Alemannia erreicht das Bitburger Pokalfinale in Bonn

 

Diesen Moment muss man genießen, der Sieg war verdient und es ist einfach fantastisch wieder ins Finale eingezogen zu sein

Alemannia Trainer Fuat Kilic

 

Fiiiiinalllllleeeeeeee ohhooooooo……so erschallte es von den gut 3.000 mitgereisten Alemannia Fans in der Dürener Westkampfarena. Mit einem 2:0 Sieg über den Mittelrheinligisten 1. FC Düren erreichte die Alemannia abermals  das Finale um den Bitburger Pokal auf Mittelrheinebene. In der letzten Saison scheiterte man in der Verlängerung des Finales an dem Meister der Regionalliga West SC Viktoria Köln mit 0:2. Dieses mal will man den “Pott” endlich wieder nach Aachen holen. Im Finale am 25. Mai 2019 trifft man auf dem Drittligisten Fortuna Köln, dieser qualifizierte sich ebenfalls mit einem 2:0 Sieg beim FC Wegberg-Beeck für das Finale.  Mit der Fortuna hat man indes noch eine Rechnung offen. In der Saison 2012/2013 setzte sich der damalige Regionalligist aus Köln gegen das Drittligateam der Alemannia mit 2:1 durch. Dieses mal sind die Vorzeichen genau umgekehrt.

 

 

Für den “Underdog” 1. FC Düren war es das Spiel des Jahres, für die Alemannia ein weiterer Schritt um sich endlich nach langer Zeit den Bitburger Pokal zu holen und damit gleichzeitig die Qualifikation zur ersten Hauptrunde im DFB-Pokal zu erreichen. Dazu muss man natürlich erst einmal im Finale einziehen, da sollte der 1. FC Düren kein Hindernis darstellen. In der Mittelrheinliga ist der Verein, der erst am 30. November 2017 gegründet wurde mit der Übernahme der beiden Vereine vom FC Düren-Niederau und SG GFC Düren 99, auf Platz 11 und in akuter Abstiegsnot. Vor einer Woche zog der Vorstand die Reißleine und wechselte den Trainer aus. Mit Frank Rombey kam der Erfolg zurück, die Generalprobe gegen den VfL Vichttal gelang mit einem 1:0 Sieg. Die Alemannia hingegen verpatzte ihre Generalprobe mit einer 2:0 Niederlage beim SV Straelen.

 

 

In der altehrwürdigen Westkampfarena wurde seitens des Gastgebers alles erdenkliche getan um dem Bitburger Pokalhalbfinale einen würdigen Rahmen zu verleihen. Damit auch möglichst viele Fans das Geschehen auf dem Rasen verfolgen konnten, wurden hinter den Toren jeweils eine Stahlrohrtribüne installiert die für weitere Sitzplatzkapazitäten sorgte. Am Ende zählte der Kassenwart stolze 5.900 Zuschauer. Das nicht alles perfekt lief, vor allem an den Getränke- und Würstchenbuden mit teils sehr lange Wartezeiten, muss man halt dem Umstand schulden das hier noch alles Hand in Hand ging und man einfach nicht die Routine besitzt für solch ein Zuschaueraufkommen. Zur Ehrenrettung sei gesagt das auch unsere Alemannia mitunter schon mal trotz Profibedingungen die Zuschauerlage einfach unterschätzt – wenn zum Beispiel nur ein Kassentor auf ist oder zur Halbzeit die Getränke ausgehen im Hochsommer. Hat man alles schon erlebt :-)

 

 

So standen wir da, teil mit flauen Gefühl im Magen ob das gut ausgehen wird, auf dem Stehplatz-Erdwall und hofften das wir am Ende einfach nur irgendwie im Finale stehen würde. Das der 1. FC Düren bis in die Haarspitzen motiviert sein würde war klar. Aber wie würde unsere Alemannia auftreten? Die ersten Minuten zeigten das es erst mal nur in eine Richtung ging, und zwar auf das Dürener Tor. Es ergaben sich schon die ersten Chancen, aber zwingend war das nicht. Dann aber zeigte Düren mal eben ihre Qualitäten und konterte die Alemannia schön aus, und schloss mit einem fulminanten Schuss auf das Tor ihren Angriff ab. Bei der zweiten Chance musste sich Alemannia Torwart Daniel Zeaiter ganz schon strecken und den Ball aus dem Winkel zur Ecke klären, die Beste Möglichkeit bis dato für den Underdog. Die Tivoli-Kicker hingegen spielten irgendwie mit angezogener Handbremse, es gab zwar einige Chancen aber zwingend war das nicht wirklich. Vor allem das übliche Problem in der Vorwärtsbewegung den Ball zu vertändeln unterliefen den schwarz gelben mehrmals. Nach einer halben Stunde verflachte die Partie zusehends, Düren war im Soll und die Alemannia Kicker noch unklar über die richtige Einstellung zu einem Pokalhalbfinale.

 

 

Das sollte sich aber in der zweiten Halbzeit ändern, da schien Coach Fuat Kilic die richtigen Worte gefunden zu haben. Das Spiel der Alemannia war nun schneller und der Gastgeber nicht mehr so bissig wie zu Anfang. Dennoch brauchte es zur Alemannia Führung den kompletten Körpereinsatz bis zuletzt, ehe der Ball endlich im Tor lag. Nach einem Schuss von Robin Garnier konnte der Dürener Schlussmann Kevin Jackmuth den Ball nicht festhalten, Alemannia Stürmer Blendi Idrizi setzte nach und mit allen Körperteilen bugsierte er er das Leder über die Linie zum 0:1 (55.). Ob da noch die Hand im Spiel war? Nach kurzem zögern gab der Schiedsrichter das Tor und bei den Alemannia Fans fiel ein Stein vom Herzen. Endlich die Führung. Nun hatte die Alemannia das Spiel und Gegner weitgehend im Griff, knapp zehn Minuten später drehte sich Dimitry Imbongo im Dürener Strafraum und schoss den Ball wuchtig in den Winkel zum 0:2 (63.). Nun war das Spiel entschieden und die Alemannia verpasste es – teils kläglich – den Sieg noch höher zu schrauben. Am Ende zählte aber nur das Ergebnis, und das war mit 2:0 für die Alemannia unter dem Strich auch verdient. Der 1. FC Düren wehrte sich lange erfolgreich, aber je weiter die Uhr drehte desto stärker kam dann doch der Ligaunterschied zum Vorschein. Beim Schlusspfiff waren dann alle schwarz gelben froh dass das Ziel Finale in Bonn erreicht wurde. Denn das ist nun das ausgewiesene Ziel der Alemannia – den Bitburger Pokal nach Aachen zu holen.

 

 

 

Finallleeeeee ohooooo ???

Slået op af Die Kartoffelkäfer i Onsdag den 1. maj 2019

 

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