Feb 07 2017

Alemannia Pressekonferenz zum Thema Mitglieder- und Sponsorenkonzept


 
 
Die Alemannia lud heute zu einer Pressekonferenz zum Thema “Mitglieder- und Sponsorenkonzept” ein. Diese dauerte knapp 45 Minuten, das wichtigste ist hier zusammengefasst.
 
Anwesend waren von der Alemannia Spitze Beisitzer Wolfgang “Tim” Hammer, Schatzmeister Horst Reimig, Geschäftsführer Timo Skrzypsk und Beisitzer Oliver Laven. Nicht mit dabei: der Aufsichtsratsvorsitzende Christian Steinborn, der sich entschuldigen ließ.
 
Oliver Laven eröffnete die Pressekonferenz mit den Worten “Man treffe sich heute aus einem “freudigen Anlass“.

     

  • Tim Hammer stellt den Vorstandsvorsitzenden, Olaf Heinrich, von Doc Morris vor
  • Doc Morris wird wieder neuer Hauptsponsor, befristet bis Saisonende – danach schaut man weiter
  • Doc Morris wird Alemannia zur Seite stehen weil Alemannia eine starke Marke ist
  • Doc Morris unterstützt Alemannia mit einer Geldsumme die zur Aufrechterhaltung des Ligabetriebes sowie zur Tilgung der Altlasten dient
  • Schatzmeister Horst Reimig kündigt Kürzung des Budgets zur neuen Saison an
  • Sinkende Zuschauerzahlen ermöglichen nicht die schwarze Null zum 30.6.2017 zu erreichen
  • Es ist nicht gelungen weitere regionale Sponsoren zu gewinnen
  • Die vorliegende Investorenenlösung ist weiter in Verhandlung
  • Jeder muss realisieren das wir in der vierten Liga spielen
  • Gemeinsam mit mit Doc Morris müssen weitere Partner gefunden werden um die Situation zu beenden
  • Es wird zwei Säulen geben: Eine ist das neue Mitgliederkonzept mit lebenslange Mitgliedschaft für 1900 Euro
  • Es gibt ein Sondertrikot für neue Mitglieder der lebenslangen Mitgliedschaft
  • Das Sondertrikot soll auch dazu beitragen, die Verbindung zwischen Alemannia und Fans zu intensivieren
  • 100 neue Mitglieder für 1900 Euro – “dann ist das schon eine große Summe” laut Reimig
  • Der Verkauf des Stadionnames wird in Betracht gezogen – “Wir können leider davor nicht halt machen”
  • Ausblick auf die Rückrunde: Ziele werden nicht erreicht, Defizit vorhanden seit der Insolvenz
  • Die Situation mit Check2win hat es nicht leichter gemacht
  • Fan-Kampagne dient dazu das Defizit zu beseitigen – Check2win wollte sich nicht daran beteiligen
  • Fan Kapmagne sei nicht nur dafür gedacht um die Investorenlösung zu ermöglichen
  • Tim Hammer sagte das Horst Reimig immer versucht habe einen Aachener Weg vorzustellen
  • Fußball ist aber ein Geschäft und keine Romantik – wer das nicht begreift muss tief runtergehen bis zu den Amateuren
  • Tim Hammer – Wir sind nicht depressiv nicht müde und versuchen jemanden für die Alemannia zu finden
  • Wenn er aus Aserbaidschan oder China komme und in Fußball in Aachen investieren will, müsse man sich auch mit dem Thema beschäftigen
  • Klarstellung Tim Hammer: Es gibt keine Anfrage aus Aserbaidschan oder China
  • Tim Hammer hat 27 Trainer erlebt seit dem er angetreten ist – Wir versuchen eine Zukunft zu basteln
  • Tim Hammer – Alemannia will regionale Lösung aber wir müssen Hilfe haben wir brauchen sie unbedingt
  • Sind uns nicht zu schade weite Wege zu gehen
  • Die Alemannia ist nicht nur Profifußball. In der Situation in der sich die Alemannia befindet, wandert die Jugend nach Köln oder Gladbach ab
  • Der Unterbau muss gewährleistet bleiben – und das ist mit Investor leichter
  • Nach Fall der 50+1 regel wird eine Investorenwelle auf die Profivereine zukommen – Alemannia sollte dabei sein
  • Der Stadionname Tivoli wurde drei Partnern angeboten – aber es gibt noch nichts zu verkünden
  • Mietvertrag mit Stadt läuft bis 2020 – bis dahin dürfen die Namensrechte veräußert werden
  • Reimig: Wir haben ein Defizit, wenn es gelingt ist man bei Null. Wenn nicht muss gekürzt werden
  • Das bedeutet ein Budget von mehreren hunderttausend Euro zur neuen Saison.

