Das Hinrunden Fazit 2018/2019


 
Mit dem 0:0 im letzten Heimspiel gegen Borussia Dortmund II beendet die Alemannia die Hinrunde auf Platz 6 in der Tabelle. Nach holprigen Start in die neue Saison fand man im ersten Drittel wieder zurück in die Spur und konnte eine Serie von 12 Spielen ohne Niederlage hinlegen. Diese Serie endete am 15. Spieltag im Grenzlandstadion, als man bei den kleinen “Fohlen” mit 2:1 unterlag. Diese Niederlage war unter dem Strich unnötig, da man gegen die kleinen Borussen am Ende dominierte und dem Siegtreffer näher war als der Niederlage. Unter dem Strich kann sich die Hinrunde dennoch sehen lassen, wenn man auch unnötige Punktverluste kassieren musste. Nach schwierigen Start präsentierte sich die Mannschaft als Einheit, denen man niemals den Kampfeswillen absprechen durfte. Das Manko zu Saisonbeginn, wo man in der Offensive zu viele Chancen vergab, war vorübergehend weg ehe es sich am Ende der Hinrunde wieder als Manko herausstellen sollte.
 
Zum Ende der ersten Saisonhälfte stehen 6 Siegen, 7 Unentschieden und 4 Niederlagen zu Buche, was nicht so schlecht ist für eine neu zusammengestellten Mannschaft. Mit 25 Punkten und einem Torverhältnis von 25:18 Toren ist man im oberen Mittelfeld dabei und weist 13 Punkte Rückstand zu Platz 1 auf. Die Erwartung an dem Zuschauer Schnitt war sicherlich größer, und liegt nach der Hinrunde mit 4.938 Zuschauer unter der Grenze von den erwarteten 5.500 Zuschauer. Wobei die Zuschauermagneten, wie Spitzenreiter Viktoria Köln, oder die alten Rivalen Rot Weiß Oberhausen, Wuppertaler SV und RW Essen, ja noch zu uns kommen. Da könnte der Zuschauerschnitt noch einmal merklich nach oben gehen. Im Zuschauer-Ranking liegt man hinter Rot-Weiß Essen, die mit 8.819 Zuschauern im Schnitt den Ligakrösus geben, auf Rang 2.
 
GEWINNER DER HINRUNDE
 
Robin Garnier ist sicherlich der Spieler der Hinrunde. Was der Junge auf seine Seite jedes Spiel ackert ist schon phänomenal. Ebenso das er unermüdlich kämpft, keinen Ball verloren gibt, und aus allen sich bietenden Lagen schießt. Denn nicht nur als “Wadenbeißer” ist er mittlerweile eine Konstante, er weiß auch wo das Tor steht und wie man den Ball dort unterbringt. Hatte man vor der Saison noch gedacht ob es “das Bübchen” mal in die Startformation schafft, belehrte er uns schnell eines Besseren. Seine Leistung ist natürlich der Konkurrenz nicht verborgen geblieben, die Argusaugen beobachten ihn schon. Ebenfalls eine feste Konstante ist unsere Nummer 1 Niklas Jakusch geworden. Nach einigen Unsicherheiten zu Beginn steigerte er sich kontinuierlich und zeigte starke Paraden. Aber auch die Nummer 2, Daniel Zeaiter, zeigte zuletzt das er nicht weit entfernt von Niklas Jakusch ist. Schön das man wieder zwei starke Torwächter hat die sich gegenseitig pushen. Ein weiterer Gewinner ist sicherlich auch Kai Bösing, wo man sich anfangs fragte warum unser Coach ihm immer und immer wieder aufstellte. Bis Kai zeigte warum der Coach ihm das Vertrauen schenkte und er dieses mit Toren und klugen Pässen zurückzahlte.
 
