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Mrz 26 2014

Kartoffelkaefer

Serie gerissen – Unnötige Niederlage bei Viktoria Köln

ATSV-VKOE
 
 
Die gute Auswärtsbilanz der Alemannia, mit sechs niederlagenlosen Spielen, ging im Sportpark Höhenberg gestern Abend zu Ende. Mit 2:0 verlor man nach guten Spiel in der Schlussphase den möglichen Punktgewinn.  Am 20. Oktober 2013 gab es die letzte Niederlage bei Fortuna Düsseldorf, und die gestrige war leider unnötig. Aber gibt es unnötige Niederlagen überhaupt? Ist nicht jede Niederlage unnötig? Viktoria Köln zeigte das die keinesfalls besser waren, und sich glücklich schätzen konnten dass man zur Halbzeit noch mit einer „0“ in die Kabine ging. Aber nach über einer Stunde, als die Kräfte der Alemannia anfingen zu schwinden, zeigte Viktoria die Effektivität und konnte Dank ihres Torjägers Fatih Candan die Partie dann für sich entscheiden. Pech hatte man wieder einmal mit dem Schiedsrichter, der vor dem 1:0 ein Halten von Mazam Moslehe am Kölner Strafraum nicht als Notbremse wertete und weiterspielen ließ. Nun gilt die Konzentration auf dem Ende der englischen Woche, mit dem Samstagspiel gegen SC Wiedenbrück auf dem Aachener Tivoli um 14 Uhr.

 

Auswärtsspiel_Bus

 
Unser Trainerteam schonte einige Kräfte in der englischen Woche, so bekamen Jannis Stevens, Jochen Schumacher, Domogoj Duspara und Marco Neppe (nur auf der Bank) eine Pause verordnet. Dafür dürften Sasa Strujic, Armand Drevina, Mazan Moslehe und der wiedergenese Kris Thackray ran. Damit gab auch Kris Thackray nach siebenmonatiger Verletzungspause sein Comeback in der Mannschaft. Die Vorzeichen waren gegeben, Alemannia mit sechs niederlagenlosen Auswärtsspielen, Viktoria Köln zuhause seit fünf Monaten ohne Sieg.
Von Beginn an legte Alemannia mit großem Tempo vor und wäre fast bestraft worden. Silvio Pagano setzte sich gegen Marcus Hoffmann durch und war plötzlich frei vor dem Alemannia Tor. Doch unser starker Keeper Löhe fuhr sein Bein aus und klärte den Ball. Alemannia übernahm ab da das Kommando, war spielerisch wie taktisch dominant. In der 19. Minute schaltete man blitzschnell um, als Rafael Garcia den Ball eroberte und auf dem in der Mitte mitgelaufenen Sascha Marquet spielte. Dem rutschte aber beim Schussversuch der Ball über den Fuss, so das die Direktabnahme am Kölner Tor vorbei ging.

 

Kris Thackray_cop Gab nach sieben Monaten sein Comeback – Kris Thackray

 

Obwohl Alemannia optisch das aktivere Team blieb, kamen die Kölner mitunter zu gefährlichen Chancen. So brachte Mike Wunderlich den Ball im Aachener Strafraum, wo Marcus Hoffmann den Ball vor die Füße von Nottbeck klärte. Dieser nahm den Ball direkt und scheiterte nur knapp am Tor. Nach einer halben Stunde war die Alemannia Führung eigentlich überfällig, nachdem zuerst Marcus Hoffmann nach einer Flanke zwar wuchtig aber unplatziert auf das Kölner Tor köpfte. Im Anschluss nutzte Rafael Garcia ein Missverständnis der Kölner Defensive aus, scheiterte aber am Kölner Keeper Pellatz der mit einer guten Reaktion das 0:1 per Fußabwehr verhinderte. Die anschließend getretene Ecke von Aimen Demai leitete Sasa Strujic per Kopf auf Sascha Marquet weiter, der wiederum auf das Tor köpfte. Doch Mike Wunderlich konnte am kurzen Pfosten den Ball vor der Linie klären. Da war sie die letzte große Chance vor der Halbzeit.

 

Ballnetztor Kopie
 
Nach dem Seitenwechsel machte die Alemannia da weiter wo sie aufgehört hatte. Mit großem Fleiß hielt man die Viktoria in Schach, deren Hintermannschaft wackelte. Nutznießer wäre um ein Haar Sascha Marquet gewesen, der einen Rückpass fast erlief und am rausgekommen Kölner Keeper um eine Fußbreite zu spät kam. Allerdings zeigte der eingewechselte Kölner Torjäger Fatih Candan seine Qualität, als er am langen Pfosten eine Fußspitze zu spät kam nach schöner Vorlage im Aachener Strafraum. Dann gab es nach einer Stunde eine haarige Situation, als Mazam Moslehe sich gegen seinen Gegenspieler Löhden durchsetzte und an der Strafraumgrenze zu Boden ging. Statt eines Pfiffs des Schiris und roter Karte wegen Notbremse, ging das Spiel weiter. Zehn Minuten später war Alemannias Hintermannschaft unkonzentriert, eine Pagano Flanke von der rechten Seite fand den Kopf von Fatih Candan der ins kurze Eck zum 1:0 (70.) einköpfte.

 

Schubert-ATSV

 

Viktoria Köln war nun die deutlich aktivere Mannschaft und versuchte direkt nachzulegen. Nach einer Flanke von Spinrath kam der eingewechselte Steegmann zu einem Flugkopfball, der noch abgefälscht knapp neben das Tor ging. Unser Trainergespann reagiert und schöpfte das Wechselkontigent aus, frische Kräfte sollten zumindest einen Punkt retten. Neben Marvin Ajani kam auch Abedim Krasniqi, nach langer Zeit des „auf der Bank Schmorrens“, in die Partie, konnte aber ebenso wenig wie seine restlichen Kollegen keine Akzente mehr setzen. Die Kölner Viktoria erzielte kurz vor Schluss das 2:0 durch Fatih Candan, der nach einem Konter von Pagano bedient wurde und den Ball aus kurzer Distanz vorbei an Keeper Löhe unter die Latte hämmerte. Das Spiel war entschieden, und zwei Serien gingen zu Ende. Ärgerlich für unsere schwarzgelben, die mit den mitgereisten 800 Alemannen unter den 1.500 Zuschauern feierten, da hier doch mehr drin gewesen wäre. So ist aber Fußball, manchmal wird nicht der Tüchtige belohnt sondern der Effektivere. Samstag geht es weiter mit dem Spiel gegen SC Wiedenbrück am Aachener Tivoli.