederlage  vor 2.6000 Zuschauern wie ein Sieger feiern ließ.

 
 

November 2019

 

Es ist schon lange Jahre Tradition. Die Alemannia hat auf dem Alsdorfer Weihnachtsmarkt jedes Jahr einen Stand. Dieses Jahr war sogar doppelt so groß weil auch die Wabe e.V diesmal einen Stand buchte. Wie immer gab es die neusten Sachen und altbewährtest zu erwerben. Dieses Jahr ging anscheinend der Alemannia 2020 Kalender sehr gut weg, denn plötzlich war er ausverkauft und musste nachgeordert werden. Wer ihn besitzt weiß warum :-)

 
 

Dezember 2019

 

Den Jahresabschluss macht seit 2013 das Weihnachtssingen im Tivoli Stadion. Dieses Jahr war es erstmalig mit 26.000 Zuschauern ausverkauft. Trotz strömendes Regen und Wind konnte dies der Stimmung keinen Abbruch tun. Man haarte aus und erfreute sich an den weihnachtlichen Klängen gemischt mit Alemannia Liedgut zelebriert von Jupp Ebert. Nächstes Jahr sollen es mehr wie 26.000 werden, mit neuem Sicherheitskonzept und besseres Wetter könnte man die 30.000 kratzen. Wir werden es hoffentlich alle erleben.

 
 
 

Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen – Danke Danke und kommt mir alle gut ins neue Jahr, wo immer ihr es erleben und feiern werdet. Und denkt dran, wenn ihr am Himmel eine Sternschnuppe seht dürft ihr euch was wünschen – aber das gilt nicht für Böller und Raketen! :-)
 
 
Danke an Waglu für das schicke Happy new Year Bild! Komm mir gut ins neue Jahr :-)
 
 
 
Und zu aller aller letzt greife ich mal vor auf dem 01.01.2020. Denn dann ist unser Trainer Fuat Kilic der Rekordtrainer am Tivoli mit genau 1461 Tagen! Am 01.01.2016 trat er sein Amt hier an und blieb, auch dank der Fanschar weiter am Tivoli. Sein Vertrag endet mit Abschluss der Saison 2019/2020 im Juni, eine Verlängerung scheint nur möglich zu sein wenn die Alemannia aufsteigt. Bei 15 Punkten Rückstand ein ambitioniertes Ziel. Im Januar gibt es die ersten Gespräche mit dem Vorstand und unserem Trainer, ein Verbleib ist nur schwer vorausszuehen da sich an der Grundhaltung zur Regionalliga für Kilic nichts geändert hat. Dennoch hat er seinen Platz in den alemannischen Geschichtsbüchern sicher, und steht nun vor Hermann Lindemann, der vom 1. Juli 1951 bis 30. Juni 1955 das Traineramt in Aachen inne hatte. Natürlich war “Mr. Alemannia” Werner Fuchs länger am Tivoli, aber er benötigte zwei Amtzszeiten.

! Herzlichen Glückwunsch Fuat Kilic ! :-)

 
 

Januar 2020


 
 
 
 

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