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Jan 21 2014

Kartoffelkaefer

Alemannia startet neu – Insolvenz beendet

TSV-Zukunft

Der heutige Tag wird in die die alemannische Geschichte eingehen. Und diesmal gibt es nach langen Jahren des Elends doch etwas positives. Die Insolvenz wurde heute beendet durch die Zustimmung des Gläubigerausschusses, Alemannia startet schuldenfrei in neue Ära. Auch wenn das Gericht diesem noch formal Zustimmen muss, am Ende ist der Verein Alemannia Aachen GmbH um 72,217 Millionen Schulden erleichert. Nun sollen Leute dem Verein voranstehen die es mehr mit dem Verein als mit Pöstchen im Sinne haben, und die Klüngelschaft endlich beenden, die es jahrelang in der Alemannia Führungsetage gab. Diese neuen Leute, es wird auf den ehemaligen Wirtschaftsbeirat um Tim Hammer und wahrscheinlich dem Chef des Hauptsponsor Doc Morris hinauslaufen, werden sich am 13. März 2014 bei der Alemannia Jahreshauptversammlung dem Mitgliedervotum stellen. Dann wird entschieden wer in den einzelnen Gremien reingewählt wird. Auch der Vermarkter Infront hat schon durchblicken lassen, wen er für die kommenden Aufgaben gerne im „Boot“ haben will.

 

Die rund 800 Teilnehmer des Gläubigerausschusses trafen sich heute um 10 Uhr im Aachener Eurogress. Dort stellte Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning den Sanierungsplan noch einmal vor mit der Maßgabe das die vier Gruppen der Hauptgläubiger auf eine Menge Geld verzichten mit dem Beschluss, aber der Alemannia somit einen Neustart ermöglichen. Die einzelnen Quoten der Ausschüttung, verteilt auf die vier Gruppen der Bürgschaftsnehmer,  Kleingläubiger, Anleihegläubiger und nicht nachrangige Gläubiger, könnten sich noch erhöhen wenn die Haftungsfragen und Ansprüche geklärt sind. Zu diesem Zweck wurde die Alemannia Aachen Zweckgesellschaft gegründet, die nach der Insolvenz weiterhin die Ansprüche der Alemannia verfolgt gegen die zuletzt tätigen Gremiumsmitglieder des Aufsichtrates. Und das ab 01. Februar 2012, dem Zeitpunkt wo die Alemannia laut Gutachen schon Insolvenz gewesen ist.

 

So liegt zwischen diesem Datum und der Einreichung des Antrags auf Insolvenz im Herbst 2012 der Anfechtungszeitraum für Zahlungen, die dazwischen geleistet wurden. Die Anspruchsgegner sind zur Rückerstattung aufgefordert, es wird laut Insolenzverwalter mehrere juristische Instanzen benötigt um die Ansprüche und Haftungen geltend zu machen. So lange kann der Verein Alemannia Aachen GmbH allerdings nicht warten, deshalb die Ausgliederung der Ansprüche in eine neue „Zweckgesellschaft“. Um die Mittagszeit stimmten die vier Gruppen des Gläubigeraussschusses dann mit 99% zu, bei drei Gegenstimmen. Damit ist die Insolvenz der Alemannia Aachen GmbH heute beendet, das Gericht muss diesem noch formal Zustimmen und die Insolvenz aufheben.

 

Mögen die neuen Leute, die auf der Alemannia Jahreshauptversammlung am 13. März 2014 in die Führungsgremien gewählt werden, die Alemannia in eine bessere Zukunft steuern. Vor allem das sie mehr Transparenz und Vertrauen walten lassen. Denn nie wieder dürfen Kopfnicker und Ja Sager die Alemannia führen, und nie wieder darf das Wort Kontrolle eine bloße Floskel sein mit wegwerfender Handbewegung. Wenn es den neuen Leuten um den Verein geht und weniger um das besetzen eines „Pöstchens“, dann bin ich optimistisch das unsere Alemannia noch mal da hin kommt wo die besseren Zeiten sind. Es ist die allerletzte Chance!