Mrz 09 2014

Serie gerissen – Niederlage gegen kleine Fohlen

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Tja, das hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt am Samstag Nachmittag, vor 6.800 Zuschauern auf dem Aachener Tivoli. Alemannia zuletzt mit einem Lauf (fünfmal unbesiegt), Tabellennachbar Borussia M´gladbach II zuletzt wieder mal mit einem Sieg gegen Düsseldorf II. Das Spiel sollte besonders motivierend sein, das Hinspiel endete mit einem 5:0 Debakel im Borussenpark. Das sollte heute wieder gerade gerückt werden. Aber irgendwie haben die Fohlen es geschafft die scharzgelben einzuschläfern, um am Ende die beiden Chancen zum 0:2 zu nutzen. Bei Alemannia ging die Formkurve stetig bergab in der zweiten Hälfte, man fühlte sich an die Hinrunde erinnert. Dabei dachte man das man sowas nicht mehr sehen würde, aber mit der Moral sank auch die Laufbereitschaft, der Wille, der Kampf. EInzig Michael Leyan kämpfte noch, während andere mit hängenden Schultern und Alibi Pässe glänzten. Wenigstens haben wir uns keinen Sonnenbrand geholt.

 

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Coach Peter Schubert änderte nach dem Dienstagsspiel seine Mannschaft auf zwei Positionen. Der gelb gesperrte Marco Neppe wurde von Niko Opper ersetzt, Rafael Garcia durch Marvin Ajani. Jener erwischte aber auch direkt einen Scheisstag, denn von der ersten Minute an war es nur Murks was er ablieferte. Ein neutraler Zuschauer konnte den Eindruck gewinnen er gehört irgendwie nicht dazu. Alemannia war bemüht, und die kleinen Fohlen spielten so als würde ihnen ein Punkt reichen. Lang und ausgiebig ging es durch die Abwehrreihe hindurch, und wenn es sein musste durfte der Keeper auch noch am Ball. Das Highlight, nennen wir es mal so, war die Frau Schiedsrichterin. Ich dachte ja bis dato es gibt nur die „Bibi Steinbach“, aber nein man beglückte uns auch mit Frau Marija Kurtes.

 

DSC_9135Schiedsrichterin Marija Kurtes

 

Und die Schiedsrichterin wurde schon direkt unsymphatisch, das sie mehr für den Gegner und weniger für die Heimmannschaft pfiff. Ein Fohle brauchte nur umzufallen, schon erfolgte der Pfiff. Lag ein Aachener am Boden wurde weitergespielt. So jedenfalls mein subjektiver Eindruck. Trotzdem war das Spiel an Langeweile kaum zu überbieten, keine wirklichen Chancen, ein paar Fernschüsse auf das jeweilige Tor. Zum Glück schien die Sonne. Als man schon gähnend auf die Halbzeit schielte, passierte es dann doch. Jannik Stevens ließ sich überlaufen, Sascha Tobor enteilte und schoss auf das Tor. Freddy Löhe parierte mit dem Fuß, unsere Abwehrspieler wirkten unsicher, und Fohlens Stürmer Mario Rodriquez konnte den dankbaren Ball ins Tor (42.) befördern zum 0:1.

 

ATSV-BMG2-11Fohle Mario Rodriquez traf wie im Hinspiel erneut

 
 

ATSV-BMG2-06Ca 30 Fohlen Anhänger fanden den Weg zum Tivoli

 

Während die kleinen Fohlen mit der kleinen Fanschar jubelten, immerhin waren einige Borussen zum Tivoli gekommen statt ihre „erste“ zu Unterstützen, absolvierte Rafael Garcia schon die ersten Warmmachrunden. Jetzt wurde es tatsächlich noch einmal interessant, denn Alemannia „erwachte“ kurzzeitig aus ihrer Starre und wurde aktiver. Jannik Stevens war diesmal der Wegbereiter, der statt zu flanken den Ball tief vor dem Fohlen Tor passte. Dort stand Dennis Dowidat völlig frei, doch sein Direktschuss landete genau auf die Fäuste von Fohlenkeeper Janis Blaswich. Zum Haareraufen gings in die Halbzeitpause.

