Mrz 31 2014

Alemannia siegt 3:1 gegen Wiedenbrück

ATSV-WB
  
Die “magischen” 40 Punkte wurden mit dem 3:1 Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten SC Wiedenbrück erreicht. Gegen die “Schießbude” der Regionalliga West taten sich unsere schwarzgelben nicht nur schwer, sondern ließ auch alles das vermissen was man von ihr kennt. Dank unseres Keepers Frederic Löhe, der mit drei Glanzparaden mögliche Gegentore verhinderte, konnten Rafael Garcia, Aimen Demai und Abedim Krasniqi die Alemannia auf die Siegerstraße bringen. Trotzdem waren die 5.200 Zuschauer unzufrieden über die Art und Weise wie man sich als Mannschaft gegen den Tabellenvorletzten präsentierte. Coach Peter Schubert hatte zuvor davon gesprochen das nun die Zeit beginnt wo sich die Spieler “bewerben” können für einen Anschluss Vertrag. Das taten aber ganze vier Spieler! Da muss noch mehr kommen bei einigen.
 
TSV
 
Im Stadionumlauf war das Ergebnis am sommerlichen Samstagmittag eigentlich schon geritzt. Ob am Bierstand, Würstchenbude oder einer der Stehtische, man hörte von 4:0, 5:0 bis 5:1 alles. Klar, wen die Schießbude der Liga zu Gast ist (63 Gegentore), dann ist die Ausgangslage klar. So dachte man jedenfalls vor dem Anpfiff. Coach Peter Schubert hatte sein Team nach der Niederlage in Köln (2:0 Niederlage gegen Viktoria Köln) auf vier Positionen umgestellt. Die in Köln geschonten Jochen Schumacher, Jannik Stevens und Domagoj Duspara waren wieder in der ersten Elf, ebenso Marco Neppe der vor der Abwehr seinen Platz neben Michael Lejan einnahm.
 
Schubert-ATSV

Konnte nicht zufrieden sein mit dem Spiel seiner Mannschaft – Coach Peter Schubert

 
Unsere schwarzgelben kamen erst nur schwer, und dann gar nicht im Spiel. Eine halbe Stunde lang konnte man froh sein das sich niemand einen Sonnenbrand holte, während gegen tiefstehende Wiedenbrücker die Plan- und Ideenlosigkeit immer weiter zunahm. Die Spieleröffnung ging schon im Ansatz schief, die Außenspieler liefen rum wie Falschgeld. Einmal nur ging ein raunen durch das weite Rund, als die Wiedenbrücker kurzzeitig den Ball nicht geklärt bekamen und sich eine Chance für Domagoj Duspara ergab. Dieser kam jedoch eine Fußbreite zu spät gegen Keeper Marcel Hölscher. Der Gast wurde nun auch mutiger, denn wer viel Platz bekommt nimmt dieses auch dankbar an. So konnte der Tabellenvorletzte mit einigen wirklich schönen Spielzügen bis vor dem Aachener Tor kommen, unter dankbaren Zuschauen der Gegenspieler. Vor allem die Außenverteidiger hatten ihre Mühe und Not mit den teils quirligen Gegenspielern.

 

Frederic Löhe KopieStarker Rückhalt seines Teams – Keeper Frederic Löhe

 

Im Anschluss an einer Ecke musste sich unser Keeper Frederic Löhe ganz lang strecken und das 0:1 vereiteln, als er eine “Kopfballverlängerung” von Marcus Hoffmann, auf das eigene Tor, aus dem Winkel schaufelte. Weil es dann so einfach war “tanzten” die Wiederbrücker mal kurz durch die alemannische Defensive, und SC Mittelfeldspieler Kamil Bednarski hatte gleich zweimal das 0:1 auf dem Fuß. Wie gut das wenigstens unsere Nummer 1 hochkonzentriert war und die beiden guten Chancen zunichte machte. Da hatten die Fans schon genug und die ersten Pfiffe ertönten im Tivoli. Pomadig und unkonzentriert agierte Alemannia weiter bis zur Pause, entweder man nahm den Gegner nicht ernst genug oder man meinte “30% reichen auch”. Die Fans hatten eine eindeutige andere Sichtweise zur Halbzeit.

