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Jan 19 2014

Kartoffelkaefer

Projekt U96 – Modellbau Tag 3

U96-Header

Jetzt sagen Sie nicht es ist schon wieder Modellbautag!

Heute wollte ich mich mal mit dem Ätzteil aus der Modellbau Ausgabe 2 beschäftigen. Das sah nicht schon filigran aus, das ist auch filigran! Zumindest wenn man mit solch feinen Teilen arbeiten muss mit seinen Pranken 😉 Zuerst aber gab es im Modellbauforum aber eine kleine Diskussion über das Decal (Abziehbild) in Ausgabe 3. Der Säbelzahnfisch liegt in den Farben blau und grün bei. War der bei der U 96 nicht schwarz? Ein Hinweis auf einer U-Boot Seite besagte dann es grün war. Hm, ich denke ich muss mir den Film „Das Boot“ nochmal anschauen 😉 Und die Frage klären ob es nur im Film schwarz war und beim Orginal der U96 grün gewesen ist. Oder beides? Nun, ich hab ja noch etwas Zeit ehe die Decals auf dem Turm geklebt werden.

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Aber nun sollte es an den Messing Ätzteilen rangehen. In der zweiten Ausgabe des Abos lagen dann die folgenden Teile bei:

  • – Netzsäge
  • – Verstärkungen
  • – zwei Bügel

 

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Zuerst mussten die Teile natürlich aus der großen Ätzplatine herausgelöst werden. Gestaltete sich schon beim ersten Holzbauteil das ganze mühsam (weil man ja vorsichtig herangeht) sollte es hier auch nicht anfangs besser funktionieren. Mit dem Cutter war das ein ganz schönes Stück „hantier“ wie wir hier ich Aachen sagen 😉 Aber mit einem anderen Cutter und bisschen Geduld fluppte das dann doch ganz gut. Danach mussten die filigranen Teile natürlich noch entgratet werden an den Nahtstellen, das war mit dem Schleifpapier und Nagelfeile dann auch eine Geduldsprobe. Man will ja nichts kaputt machen.

 

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Nun kam der spannende Teil. Denn es sollten die beiden Bügel entlang der Falze gebogen werden. Dazu riet die Anleitung eine Flachzange mit langen Backen zu nehmen. Nichts leichter als das und den Bügel eingespannt in die Flachzange. Tjoo…und nu? Wie sollte das jetzt umgebogen werden? Mit den einfachen porfanen Mitteln klappte es jedenfalls nicht, und gewalt anwenden wollte ich auch nicht. Denn das würde wahrscheinlich sofort schwer bestraft werden. Also blieb die Erkenntnis, ohne Biegeteil wird es nicht gehen. Das ist dann wohl die nächste Investition. Ich weiß was ihr jetzt denkt…meine Güte das Umbiegen ist doch Pipi einfach. Wenn ich das hundert mal gebogen habe dann ganz bestimmt 😀 Also kamen die beiden Bügel erstmal wieder auf die Seite.

 

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Es ging also weiter mit der Netzsäge, dort sollte das Bauteil Sägeblatt auf der Netzsäge geklebt werden. Dafür nahm ich meinen kleinen Pinsel und Sekundenkleber Gel, so das man es noch korrigieren konnte beim aufkleben. Denn auch das sah nicht so aus als wäre es mit drauflegen und zupacken getan. Denn die beiden Einkerbungen der jeweiligen Bauteile musste deckend sein. Da war also genaues Arbeiten erforderlich, was mir überraschenderweise auch auf Anhieb gelang 😉

 

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Nun mussten auf der anderen Seite die jeweiligen Verstärkungen ebenfalls geklebt werden, so das die Netzsäge stabil wurde in ihrer Ausrichtung. Am Ende waren die Teile alle verklebt und das begutachtende Auge sagte „haste prima gemacht Jong“ 🙂 Da ich schonmal gerade beim Kleben dabei war, schnappte ich mir den Messing Ätzteilsatz aus Ausgabe 1. Dort sollte ja auch ein Bauteil verklebt werden. Also flugs das Teil aus dem Rahmen entfernt und geschliffen, und schon wurde es auf dem vorderen Deckbereich aufgeklebt. Auch hier war die Schwierigkeit das die beiden Minilöcher deckend sein mussten. Das war schon schwer es mit bloßem Auge zu sehen, also kam die mitgelieferte Lupe zum erstenmal zum Einsatz. Perfekt 🙂

 

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Falls ich mich da doch mal vertue, ich hab ja noch ein Ätzteil aus Ausgabe 1 als Reserve ;-). Die Teile packte ich nun fein säuberlich weg in kleinen Tütchen und beschriftete diese mit der Ausgaben Nummer. Die beiden Bügel müssen ebenfalls solange eingelagert werden bis ich dann mal das entsprechende Biegeteil hab.

 

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Als Vorbereitung für den nächsten Bauabschnitt habe ich aus Ausgabe 3 schonmal die Teile aus dem Holzrahmen gelöst. Die Nahtstellen wurden geschliffen, ebenso die Spantenoberfläche. Auch hier ging das schleifen nun etwas von der Hand. Doch vorsicht! Beim schleifen passierte es mir, das an einem Spant ein kleines Stückchen weg- bzw abgerissen wurde. Nein wie ärgerlich trotz aller Vorsicht! Doch mit etwas Holzleim konnte ich die dünne Stelle wieder verkleben mit dem Stückchen, so das es nochmal gut gegangen ist. Puhh.

 

DSC_8300Sieht auf dem Bild schlimmer aus als es war 🙂 Es war wirklich nur ein 0,1mm Stückchen. Das war es für den heutigen Tag, die Vorbereitungen sind getroffen so das ich beim nächsten mal mit dem weiteren Bau des vorderen Rumpfes fortfahre. Und das Biegeteil bleibt auf der ToTo Liste.

 

Hier noch ein paar Bilder:

 

DSC_8279Filigrane Arbeit an den Ätzteilen

 
 

DSC_8281Eine ruhige Hand ist unerläßlich

 
 

DSC_8283Sieht gelungen aus

 
 

DSC_8287Dieser kleiner Pinsel ist der Hit

 
 

DSC_8288Das Biegen der Bügel muss warten

 
 

DSC_8291Gut verpackt und beschriftet

 
 

DSC_8292Dooohhhhhhh

 
 

DSC_8295Vorbereitung für den nächsten Bauabschnitt

 
 

DSC_8298Geschliffen und beschriftet