Nov 29 2013

Alemannia Jahresrückblick 2013 – Mai

TSV-Jahresrückblick2013_Mai

Am 04. Mai wird der Abstieg aus dem Profifussball mit einer 1:0 Niederlage beim FC Halle entgültig besiegelt. Kurz danach heißt es Abschied nehmen von Coach René van Eck, der ein unmoralisches Angebot nicht annehmen konnte. Vor dem Aachener Landgericht klagt Ex-Geschäftsführer Frithjof Kraemer auf Wiedereinstellung. Was dort „herauskommt“ läßt den einfachen Beobachter mit staunenden Mund zurück. Zum Abschluß gibt es ein Heimsieg, und Sportmanager Uwe Scherr erzählt vieles, was sich später als Wunschtraum entpuppt. Der Wirtschaftsbeirat um Tim Hammer löst sich auf, in Bonn verliert Alemannia das wichtige Pokalfinale. Uwe Koschinat kommt nicht zum Tivoli, dafür aber die Fahnder mit einer Razzia. Torsten Frings ist erstaunt, und das Alemannia Fan Volk auch – von Sportmanager Scherr. Ohne Plan B endet die Saison und die weitere sportliche Zukunft.

 

 

Letzter Rückblick: April 2013

 

 

03.05.2013 – Unglaubliches vor Gericht

Wiedersehen vor Gericht. Ex-Geschäftsführer Frithjof Kraemer klagt vor dem Aachener Landgericht auf Wiedereinstellung. In einer hitzigen Debatte nahm Rechtsanwalt Delheid, auf Seiten Alemannia´s, den Kläger unter Beschuss. „Sie müssen sich schämen. Sie haben den Verein vor die Wand gefahren“, waren noch die harmlosen Formulierungen. Unglaubliches kam beim ersten Verhandlungstag heraus. Nicht nur Gelder wurden hin- und her geschoben von Frithjof Kraemer, er hatte auch Gelder verbucht die zweckgebunden waren (Fan-Anleihe). Richter Bender gab Kraemer am Ende des Tages folgendes mit auf dem Weg: „Wenn sie falsche Angaben gegenüber dem DFB gemacht haben, kann sie keiner mehr retten!“

 

 

04.05.2013 – Abstieg bestätigt

Mit einer 1:0 Niederlage beim FC Halle ist der sportliche Abstieg nun auch endgültig vollzogen. Damit steigt die Alemannia sportlich in die Regionalliga West ab und kann dort einen Neuanfang starten. Nach dem Spiel sagten unisono Coach René van Eck und Sportmanager Uwe Scheer das sie weiterhin am Tivoli arbeiten wollen.

 

 

08.05.2013 – Das unmoralische Angebot

Nachdem Sportmanager Uwe Scheer die Verhandlungen mit Spielern und Trainer aufnehmen sollte, wurde die Trainerfrage schnell geklärt. „Ich kann das Angebot nicht annehmen“, so René van Eck. Für die Unterstützung seiner drei Kinder und seiner Frau war das Angebot zu niedrig. Somit werden sich die Wege am Saisonende wieder trennen. Später wird van Eck bemängeln das man ihn nicht gefragt wie viel denn „gefehlt“ hätte für ein bleiben. Er ist enttäuscht.

 

 

10.05.2013 – Scherr´s Fakten

Eine interne Lösung der Trainernachfolge von René van Eck wird es laut Sportmanager Uwe Scherr nicht geben. Auch U23 Trainer Peter Schubert und U19 Trainer Reiner Plaßhenrich sind keine Alternativen. Es konnte kein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden, die Wege werden sich ebenfalls am Saisonende trennen.

 

 

12.05.2013 – Zum Abschied ein Heimsieg

Alemannia feiert gegen den VfB Stuttgart II einen 4:2 Heimsieg, und verabschiedet sich standesgemäß vor eigenem Publikum. René van Eck wird ebenfalls von den Fans mit viel Beifall und Tränen verabschiedet. Zudem gedenkt man an dem 14. Todestag von Mister Alemannia Werner Fuchs.