Wo Gewinner sind gibt es auch Spieler die die in sie gesteckten Erwartungen bislang nicht erfüllen konnten. Mit der Verpflichtung von Manuel Glowacz erhoffte man sich den Denker und Lenker im Mittelfeld gefunden zu haben, der auch mit seinen Freistößen für Gefahr sorgen sollte. Mit dem Unterarmbruch in der Vorbereitung ging wohl auch ein Stück Selbstvertrauen verloren, denn bislang ist er eher ein Mitläufer statt Leader. Das selbige gilt auch für Mahmut Temür, mit reichlich Erfahrung sollte er das Kernstück im Mittelfeld sein. Doch seine Fitness ist immer noch ausbaufähig und dauert wohl auch länger wie von Trainer Fuat Kilic gedacht. Das er technisch einiges drauf hat beweist er bei seinen kurzen Einsätzen immer wieder. Die große Hoffnung ruht nun auf die zweite Saisonhälfte, denn wenn beide Spieler das zeigen was sie Können wird Alemannia noch stärker und gefährlicher. Zuletzt muss man wohl auch noch Blendi Idrizi nennen, der gut angefangen hat, immer ein Unruheherd vorne im Angriff war und plötzlich seine Leichtigkeit verloren hat. Mittlerweile hat er seinen Stammplatz verloren und muss nun wieder daran arbeiten das er in die erste Elf gehört.
 
Rückblickend nach 17. Spieltagen muss man aber sagen dass das Team funktioniert, nach Innen wie nach Außen. Das noch nicht alles funktioniert ist eben der noch fehlenden Qualität geschuldet, wäre sie vorhanden stünden wir ja auch da wo Viktoria Köln thront. Aber die Truppe zeigt was sie zu leisten im Stande ist, auch wenn das Ergebnis am Ende dies nicht immer widerspiegelt. In Anbetracht des Etat gegenüber der Konkurrenz steht man gut in der Tabelle dar. Und wenn man zurückblickt konnte die Mannschaft uns doch in dem einen und anderen Spiel verzücken.
 
Nach dem 1:0 Auswärtssieg bei Rot Weiß Essen ging es weiter mit Spieltag 12. Zuhause empfing man den starken Aufsteiger aus Lippstadt. Was für ein Spiel das erst zum Schluss entschieden wurde, nachdem reichlich Chancen ungenutzt blieben. Aber in der 85. Minute nutzte Kai Bösing einen Fehler aus und markierte den wichtigen Treffer zum 1:0 Sieg. Hatte man die Lippstädter über die gesamte Spielzeit gut im Griff hätte man fast am Ende den Sieg aus der Hand gegeben, als das Lattenkreuz den Ausgleichstreffer verhinderte – die beste Chance der Lippstädter. Mit dem Schlusspfiff bebte der Tivoli wie schon lange nicht mehr.

 
 

Nach dem 1:0 haben wir uns zu sehr mit der Mittelfeld-Reihe zurückgezogen. Ich kann heute keinen Einzelnen herausheben, weil alle überragend eingestellt und hochmotiviert waren. Alle sind heute über ihre Grenzen gegangen.
Fuat Kilic

 
Alemannia – SV Lippstadt 1:0
Was für ein Finish am Schluss! Gegen den starken Aufsteiger aus Lippstadt hatte man viele guten Chancen, wo man nahe am Herzinfarkt war. Besonders die Chance als Robin Garnier scharf nach innen spielte, aber den Ball leider im Rücken von Stipe Batarilo und Marcel Kaiser – zum Haare raufen! Die Minuten verstrichen und es war die 85. Minute als die Lippstädter im eigenen Strafraum einen Fehler begingen und Kai Bösing ihn Gott sei Dank gnadenlos ausnutze zum Tor des Tages. Der Tivoli bebte wie schon lange nicht mehr, und dann hielt man die Luft an als plötzlich Alemannia versuchte hinten stehend zu verteidigen. Da kamen Erinnerung an Rödinghausen hoch, und auch diesmal hatte Lippstadt die eine Chance – und das Lattenkreuz verhinderte den Ausgleich! Schlusspfiff und Kollektiver Jubel zum knappen aber hundertprozentig verdienten Sieg.
 
 

Wir hatten jetzt gegen Lippstadt vielleicht auch Glück, dass der Ball gegen die Latte geht. Wir müssen mit dem Punkt jetzt leben, 10. Spiel ungeschlagen
Robin Garnier

 
SC Verl – Alemannia 1:1
Ein intensives Match wo Alemannia kurz nach der Halbzeit in Führung ging, und weitere gute Chancen ungenutzt liegen ließ. In den Schlussminuten wurde man dezimiert, da der bereits verwarnte Patrick Salata vom Platz gestellt wurde. Vier Minuten später erziele der Gastgeber kurz vor Schluss noch den Ausgleich, und feierte einen glücklichen Punktgewinn während die Alemannia ärgerlicherweise zwei Punkte verlor.
 
