Alemannia als Ausbildungsverein für Fenerbahce Istanbul?

 
Gerücht? Tatsache? Was ist dran?
 
Am Wochenende geisterte durch die türkischen Medien (Portal TurkSports EN) das Ali Koç, türkischer Fußballfunktionär und Geschäftsmann und seit Juni 2018 ist er Vereinspräsident von Fenerbahçe Istanbul, einen Partnerverein für junge Spieler in Europa kaufen will. Ausgeguckt hat er sich anscheinend unsere Alemannia, die aus seiner Sicht prädestiniert wäre als Ausbildungscamp zu fungieren für junge Spieler von Fenerbahce Istanbul. Hier könnten sie nicht nur fußballerisch aus- und weitergebildet werden sondern auch gewisse Werte vermittelt bekommen. Mit Fuat Kilic hat man zudem einen excellenten Trainer, der junge Spieler weiterentwickelt – und das ziemlich schnell.
 
Dies wird sich bis nach Instanbul herumgesprochen haben. Liest man heute mehrere türkische Medienblätter wie z.B. den Hurriyet, und lässt sie sich von dem schlechten Google Translate übersetzen, könnte man meinen das der “Deal” schon in trockenen Tüchern ist und Alemannia von Ali Koç bereits gekauft wurde. So ein Ausbildungsverein, oder auch kurz Farmteam genannt, gibt es ja schon nicht unweit von uns im nahe gelegenen Eupen. Die KAS hat ebenfalls das Konzept vom Investor aufgelegt junge Spieler für Europa auszubilden. Da man dies bei uns schwerlich in der 4. Liga machen kann, würde man seitens von Fenerbahce wohl schon dafür Sorgen das Alemannia in kürzester Zeit wieder mindestens in der 2. Liga spielt.
 
So weit ist es allerdings beileibe noch nicht, denn ehe so etwas in einem Vertragswerk mündet haben nicht nur Alemannia selber sondern auch die Mitglieder und Fans noch ein gewaltiges Wörtchen und Stimmchen mitzureden. Der bisherige kursierende Einzeiler aus dem Internet hatte in den verschiedenen Alemannia Facebook Gruppen bereits schon zu kontroversen Diskussionen geführt, mit allem was dazu gehört. Es wird spannend sein wenn Fans und Mitglieder umfangreich von der Alemannia informiert werden würden bzw. Ali Koç verlauten ließe was er konkret mit Alemannia vor hat und wie sein Plan mit Alemannia aussieht. Dann können sich alle ein Urteil bilden was auf dem Verein zukommen könnte und wohin der Alemannia Weg gehen wird. Denn eins ist klar, ohne einen externen Geldgeber, Investor oder Gönner wird es für unsere Alemannia Jahr für Jahr schwerer aus der vierten Liga herauszukommen. Jahr für Jahr verlieren wir gute Spieler weil sie finanziell nicht haltbar sind, und die Zukunftsperspektive nicht gegeben werden kann. Wie schwer es ist zeigt sich mittlerweile auch im Zuschauerverhalten, trotz guter Leistungen, Ergebnisse und teilweise ein 3. Platz in der Tabelle, stagniert der Zuspruch auf einen unteren Niveau.
 

Es wäre vielleicht vorteilhaft, dass man miteinander spricht, bevor man Pressemeldungen herausgibt
(Alemannia Präsident Dr. Martin Fröhlich)

 
Wie inziniert findet ja morgen ab 19 Uhr die Alemannia Jahreshauptversammlung im Einhard-Gymnasium statt, man kann sich jetzt schon ausdenken das Ali Koç das Hauptthema sein wird und den Mitgliedern unter den Fingernägel brennen wird. Alemannia hat heute schon in Form von Präsident Martin Fröhlich reagiert und es als “Ente” abgetan. “Es gibt keinen Kontakt, wir wissen von nichts“, dementiert er. Ohnehin suche Alemannia nicht konkret nach einem Investor“, so unser Präsident. Nun, ob das eine Ente ist wird sich bald heraustsellen, und hoffentlich stößt dem ein oder anderen diese Worte nicht noch mal auf. Wir kennen ja aus der jüngsten Vergangenheit wie das ist wenn die Wahrheiten später scheibchenweise präsentiert werden. Aber wie dem auch sei, vielleicht ist es wirklich nur eine Ente und am Ende verpufft der große Sponsor und Heilsbringer in der Sommerlochblase. Die morgige Alemannia Jahreshauptversammlung dürfte auf alle Fälle wieder extremst spannend werden – Ente Hin oder Her.
 
 
 
 

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