Auswärtssieg – Optimaler Start in die Saison

RWAAAC
 
Das erste Spiel ist gespielt, und mit drei Punkten fuhr man am Freitag Abend die optimale Punkteausbeute in Ahlen ein. Nein, einen Schönheitspreis konnte die Alemannia nicht im Wersestadion gewinnen, auch keine zitternde Knien von der beobachteten Konkurrenz. Es war ein erkämpfter Arbeitssieg, der am Ende eher den schwarzgelben schmeichelte. Der Aufsteiger aus Ahlen hingegen warf alles in die Waagschale, was er aufzubieten hatten gegen den großen Favoriten aus Aachen. Sich selbst konnte man trotz großes Kämpferherz nicht belohnen. Dafür machte man die Erfahrung das mit Jannik Löhden jemand im eigenen Strafraum stand der Turmhoch überlegen war gegenüber den “kleinen” Ahlener Abwehrspielern.

 

Unser neuer Coach Christian Benbennek machte auch seine erste Erfahrungen unter Wettbewerbsbedingungen. Das langte sogar um mit den gegnerischen Fans kurzzeitig im direkten Dialog zu treten. Da war jemand 90 Minuten 150%. Auf dem Platz gab es keine wirkliche Überraschung, die erwartete Elf im Vorfeld lief dann auch auf. Mit fünf Neuzugängen, Nils Winter, Jerome Propheter, Florian Rüter, Philipp Gödde und Jannik Löhden, startete man das Unternehmen Aufst… oben mitspielen. Sahin Dagistan war erst garnicht mitgefahren, er wird wohl seine Koffer packen Richtung KFC Uerdingen. Ebenso fehlte auch Maciej Zieba der ebenfalls in Aachen bleiben musste.
 

Danke an Julian für das Bild
Danke an Julian für das Bild

 
Ein optimaler Start mit einer frühen Führung spielte eigentlich der Mannschaft in die Karten. Nach einer Ecke war Jannik Löhden, der mit 2,01m nicht einmal hochspringen musste, der erste Torschütze der Alemannia und der Regionalliga West, als er den Ball per Kopf ins Ahlener Gehäuse versenkte. Das gab doch Mut zu mehr dachte man. Doch weit gefehlt. Die Ahlener schickten sich an den Favoriten zu ärgern. Mit viel Pressing ging man den schwarzgelben richtiggehend auf dem Sack, und hier und da wurden noch kleinere Nicklichkeiten mit Foulspiel eingeschoben.

 

Und Alemannia bot dem Underdog auch schöne Gelegenheiten an um auszugleichen. Neuzugang Nils Winter fand sich nur schwer zurecht als Linksverteidiger und lernte an diesem Nachmittag einiges wie es in der Regionalliga West zugehen kann. Nachdem er sich verschätzte nutzte Ahlen die Situation für einen schönen Konter. Der Ball mündete am Ende glücklich in den Armen von Keeper Frederik Löhe, der im letzten Moment  Ahlens Stürmer Ivancicevic den Ball abluchsen konnte.
 

Danke an Julian für das Bild
Danke an Julian für das Bild

 
Während Ahlen es mit langen Bällen versuchte, vertraute Alemannia auf die Standards. Nach einer weiteren Ecke ging es im Ahlener Strafraum hoch her, doch letztlich wurde der Ball geklärt. Aus dem Spiel heraus fanden die schwarzgelben kein Mittel um sich Chancen zu erspielen. Während Coach Benbennek sich einen beherzten Dialog mit den Ahlener Fans lieferte versuchte Fabian Graudenz es mit einem Weitschuss. Beiden Teams fiel lange Zeit nichts ein wie man gefährlich vor dem gegnerischen Tor kommen konnte. Ahlen machten zumindest in der zweiten Halbzeit das große Kämpferherz auf. Mit einem Lattenschuss zeigte man den wankenden Alemannen das es nicht mehr lange dauern sollte bis der Ball im Netz lag. Nach einer schönen Kombination wurde es wieder gefährlich am kurzen Pfosten von Freddy Löhe. Doch unsere Nummer 1 war sicher in allen Belangen.

 

Alemannia fand den Faden weiterhin nicht, im Aufbauspiel erlaubte man sich zu viele kleinere Fehler und die wenigen Chancen durch Florian Rüter und Taku Ito konnten dann auch nicht verwertet werden. Aber auch wenn man hinten etwas wackelte, mal hielt dicht bis zum Schluss. So feierte man einen Auftakt nach Maß ohne dabei geglänzt zu haben. Muss man ja auch nicht wirklich. Mit der stupiden Spielweise in ein FC Bayern in der 1990er Jahren regelmäßig Meister geworden. Am Ende zählt das was hinten rauskommt. Das es noch viel zu tun gibt erkannte nicht nur Coach Bennbennek sondern auch die einzelnen Spieler. Man möge sich nicht vorstellen wir hätten schon am ersten Spieltag unser wahres Leistungspotenzial gezeigt.

 

Die knapp 1.500 Fans aus Aachen feierten den Sieg, am Samstag kommt der Regionalligameister aus Mönchengladbach zum Tivoli. Die gewannen ihr Spiel gegen Aufsteiger Tus Erndtebrück heute souverän mit 5:1. Da kann die Alemannia dann zeigen was in ihr steckt. Und mit ihr hoffentlich 15.000 Zuschauer.

 

Hier gibt es den Ticker von gestern nochmal zum nachlesen.

 

 

Das könnte dich vielleicht auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

15 − dreizehn =