 

Der Trainer hat uns perfekt auf dieses Spiel eingestellt. Wir wollten seriös verteidigen und schnell umschalten. Das ist uns gelungen. Wir haben es sehr gut gemacht und der Plan ging auf.
Peter Hackenberg

 
Alemannia – SV Straelen 4:0
Ein klarer Sieg der schwarz gelben vor 4.900 Zuschauer gegen den ebenfalls bislang stark aufspielenden Aufsteiger. Es hätte am Ende auch ein 6:0 sein können, wenn man den verschossen Elfmeter von Manuel Glowacz und den Lattentreffer durch Dimitry Imbongo noch dazu zählt. Trotz des eindeutigen Sieges kam auch das FairPlay nicht zu kurz – Dimitry Imbongo revidierte eine Schiedsrichter Entscheidung zum Eckball da er nicht mehr am Ball war. Klasse!
 
 

Da wird man dann bitter bestraft. Nach den ersten 15 Minuten haben wir ein gutes Auswärtsspiel hier gemacht, müssen 3,4 Tore schießen.
Manuel Glowacz

 
Borussia M´gladbach – Alemannia 2:1
Nach elf Spielen verlässt die Alemannia den Platz wieder als Verlierer, ausgerechnet im Grenzland Stadion erwischte die schwarz gelben.
Bereits nach nicht einmal einer Minute geriet man ins Hintertreffen, nachdem die Profi-Leihgabe Mikael Cuisance aus spitzen Winkel zur frühen Führung traf. Kai Bösing konnte nach der Halbzeit direkt  ausgleichen, und die Alemannia erspielte sich mehrere Chancen und kam immer näher an die Führung. Doch vier Minuten vor dem Ende trafen stattdessen die Fohlen zur Führung, die das Ende einer langen Serie der Alemannia bedeutete.
 
 

Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben viele zweite Bälle im Mittelfeld gewonnen. Dann machen wir ein super Tor und stehen einmal zu tief drin und kassieren durch einen Schuss aus der zweiten Reihe das Gegentor. Wir müssen weiter vor stehen. Da stimmte die Absprache nicht.
David Pütz

 
Bonner SC – Alemannia 1:1
Gegen die abstiegsbedrohten Bonner ging man früh in Führung, und kassierte fast direkt im Gegenzug das 1:1 aus der Distanz. So sehr sich Alemannia auch mühte im Bonner Sportpark Nord, der Ball wollte danach nicht mehr rein ins Tor. Zum einen lag es an den Chancen die allesamt liegengelassen wurden, zum anderen am Bonner Keeper Monath, der einen verdammt guten Tag erwischt hatte. Wie ein Welttorhüter parierte er die schwarz gelben Chancen und hielt damit den Punkt für Bonn fest. Für die Alemannia wiederum war es einmal mehr eine gefühlte Niederlage, da man die teils sehr guten Chancen nicht zum Sieg nutzen konnte.
 
 

Leck mich in die Täsch Imbongo (nachdem der Ball 1m vor die Torlinie an ihm vorbei kullerte)
-unbekannt- ;-)

 
Alemannia – Dortmund II 0:0
Am Ende stand abermals die gefühlte Niederlage, wieder belohnte man sich nicht für ein gutes Spiel. Dabei waren die Chancen da, Dimitry Imbongo und Vincent Boesen mit den 1000%igen um das 1:0 zu erzielen. Aber es sollte nicht sein. Dabei waren die Dortmunder in der Defensive alles andere als Sattelfest und leisteten sich einige Klopper im eigenen Strafraum. Dafür zeigten sie im Konter wie schnell man mit Ball und Gegner spielen konnte. Zum Glück blieb dies folgenlos für die Alemannia, auch Dank unserem Keeper Daniel Zeaiter, der den erkrankten Niklas Jakusch vertrat, der seinen Kasten sauber hielt. Am Ende wurde der Aufwand nicht belohnt, man zeigte ein sehr gutes Spiel wo es nur an den Toren fehlte. Und so fühlte sich am Ende das 0:0 doch eher wie eine kleine Niederlage an.
 
 
Aber lange kann man sich nicht lange einen Kopf darum machen, denn bereits am Freitag, 16.11.2018 um 19:30 Uhr startet die Rückrunde, und der Top Favorit Viktoria Köln stellt sich am Aachener Tivoli vor. In der Hinrunde unterlag man nur knapp der Viktoria, dieses mal vielleicht mit einem besseren Ende der Alemannia? Wir werden es sehen.
 
Das Fazit bis Spieltag 11 könnt ihr hier nochmal nachlesen:
 
 
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