Alexander Klitzpera wird neuer Alemannia Sportdirektor

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Alemannia ist bei der Suche nach einem neuen Sportdirektor fündig geworden. Nein, nicht Uli Stein ist es geworden sondern unser ehemaliger Spieler Alexander Klitzpera. Der 37-Jährige unterschrieb zur Mittagsstunde am Tivoli einen Einjahres Vertrag und wurde am Nachmittag auf einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt. Damit ist die vakante Stelle des sportlichen Leiters, seit dem Weggang von Uwe Scherr und der drauffolgenden Insolvenz, wieder besetzt. Alemannia Aufsichtsratsvorsitzender Christian Steinborn sagte das man wieder einheitliche Strukturen schaffen wolle. Die Personalie Sportdirektor sei kein Mißtrauensvotum gegen die Trainer-Doppelspitze Schubert und Plaßhenrich, die diesen Job nachweislich hervorragend gemacht haben in den letzten beiden Jahren. Diese sollen sich aber nun vorrangig wieder auf ihr Kerngebiet konzentrieren. Der neue Sportliche Leiter steht für die langfristige Planung des Nachwuchskonzept und für die Kaderzusammenstellung inklusive der bald anstehenden Vertragsverlängerungen des aktuellen Kaders.

 

Wir möchten sowohl den sportlichen als auch den kaufmännischen Bereich getrennt besetzen. In welcher Hierarchie die beiden zueinander stehen, müssen wir entwickeln. Natürlich ist es eine unabdingbare Pflicht das der neue Mann gut vernetzt sein muss. 

Alemannia Aufsichtsratsvorsitzender Christian Steinborn

 

 

Mit Alexander Klitzpera kommt kein Unbekannter zurück nach Aachen. Während seiner aktiven Zeit spielte “Klitze” in der Hochphase des Klubs 187x für die schwarzgelben. Von 2002 bis 2008 schnürte er hier seine Stiefel und hielt die Abwehr zusammen. Mit dem Pokalendspiel in Berlin 2004, der UEFA Cup Teilnahme 2005 und dem Bundesligaaufstieg 2006 gehörte er zum Kreis der “Unsterblichen” am Tivoli. Über denTSV Waldtruderin, wo er in der Jugend spielte, kam er nach fünf Jahren zum FC Bayern und spielte dort in der Jugendabteilung. Unter Hermann Gerlands Fittichespielte spielter er vier Jahre in der Regionalliga, ehe er 1999 zu Arminia Bielefeld wechselte ehe es ihn zur Kaiserstadt hinzog. Hier wurde er heimisch, hier heiratete er seine Freundin und hier engagierte er sich für das Sozialprojekt Aachener Engeln e.V. Als es 2008 sportlich nicht so gut lief wurde “Klitze” sehr schnell abserviert. Das unrühmliche Ende kam im offenen Disput mit dem damaligen Trainer Jürgen Seeberger. Alexander wurde nahegelegt den Verein zu verlassen trotz Vertrag, und tauchte dennoch pünktlich zum Trainingsstart bei der Alemannia auf. Trainer Seeberger verweigerte Klitzpera die Ausrüstung und verbat ihm sämtliche Leistungs- und Medizin-Checks. Ein wochenlanges Hin und Her bis er schließlich zum FSV Frankfurt wechselte.

 

Ein unrühmliches Ende eines Leistungsträgers. Aber zur damaligen Zeit war es nicht – Alemannia – untypisch entsprechend “hart” mit ehemaligen Spielern zu verfahren die auf einmal unbequem wurden. Nach zwei Jahren zog es ihn noch zum Regionalligsten VfL Wolfsburg II wo er 2011/2012 seine Karriere aufgrund einer Knieverletzung beendete und dort auch seinen A-Lizenz Trainerschein machte. Ein halbes Jahr später wurde “Klitze” dann neuer Scout beim 1. FC Nürnberg und sichtete nicht nur in Norddeutschland sondern auch im Dreiländereck, was ihn wieder zum Tivoli führte. Allerdings diesmal mit Block und Bleistift. Nun schließt sich erneut der Kreis, Alexander Klitzpera hat mit seiner Vorstellung vom Konzept des Sportdirektors gepunktet beim Alemannia Aufsichtsrat. Nun bleibt nicht viel mehr als ihn Willkommen zu heissen und mehr Glück zu wünschen als seine Vorgänger auf dem Posten.

 

Herzlich Willkommen zurück Alex :-)

 

 

 

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