 

Aimen_Demai_copErzielte seinen ersten Treffer nach seiner Rückkehr – Aimen Demai

 

Mit Aimen Demai kam eine “frische” Kraft in das Team, Michael Lejan musste in der Kabine bleiben. Dabei hätte man auch bequem sieben andere Spieler gleich mit auswechseln können. Mit dem Wiederanpfiff spielte sich die Alemannia direkt bis vor dem gegnerischen Tor, aber zu harmlos. Umgekehrt hämmerte Marwin Studtrucker auf das Alemannia Tor, und Frederic Löhe musste wieder klären. Nach der anschließenden Ecke konterten unsere schwarzgelben allerdings sauber, und hätte den Abschluss fast vermurkst. Mazim Moslehe wollte den Ball auf Rafael Garcia spielen, doch SC Keeper Hölscher hätte den Ball sicher gehabt – wenn nicht sein Abwehrspieler Jeffrey Volkmer in die Quere gekommen wäre. Der Ball kullerte Rafael Garcia vor die Füße, und unser Mittelfeldspieler dropte den Ball zum 1:0 (48.) ein. Irgendwie fielen 5.200 Steine vom Herzen, das Alemannia sich zumindest auf sein Glück verlassen konnte.

 

Sascha Marquet 2 Sascha Marquet – Heute glücklos

 

Der Torjubel war noch nicht ganz verhallt bekam man aber auch schon die Quittung. Marwin Studtrucker kam über links und zog nach innen, der passive Marco Neppe schaute genüsslich zu und bewunderte Studtrucker wie er den Ball schön in Winkel zirkelte zum 1:1 (50.). Weiterhin völlig planlos agierten unsere schwarzgelben, es klappte wenig. Dennoch gab es tatsächlich noch eine Chance, Marco Neppe passte auf Mazim Moslehe, sein strammer Schuss wurde gerade noch so geklärt von SC Keeper Marcel Hölscher. Für Sascha Marquet war nach rund einer Stunde das Spiel beendet, überraschend wurde er ausgewechselt gegen Stürmer Abedin Krasniqi. Obwohl Marquet noch einer der besten war, lag es an seinen Defensiv-Verhalten das dem Trainerteam nicht schmeckte. Dann schlug in der 67. Minute die große Stunde von Aimen Demai. Mit einem Freistoß aus 20m zirkelte er den Ball in den linken Winkel zum 2:1. Wieder fielen tausende Steine von den schwarzgelben Alemannia Herzen. Aber wer nun dachte Alemannia würde nachlegen sah sich weiterhin getäuscht. Der Gast wurde nun offensiver, und die Möglichkeiten zum Kontern waren gegeben. Aber unsere Mannschaft machte nichts daraus, zu überhastet oder ohne Auge erstickte der Ansatz schon im Keim.

 

Ballnetztor Kopie
 
Wiedenbrück hingegen zeigte nun die größeren Anstrengungen, und wäre in der 82. Minute fast belohnt worden. Die schwarzgelbe Defensive schaute wiederum nur zu und ging zögerlich an dem Ballführenden Spieler heran, so tankte sich Kamil Bednarski durch und stand völlig frei vor Alemannia Keeper Frederic Löhe. Unser Keeper warf sich vor dem Ball und sicherte den knappen Vorsprung. Wieder wurde ein Kontor, diesmal über den eingewechselten Sasa Strujic schlampig zuende gepielt. Doch auch Wiedenbrück war nun am Ende ihrer Kräfte und schenkte de Ball schnell wieder her. Mazim Moslehe hatte dann das Auge im Rücken der Abwehr zu spielen, wo Abedin Krasniqi diesmal überlegt den Ball ins Tor beförderte zum 3:1 (90.+1). Der Schiri pfiff das Spiel nicht mehr an, Alemannia hat mit viel Aufwand einen Arbeitssieg herausgeholt. Mit nun mehr 40 Punkten hat man ein gutes Polster nach unten und kann wieder Richtung einstelligen Tabellenplatz schielen. Allerdings bedarf es einer Leistungssteigerung wenn bei Bayer 04 II kommendes Wochenende etwas herausspringen soll.

 

 

Aufwand und Ertrag stehen bei uns einfach nicht im Verhältnis. Wir spielen gut, erarbeiten uns viele Torchancen und belohnen uns einfach nicht.

Wiedenbrück Coach Theo Schneider

 

 

Der eine oder andere hat gedacht, dass es so weitergeht wie in den letzten Wochen.

Alemannia Coach Peter Schubert

 

 

Wir mussten in der Pause nicht über Taktik reden, wir mussten erst einmal wach werden. Heute war wichtig die drei Punkte zu holen.

Torschütze Aimen Demai