 
 

Fußball ist aber ein Geschäft und keine Romantik – wer das nicht begreift muss tief runtergehen bis zu den Amateuren.
Fußball ist nicht alles. Aber es ist für eine mittelgroße Stadt schon ein Herausstellungskriterium, wenn man erfolgreichen Fußball vorweisen kann. Wir sind dabei, wie immer. Wir fordern nichts von jemandem, was wir uns selber nicht vorstellen können.

Tim Hammer

 
 
 
 

1 Kommentar

    • Franz Wirtz on 17. Februar 2017 at 13:39

    So, oder gar nicht …

    „Alle oder keiner“, – so ist das „Team 2018“ angetreten, um den Traditionsverein zu retten. Mit der Rettung klappte es allerdings bislang noch nicht so richtig, überraschenderweise wurde das quasi aus dem Hut gezauberte „Investoren-Modell“ von Beginn an als alternativlos definiert. Sollten es sich die Vereinsmitglieder des Traditionsvereins erlauben, auf einer hierfür einberufenen Hauptversammlung mit weniger als 75 % der anwesenden Stimmen für einen mehrheitlichen Verkauf der GmbH-Anteile zu stimmen, „schmeißt das „Versager-Team 2018“ die Brocken hin“. Jedenfalls interpretiere ich das aus den formulierten Andeutungen: „Horst Reimig hat schon angedeutet, dass der Aufsichtsrat seinen Platz wohl räumen würde, weil man dem Souverän dann keine mehrheitsfähige Lösung für den Verein unterbreitet habe. (…)“

    So, oder gar nicht

    „Aber wir machen das hier ja nicht, um Dankbarkeit zu ernten.“ – Interessante Aussage von Wolfgang Hammer, – wirft allerdings zwangsläufig die Frage auf: Warum dann?

    Die Fähigkeit Kritik einzustecken scheint ungleich kleiner als die auszuteilen. Für sich selbst einerseits in Anspruch nehmen, die Brocken gegebenenfalls hinzuschmeißen, andererseits ehemalige Aufsichtsratskollegen, – die „Teil der besten Mannschaft“ waren, – der „Fahnenflucht“ zu bezichtigen, ist ein unglaublicher Fauxpas. Fahnenflucht ist ein militärisch geprägter Begriff, ein Straftatbestand und als Vorwurf im Zusammenhang mit ehrenamtlich Tätigen des Traditionsvereins völlig deplatziert.

    Man spricht miteinander

    „In den vergangenen Wochen gab es gute Gespräche mit dem Verwaltungsrat, dem Vermarkter Infront und mit Investor Michael Kölmel. (…)“ – Gute Gespräche sind selbstverständlich immer sinnvoll, es wäre allerdings noch schöner, man würde sich auch häufiger mit den spürbar verunsicherten Mitgliedern und Fans austauschen, aber die sprechen sich zu weiten Teilen gegen einen mehrheitlichen Verkauf aus.

    „Wir werden kämpfen, solange wir es verantworten können.“ Die Grenze liegt vermutlich an dem Punkt, an dem eine Insolvenzverschleppung droht.

    Was veranlasst einen Journalisten zu einer solch willkürlichen Vermutung? Er könnte, anstatt sich in Vermutungen zu verlieren, schlichtweg danach fragen.

    PS:
    Mittwoch, 15. Februar 2017 – Aachener Nachrichten – Stadtausgabe / Regio-Sport / Seite 23
    Die Großbaustelle Alemannia Aachen

    Auszug: Tauschen möchte man nicht mit den Aufsichtsräten, die seit Monaten zeitintensiv gegen den Untergang kämpfen, um dann in den Foren als „Volldeppen“ beschrieben zu werden, sagt Tim Hammer. „Aber wir machen das hier ja nicht, um Dankbarkeit zu ernten.“ (…)

    Auch im Aufsichtsrat beobachtet Hammer „eine Fahnenflucht“ bei einigen ehemaligen Mitstreitern. (…)

    Hammer gibt sich trotz der Probleme fest entschlossen: „Wir werden kämpfen, solange wir es verantworten können.“ Die Grenze liegt vermutlich an dem Punkt, an dem eine Insolvenzverschleppung droht. (…)

Kommentare sind deaktiviert.