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Feb 01 2014

Kartoffelkaefer

Auswärtsieg in Verl – Wichtiger 2:0 Erfolg

ATSV-Verl

Eine Woche nach der 1:3 Heimniederlage gegen Spitzenreiter Fortuna Köln konnten die Alemannia im Auswärtspiel beim SC Verl mit 2:0 gewinnen. Niko Opper, mit seinem ersten Tor im schwarzgelben Dress, und Sasa Strujic in der Nachspielzeit stellten die Weichen auf Sieg. Hinzu kam allerdings auch das der SC Verl sich selbst schwächte, und zwei Spieler innerhalb von zehn Minuten per roter und gelb-roter Karte verlor. Alemannia hingegen konnte sich mit dem wichtigen Sieg Luft im Abstiegskampf verschaffen, denn auch die Konkurrenz unten zeigte am Wochenende das sie nicht schläft und jeder jeden schlagen kann. So kam der SC Wiedenbrück als Tabellenvorletzter zu einem 3:2 Auswärtssieg bei Rot Weiß Essen (nach einem 0:2 Rückstand), und auch der Tabellenletzte SSVg Velbert konnte bei Wattenscheid 09 mit 3:1 gewinnen!

 

Odonkor_2Wiedersehen mit einem alten Bekannten – David Odonkor

Das es nicht einfach werden würde in Verl, zeigte die Statistik mit drei Siegen, 2 Unendschieden und sechs Niederlagen. Gegen den SC Verl tat man sich in der Vergangenheit, sowie im Hinspiel (knapper 1:0 Heimsieg) schon immer schwer. Am 18. Oktober 1998 war man zuletzt Gast im Stadion an der Poststraße und verlor mit 5:3. Die Vorbereitung der Verler war im Gegensatz zur Alemannia erfolgreicher, mit drei Siegen gegen Nord-Regionalligisten (2:0 gegen SV Wilhelmshaven, 5:1 gegen SC Goslar) und eine 0:4 Niederlage gegen Zweitligist SC Paderborn war man für den Beginn der Rückrunde bestens gerüstet. Besonders der 4:1 Sieg gegen den Tabellenzweiten VfL Oldenburg letzte Woche, ließ erkennen wie gut der SC gerüstet schien für das Spiel gegen unsere schwarzgelben.

 

Unsere Bilanz kann sich sehen lassen. Die Mannschaft ist topfit, und eine Woche haben wir ja noch Zeit, uns weiter zu verbessern„, so Coach Andreas Golombek. Ein Wiedersehen gab es auch mit Ex-Alemanne David Odonkor, der mittlerweile Co-Trainer der Verler ist und seine Erfahrung einbringen soll. Vor 865 Zuschauer, darunter über 400 Fans aus Aachen, sollten beide Mannschaften im Dauerregen den mittleren Gang einlegen. Vorsichtiges Abtasten in den ersten Minuten hieß die Parole. Alemannia Neuverpflichtung Marcus Hoffmann gab auch direkt sein Debüt im schwarzgelben Trikot, und stand neben Kapitän Peter Hackenberg in der Innenverteidigung. Niko Opper gab mit Marco Neppe die „Doppelsechs“, Florian Abel spielte auf die Zehnerposition und Nazim Sangare im Angriff. So rotierte Coach Peter Schubert Abedim Krasniqi und Sasa Strujic auf die Bank.

 

Ballnetztor

Nach knapp einer Viertelstunde kam Nazim Sangare über rechts und zog nach innen. Sein Schuß aus spitzen Winkel konnte SC Keeper Kampe nur abklatschen, aber Rafael Garcia kam eine Fußlänge zu spät. Alemannia setzte immer wieder offensive Akzente, ohne allerdings wirklich gefährlich zu werden. Auch der SC Verl hatte so seine Mühe mit dem Spiel, Torjäger Simon Engelmann befand sich in guter Obhut bei Marcus Hoffmann. Nach einer halben Stunde erst entsprang die erste Möglichkeit, als man die schwarzgelbe Abwehr mit einem Lupfer überwand. Dort konnte der in der Mitte durchgebrochene Böhmer-Schulte aber an einem gefährlichen Schuß gehindert werden. Die letzten fünf Minuten vor der Pause gehörten dem Gastgeber, Simon Engelmanns Möglichkeit endete im Abseits.