 

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Nach dem Seitenwechsel kam Rafael Garcia für Marvin Ajani, der heute völlig verpeilt war. Taktisch änderte unser Trainerteam die Ausrichtung, man stand jetzt höher um den Gegner mit Pressing zu begegnen. Doch das einschnüren des Gegners dauerte fünf Minuten, Dennis Dowidat schoss noch am Tor vorbei während Marcus Hoffmann mit seinem Kopfball Pech hatte. Nach einer Ecke stieg Hoffmann am höchsten, doch mit einer Glanzparade fischte Fohlen Keeper Janis Blaswich den Ball von der Linie. Das war auch die letzte Aktion die er machen musste, denn von da an wurde kein schwarzgelber mehr in Strafraumnähe gesehen. Unsere schwarzgelben bauten minütlich ab. Man spielte hinten wieder schön quer, so wie in schlechten Zeiten der Hinrunde. Man hatte alle Zeit der Welt, es schien als wollte man den Fohlen zeigen das man auch so langweilig spielen kann. Das gelang auf Anhieb anstandslos.

 

ATSV-BMG2-12 Glanzparade von Fohlen Keeper Janis Blaswich – Hoffmanns Kopfball geklärt

 

 

ATSV-BMG2-14Keine große Jubelarie beim 0:2

 

Nach einer Fohlenecke ließ man sich erneut depüren, als Marlon Ritter aus dem Rückraum den Ball volley nahm, und Benjamin Barg den Schädel hinhielt und das 0:2 (66.) erzielte. Mühelos. Da konnten sich unsere schwarzgelben nur bemitleidenswert anschauen, während zumindest Freddy Löhe aktiv wurde und wutentbrannt seine Trinkflasche in den Boden donnerte. Mit dem 0:2 war das Spiel entschieden, es wurde nun nickelich und viele kleine Fouls bestimmten das Spiel. Alemannia hatte nichts mehr zuzusetzen, der Standfussball wurde nun zelebriert und wenn nichts mehr einfiel gab es einen Harakiri Pass in die eigene Abwehr. Hängende Schulter, hängende Köpfe und keinerlei Bereitschaft mehr sich gegen die Niederlage zu stemmen. Der eingewechselte Fohlen Stürmer Yeboah (ist das eigentlich der Sohn von Anthony Yeboah?!) hatte in der 83. Minute sogar noch das 0:3 auf dem Fuss, aber da war Alemannia schon vollendens wegschlafen. Abpfiff.

 

ATSV-BMG2-19Ratlosigkeit

 
 

ATSV-BMG2-22Wie konnte das passieren?

 

Irgendwas muss im Pausentee gewesen sein! Unerklärlich das man wieder so in den alten Mist aus der Hinrunde zurückfiel. Dabei hatte man sich durch die kleine Serie und schönen Fussball wieder das Vertrauen des breiten Publikums erworben. Dies dürfte wieder in die Tonne sein. Es ist ja nicht so das man schwankende Leistungen nicht erwarten würde, aber das was unsere schwarzgelben gestern ablieferten war erschreckend. Das fanden wohl auch die Trainer, die noch weit nach Ende zusammen auf der Trainerbank saßen. Bedient und mit leeren Blick.

 

ATSV-BMG2-26Nach Schlusspfiff noch bedient – Das Trainergespann und Duspara.

 

 

ATSV-BMG2-23Manchmal ist es ein gebrauchter Tag – Verabschiedet wird sich trotzem

 

 

Stimmen zum Spiel

 

Wir sind in der zweiten Halbzeit in Lethargie verfallen, haben uns einschläfern lassen.

(Dennis Dowidat nach dem 0:2)

 

 

Michael Lejan hat sich in die Partie gebissen, hat jeden Zweikampf gesucht. Wenn man sieht, wie unser ältester Spieler vorangeht, muss sich der eine oder andere fragen, ob er nicht mehr machen kann.

(Alemannia Coach Peter Schubert)

 

 

Wir haben fußballerisch sicher schon einmal besser gespielt und mehr Chancen gehabt. Aber am Ende zählt das Ergebnis.

(Fohlen-Coach Sven Demandt)