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Jan 25 2014

Kartoffelkaefer

Ohne Chance – Alemannia verliert 1:3

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Das erste Spiel im neuen Jahr, das erste Spiel „insolvenzfrei“. Es hätte alles so schön werden können, im Nachholspiel gegen den Spitzenreiter aus der Domstadt. Fortuna Köln kam mit breiter Brust und zwei Ex-Alemannen im Gepäck. Kristoffer Andersen (der es hier so schön fand) und Albert Streit (der nun Köln durch hat). Gerade und wieder einmal typisch das uns Albert zwei Tore bescherte, und unsere Abwehr es ihm auch Pippi leicht machte. Alemannia agierte neunzig Minuten zu harmlos gegen einen Spitzenreiter der heute nur im halben Gang agieren musste. Unschön das am Ende ein Schwachmaat auf der Südtribüne einen Riesenböller zündete, und zwei Zuschauer verletzt wurden. Er wurde direkt habhaft gemacht und bekam als erstes schon ein Stadionverbot auferlegt. Persönlich hoffe ich das noch mindestens 200 Sozialstunden dazukommen, denn die kleineren Kinder drumherum haben den Schock ihres Lebens bekommen!

 

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Es sollte an diesem Nachmittag auch wirklich nichts klappen, dabei sollte doch beim ersten Spiel nach Insolvenzfrei endlich ein Ruck durch die Mannschaft gehen. Aber nicht mal die Anzeigetafel spielte mit, so sehr sie sich in der ersten Halbzeit auch mühte. Ein Spiegelbild was auf dem Rasen unten geschah. Dabei fing es ganz gut an, Alemannia schnürte den Spitzenreiter in den ersten Minuten ein. Sasa Strujic hatte die beste Möglichkeit eines Volleyschusses, aber verfehlte das runde Leder mit dem Fuß. Mit Albert Streit hatte sich Fortuna in der Winterpause nochmals verstärkt, um die Aufstiegsambitionen zu untermauern. Das eingespielte Team zeigte dann nach vier Minuten wie man mal eben clever spielt. Albert Streit führte schnell einen Freistoß aus, und der völlig ungedeckte Kessel lief links kommend auf das Tor zu und traf den linken Pfosten. Der Abpraller landete vor die Füße von Kraus der, ebenfalls unbehelligt, den Ball zum 0:1 (4.) ins Tor beförderte. Da war die gesamte schwarzgelbe Abwehr im Komazustand, und stand unbeteiligt rum.

 

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Die 6.700 Zuschauer supporteten so gut es ging, leider kam der Funke nicht am Spielfeld an. Alemannia agierte zu harmlos, so wie man es aus der Hinrunde her kannte. Offensiv blieben zuviele Fragezeichen, meist wurde der Ball viel zu einfach hergeschenkt oder doch besser zurückgespielt. Einzig Alleingänge sorgten für etwas Gefahr, aber nachsetzen war auch an diesem Nachmittag ein Fremdwort der schwarzgelben. Statt Kampfanzug kam doch wieder das Ballettröckchen zum Vorschein. Zwei Ex-Alemannen setzten dann schon zum vorzeitigen K.O an. Kristoffer Andersen wurde nicht energisch attackiert, sein Pass auf dem im Strafraum freistehenden Albert Streit schenkte kein Abwehrspieler Beachtung, so das Albert mit einem trockenen Schuss ins lange das 0:2 (23.) markierte.

 

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Bis zur Halbzeitpause blieb das Spiel auf schwachen Niveau seitens unserer schwarzgelben. Der Gästekeeper musste kaum eingreifen und wird froh sein das er sich keinen Husten holte. Nach der Halbzeit reagierte das Trainer Gespann und brachte mit Nazim Sangare und Masato Yoshihara zwei Offensivere Leute. Dafür musste Sasa Strujic und Florian Abel in der Kabine bleiben. Schon nach knapp einer Minute bot sich die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, als Masato Yoshihara am langen Pfosten den Ball aber zu wuchtig aus spitzen Winkel über das Tor zimmerte. Das wars dann aber auch wieder mit der Offensive. Fortuna hingegen spielte weiter so gut wie man eben musste. Der kompfortable Spielstand ließ Ruhe walten, und man schlug dann blitzschnell zu. Sievers flankte in den Strafraum, wo Albert Streit wieder „vergessen“ wurde, und frei vor Keeper Löhe wenig Mühe hatte zum 0:3 (52.) zu vollenden. Diesmal freute er sich sogar, nachdem er zuvor doch flätig besungen wurde seitens der Alemannen Fans.

 

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Der Drops war gelutscht und es wurde ein bischen ruppiger, aber nie unfair. Dafür sorgte auch Schiedsrichter Christian Bandurski, der immer auf Höhe des Geschehen war und den Vorteil soweit laufen ließ bis er ein Nachteil wurde. Das gefiel mir persönlich sehr gut. Ein Schiedsrichter den ich öfters gerne sehen würde! Alemannia blieb stets bemüht, aber zu mehr reichte es an diesem Nachmittag einfach nicht. Der Ball landete selten da wo er hinsollte, kaum Bewegung im Spiel, und einfach zu ideenlos. Nun muss man zwar nicht gegen den Spitzenreiter gewinnen, aber schlafend die Punkte herschenken braucht man auch nicht. Der eingewechselte Mazan Moslehe besorgte zumindest mit seinem Treffer zum 1:3 (90.) für die Ergebniskosmetik. Er fasste sich ein Herz und erzielte aus 18m mit einem platzierten Schuss den Ehrentreffer. Zu mehr reichte es an diesem Nachmittag nicht.

 

An dieser Stelle in eigener Sache! Auf dem Rückweg hab ich irgendwie meine Dauerkarte verloren, und trotz sofortigen Suchens war sie natürlich nicht mehr auffindbar. Also ab in den Fan-Shop, Karte sperren lassen und neue mitgenommen. Zuhause angekommen lese ich dann in Facebook das meine Karte gefunden und abgegeben wurde. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank für den ehrlichen Finder 🙂 TOP

 

Weitere Bilder gibt es in der Webgallerie.