 

Niko Opper 2Erzielte sein erstes Tor für Alemannia – Niko Opper

Nach der Pause hatte der Gastgeber seine dickste Chance nach fünf Minuten, als Torjäger Simon Engelmann mit einem 12m Seitfallzieher unseren Keeper Frederic Löhe prüfte. Dieser tauchte ab und konnte mit einer Glanzparade den Ball gerade noch so an und um den Pfosten lenken. Auf der anderen Seite bekam Florian Abel den Ball von Niko Opper, bekam aber aus guter Position nicht genügend Druck hinter dem Ball so das der Ball mühelos in die Hände von SC Keeper Kampe kullerte. Das Spiel wurde nun intensiver, beide Teams suchten ihr Chance nun im Sturm. Das Verletzungspech bleibt den schwarzgelben auch weiterhin treu, Jochen Schumacher musste raus (vermutlich Muskelfaseriss) und Mazan Moslehe kam ins Spiel und ging ins Sturmzentrum. Nach einer weiteren guten Chance durch Simon Engelmann, und einer weiteren guten Parade von Keeper Frederic Löhe, wurde es ungemütlich im Verlauf.

DSC_2803

Nachdem Rafael Garcia den Verler Stürmer von den Beinen holte, hatte dieser sich nicht im Griff und trat gegen Garcia nach. Es kam zu kleinen Rangeleien und Rudelbildung, ehe Schiri Benjamin Schäfer den Verler Torjäger mit Rot vom Platz stellte. Aber auch Rafael Garcia kam nicht ungestraft davon, er bekam die gelbe Karte. Die Nerven waren beim Gastgeber noch nicht sortiert, da landete ein Eckball vor die Füße von Niko Opper der den Ball aus zehn Meter zum 0:1 über die Linie stocherte. Das Spiel bleibt hektisch seitens der Verler, auch die 20 „harten Jungs“ der Verler Ultras (?) machen sich bemerkbar. Dann brennen auch Jannik Schröder die Sicherungen durch, als er überhart gegen Marco Neppe zu Werke geht. Der vorbelastete Spieler wurde von Schiedsrichter Benjamin Schäfer ebenfalls frühzeitig zum Duschen geschickt, per gelb-roter Karte. Das spielte unserer Alemannia natürlich in die Hände, man erinnerte sich noch an das Hinspiel als die Verler ebenfalls mit allen Tricks versuchten unsere Spieler mit dererlei Aktionen aus dem Konzept zu bringen. Doch diesmal gelang das nicht, im Gegenteil. Dennoch suchten sie weiterhin ihr Heil in der Offensive mit langen Bällen. Eine 1:0 Führung ist immer auf der Kippe gegen einen angeschlagenen Gegner.

Sasa Strujic-copSasa Strujic erzielte das entscheidende Tor und machte den „Deckel“ drauf

Während die Verler alles nach vorne warfen, wartete Alemannia auf die Chance. So auch als Nazim Sangare einfach seinem Gegenspieler Bertram den Ball abluchste, und aus spitzen Winkel an SC Keeper Kampe schweiterte der den Ball über die Latte lenkte. Verl operierte die letzten mit langen Bällen, Alemannia vertändelte die guten Konter Gelegenheiten. In der Nachspielzeit aber saß der letzte Konter, als Mazan Moslehe auf Sasa Strujic ablegte und dieser den Ball aus spitzen Winkel ins Tor zum 0:2 (90+1) beförderte. Nun fielen sämtliche Steine von den schwarzgelben Herzen, und man jubelte in der Fankurve vor dem Alemannia Block. Die restlichen Minuten waren dann nur noch Schaulaufen und der Jubel riesengroß über die drei wichtigen Punkte in Verl.

Schubert-ATSVUnserem sonst ruhigen und besonnen Coach Peter Schubert ging die Hutschnur hoch 

Nach Spielende zeigte sich der SC Verl als schlechter Verlierer, vor allem Coach Andreas Golombek schoss über das Ziel hinaus. Verstehen kann man es irgendwie, denn wir wissen selber aus eigener Erfahrung wie es ist wenn man das Gefühl hat beschissen worden zu sein. Aber die These von Verls Coach Golombek war dann eher doch zum Kopfschütteln als er meinte dass das Schiedsrichter Gespann das Spiel gewonnen habe. Mehr noch – „Wenn du ein Traditionsverein bist, hast du einen Bonus, Verl müsse wohl erst international spielen um bei den Unparteiischen einen besseren Stand zu haben“, so der Verler Coach in seiner Erregung. Als er dann auch noch mutmaßte das Rafael Garcia geschickt provoziert habe, da wurde es Alemannia Coach Peter Schubert dann zu bunt und fing den Verler Coach wieder ein. Selbst kommentierte er den Sieg der eigenen Mannschaft knapp „Ein eminent wichtiger Dreier“. So ist er, unser Coach.