 

 

17.05.2013 – Wirtschaftsbeirat löst sich auf

Wegen Unstimmigkeiten und fehlender Kommunikation mit den beiden Insolvenzvertretern Mönig und Mönning, wird der Wirtschaftsbeirat sich auflösen. Diese hatte unter Vorsitz vom Tim Hammer dafür gesorgt das Alemannia die Saison zu Ende spielen konnte, und nicht frühzeitig in die Insolvenzeröffnung ging (was gleichbedeutend mit einem Abstieg in die Kreisklasse geendet hätte). Zudem wurde bekannt das Alemannia die 200.000 Euro aus dem DFB Kreditsicherheitsfond nicht pünktlich zurückgezahlt hat. Der DFB bestraft dies mit weiteren 3 Punkten Abzug. Alemannia muss das Geld innerhalb der kommenden fünf Jahren zurückzahlen, da ansonsten eine 3. Bundesliga Lizenz nicht ausgestellt werden kann. Michael Mönig und Rolf-Dieter Mönning erklären das man aufgrund ausstehender TV Gelder dieses Geld bereits verrechnet hätte. Der DFB sieht das aber offenbar ganz anders.

 

 

19.Mai 2013 – Zum Schluss ein Abschuss

Beim VfL Osnabrück setzte es am letzten Spieltag noch eine glatte 4:0 Niederlage. Während der VfL als Tabellendritter in die Relegation zur 2. Liga geht verlässt Alemannia nach 13 Jahren den Profifußball. Nun bleibt nur noch ein Highlight, das FVM Bitburger Pokalfinale in Bonn gegen Regionalligist Fortuna Köln.

 

 

20. Mai.2013 – Die Spatzen pfeifen es von den Dächern

Uwe Koschinat, Heiko Scholz und Udo Lipka sind die heißesten Anwärter auf dem Trainerposten bei der Alemannia. Sportmanager Uwe Scherr verkündet dass am 01. Juni der neue Trainer feststehen sollte. Damit läuft alles auf Uwe Koschinat von Fortuna Köln hinaus, denn dann ist das Pokalfinale gespielt und Uwe Koschinat wahrscheinlich frei für Aachen.

 

 

24. Mai 2013 – Razzia am Tivoli

Razzia am Tivoli und bei der Stadt Aachen. Um 9 Uhr kamen die Fahnder per Durchsuchungsbefehl und nahmen jede Menge Akten und Notizen mit. Auch die Räumlichkeiten der Stadt Aachen wurden aufgesucht und Akten von der Stadion Umfinanzierung als Beweissicherung mitgenommen. Selbst Ex-Geschäftsführer Frithjof Kraemer bekam am Tegernsee Besuch von den Fahndern. Die Auswertung der Akten, im Rahmen der Insolvenzverschleppung, wird noch Monate dauern.

 

 

25. Mai 2013 – Plaudereien

Alemannia Sportmanager Uwe Scherr „plaudert“ im Interview der Aachener Zeitung das Torsten Frings wieder ein Thema am Tivoli werden könnte. Unentgeltlich könnte er in der Regionalliga Mannschaft spielen und eine junge Mannschaft führen. Noch am selben Tag dementiert Torsten Frings die „Gerüchte“ und erteilt über Facebook eine Absage. Er sollte zwei Wochen später in Bremen bei Werder als Trainer anheuern.

 

 

28.05.2013 – Spielboykott um Haaresbreite

Vor dem Abschlusstraining zum FVM Pokalfinale wird dem gesamten Trainerstab gekündigt seitens des Insolvenz-Sachverwalter. Die Mannschaft schüttelt den Kopf und droht mit einem Spielboykott. Das können  Coach René van Eck und sein Co Sebastian Hahn aber noch abwenden. Kein guter Start für das Pokalendspiel.

 

 

29.05.2013 – Pleite in Bonn

Das letzte Highlight der Saison, das FVM Bitburger Pokalendspiel in Bonn, findet vor 4.750 Zuschauer statt. Alemannia setzt auch das letzte Saisonhighlight in den Sand und verliert gegen den Klassentieferen Regionalligisten Fortuna Köln mit 2:1. Während die Kölner sich damit für den DFB Pokal qualifizieren, steht Alemannia mit leeren Händen dar. Nach dem Abpfiff wird noch der Platz gestürmt, die Chaoten machen ihren Ruf noch einmal alle Ehre. Enttäuscht wird die Saison beendet, es fließen Tränen unter den gut 3.500 Anhängern.

 

 

30.05.2013 – Kein Plan B

Wunschkandidat Uwe Koschinat sagt einen Tag nach dem Gewinn des FVM Bitburger Pokal der Alemannia ab, und bleibt bei Fortuna Köln. Sportmanager Uwe Scherr zeigt sich enttäuscht und hat anscheinend keinen „Plan B“ in der Hinterhand. Heiko Scholz meldet sich via Zeitung und berichtet dass mit ihm seit zwei Wochen nicht mehr gesprochen wurde. Somit wird die Trainerfrage vertagt, wie so vieles anderes auch.

 

-Fortsetzung am 03.12.2013-