Dez 08 2013

Vermurkst – Unglückliche Niederlage gegen kleine Knappen

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Am Ende sprechen nur nackten Tore eine eindeutige Sprache. Egal ob man gut gespielt hat, oder Pech im Abschluss hatte. Der Gegner hat zwei Tore geschossen aus drei Chancen, Alemannia hat nur eins bei fünf Chancenn geschossen. Fussball kann manchmal doch ungerecht sein. Ein gutes Spiel wird nicht belohnt, weil Ex-Alemanne und Neu-Schalker Robert Leipertz zweimal zuschlägt, und damit die Alemannia in Alleingang “erlegt”. Es ist nicht schlimm wenn ein Ex-Spieler gegen seinen alten Verein trifft, das Glück haben wir eh regelmäßig gepachtet. Nein, das “wie” ist schlimm. Die Tore, so wie er sie gemacht hat, hätten uns letzte Saison gut getan. Aber Roberts Schuss in den Winkel zum 1:2 wäre vor einem Jahr noch im Reitstadion des ALRV gelandet. Aber dennoch muss man sich an die eigene Nase fassen. Gut gespielt ja, aber vorne war wieder der Murks drin. Zu fahrlässig und zu kompliziert suchte man den Weg zum Tor. Es wäre vielleicht anders ausgegangen wenn Rafael Garcia nach 23. Minuten in, statt weit drüber, ins Tor geschossen hätte. Und wenn Frederic Löhe etwas weniger schnell rausgekommen wäre, wer weiß ob Robert Leipertz dann auch getroffen hätte? Am Ende stand unter dem Strich die zehnte Niederlage am Ende der Hinrunde.

 

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Mit 15 Minuten Verspätung konnte das letzte Heimspiel in der Hinrunde starten, weil die kleinen Schalker im Stau stecken geblieben sind. Kennen wir, ist uns ja auch schon passiert. Böse Zungen behaupteten das sie mit den Schalker Profis nach Mönchengladbach gefahren sind, und dann mit dem Zug weiter gereist sind. Aber es waren nur böse Zungen. Bei den kleinen “Knappen” konnte man auch gleich mehrere Ex-Alemannen begrüßen, die ehemals das schwarzgelbe Trikot getragen haben. Da waren zum einen die letztjährigen Alemannen Robert Leipertz und Dario Schumacher (Robert Moonen sagte die ganze Zeit Robert Schumacher – bestimmt absichtlich!), zum anderen Olivier Caillas (der spielt immer noch) und Schalke II Coach Bernhard Trares. Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah konnte man leider nur beim warmmachen zusehen, er fiel später kurzfristig aus wegen einer Zerrung.

 

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In den ersten zwanzig Minuten passierte nichts, Alemannia hatte mehr vom Spiel konnte das aber in der Gefährlichkeit nicht ausdrücken. Die eingeschnürten Knappen hatten Glück das wenige Minuten später ein Loch im Rasen das 1:0 verhinderte. Da bekam Rafael Garcia den Ball von Abedin Krasniqi und startete durch, bis er allein vor S04-Keeper Oswald den Ball meterhoch über die Querlatte zimmerte. Da stand auf den Tribünen schon alles (bis auf die 13 Schalker Fans) und jubelte….und wunderte sich wohin der Ball geflogen war. Dann gab es eine Lehrstunde in Effektivität. Schalke war bis dahin nicht gefährlich vor dem Aachener Tor aufgetaucht, bis Dario Schumacher einen weiten Ball auf Robert Leipertz spielte. Die schwarzgelbe Abwehr war unsortiert, Keeper Frederic Löhe vielleicht einen Tacken zu schnell aus dem Kasten. Robert Leipertz umkurvte unseren Keeper und schoss den Ball ins verwaiste Tor zum 0:1 ein. Erfreulich das Robert sich und uns eine Jubelarie ersparte (“Ich hatte mir vorgenommen nicht zu jubeln, falls es etwas zu feiern gibt“), dafür jubelten seine Knappen umso mehr für ihn mit. Allerdings, ist euch auch aufgefallen das Robert Leipertz viel Athletischer daherkommt als zu unseren Zeiten? Oder liegt das nur am hässlichen blauen Trikot? 😉

 

Michael Lejan 2Michael Lejan erzielte das 1:1 und gleichzeitig seinen ersten Treffer für die Alemannia

 

Alemannia zeigte sich nur kurz geschockt, dann sah man das selbe Bild wie zuvor. Optisch blieb Alemannia überlegen und versuchte auf den Ausgleich zu drängen. Nach einem Eckball war es dann soweit. Michael Lejan blieb am Drücker gegen zu passive Schalker Verteidiger und drosch den Ball unhaltbar aus 8m in die Maschen zum 1:1. Und nur eine Minute später stand Sascha Marquet in ausichtsreicher Position zum 2:1, doch im letzen Moment wurde sein Schuss geblockt. Alemannia ließ nicht locker und drückte, aber ein weiteres Tor wollte nicht mehr fallen bis zur Pause.

 

DSC_8122Auch in der zweiten Halbzeit ging es vorzugsweise nur in eine Richtung, auf das der kleinen Knappen. Und fast hätte man ein sehr schönes Eigentor bewundern können durch Schalkes Verteidiger Philipp Max, als er seinen Keeper zu einer Parade zwingen musste als er den Ball in die kurze Ecke köpfte. Dann gab es wieder den einen Moment, wo Alemannia hinten nicht gut sortiert stand und Dario Schumacher einen Ball für Robert Leipertz auflegte. Dieser stand halbrechts frei vor dem Tor und zimmerte den Ball ins rechte obere Eck zum 1:2. Wieder ersparte sich Robert Leipertz das jubeln, ja es schien fast so als würde es ihm leidtun. Alemannia zweimal düpiert, aber immer noch mit großen Kämpferherz. Die Partie wurde ruppiger, viele kleine Fouls und Nicklichkeiten störten nun den Spielfluß. Am Ende sollte Alemannia nochmal zweimal die Chance bekommen per Freistoß etwas zählbares daraus zu machen, aber es sollte nicht klappen.

 

Danke Leipertz, hättest du mal so letzte Saison getroffen und wir wären nicht abgestiegen!

Ein Fan aus dem O5 nach dem zweiten Tor von Robert Leipertz

 

So blieb es dann am Ende beim 1:2 und einer mehr als unglücklichen Niederlage. Trotzdem verabschiedeten die 5.100 Zuschauer die Alemannia aufmunternd, denn in einer Woche startet bereits die Rückrunde gegen Fortuna Köln. Und da kann man sich mit einem Sieg in die Winterpause verabschieden.

 

Bilder vom Spiel gibt es in der Web Gallerie.