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Nov 15 2013

Kartoffelkaefer

Alemannia Jahresrückblick – Januar 2013

TSV-Jahresrückblick2013_Jan

Das „alemannische“ Jahr 2013 war bis jetzt nicht nur für den Verein bewegend. Nein, auch wir Fans haben in Sorge und Angst um unseren Verein in der Insolvenz viel mitgemacht. Zu oft schwankten wir zwischen Hoffnung, Rat- und Mutlosigkeit, und klammerten uns stets an das was blieb. Der Verein und die Mannschaft.
Der kleine Rückblick soll helfen und nochmal in Erinnerung rufen, was im Jahr 2013 rund um die Alemannia geschehen ist. Deshalb nehme ich euch ab heute, jeden Freitag und Dienstag, mit auf einer kleinen Zeitreise.

 

 

04.01.2013 – Wer ist noch da?

Erstes Training nach der Winterpause. Alemannia Coach René van Eck begrüßte fast alle Spieler auf dem Trainingsplatz, der befürchtete große Aderlass nach der Insolvenz blieb – vorerst – aus. Kapitän Albert Streit war nicht mehr dabei, er verkündete vorher seinen Wechsel zum Regionalligisten Viktoria Köln. Sportdirektor Uwe Scheer machte unmissverständlich klar dass die Profis wie auch die Trainer auf Geld verzichten müssen, sonst könnte Alemannia nicht überleben. Die Insolvenz erfordert einen strikten Sparkurs. So werden wohl möglicherweise noch weitere Spieler den Verein verlassen in der Transferperiode.

 

 

08.01.2013 Einschnitte

Nun ist es offiziell. Kapitän Albert Streit löste am Tivoli seinen Vertrag auf und verlässt die Alemannia in Richtung Viktoria Köln. Als Bedingung zu dem Wechsel wurde festgelegt dass er beim FVM Bitburger Pokalspiel, zwischen Alemannia und Viktoria Köln, nicht aufläuft. Ein Angebot vom Zweitligisten FC St. Pauli in der Winterpause schlug er aus. Er will mit Viktoria Köln in die 3. Liga aufsteigen.

Ein weiterer Einschnitt für die Fans. Der Klömpchensklub, die Alemannia Fan Kneipe, schließt seine Türen. Die Mitarbeiter wurden gekündigt und nur noch zu Heimspielen wird der „Klömpchensklub“ geöffnet.

 

 

09.01.2013 – Hoffnung

Alemannia gewinnt das erste Testspiel in der Winterpause gegen Roda Kerkrade II (Jong Roda) mit 4:0. Alle Spieler sind (noch) dabei.

 

 

 10.01.2013 – Fakten schaffen

Alemannia bleibt im Gespräch, jeden Tag eine neue Nachricht. Alemannia Hauptsponsor Geller kündigt seine Verträge und stellt den Ordnerdienst am Tivoli ein. Das ist nun eine prekäre Lage für die Alemannia, da ohne Ordner das Benefizspiel gegen den FC Bayern München gefährdet ist. Man sucht nach einer Lösung und hat Hoffnung einen Ersatzdienst zu finden. Unterdessen wird das Ganze ein juristisches Nachspiel haben, laut Geschäftsführer der Geller GmbH hat die Firma viel Geld verloren. Worin sagt man (noch) nicht.

 

 

12.01.2013 – Balsam für die Seele

Alemannia siegt im Nachholspiel des FVM Bitburger Pokals bei Viktoria Köln mit 5:2 nach Elfmeterschießen,  und zieht in die dritte Pokalrunde ein. Keeper Mark Flekken, die neue Nummer 1, hält zwei Elfmeter. 2.000 Aachener Fans machen das Auswärtsspiel zum Heimspiel. Balsam auf die geschundene Seele.

 

 

13.01.2013 – Aufgegeben

Die Aachen Ultras (ACU) hat genug von den Gängelungen, Beschimpfungen und Prügeleien mit der Karlsbande (KBU). Auch in Köln bekam man sich wieder in die Haare. Nun sieht die ACU den Zeitpunkt gekommen sich aufzulösen, und den Tivoli nicht mehr zu besuchen. Man fühlt sich vom Verein im Stich gelassen. Einseitige Sichtweise, aber ein nennenswerter Schritt der noch bundesweite Schlagzeilen nach sich ziehen wird.

 

 

18.01.2013 – Abschied und Herzblut

Nun also doch. Christian Weber (Fortuna Düsseldorf II) und Fabian Baumgärtel (Stuttgarter Kickers) verlassen, neben Seyi Olajengbesi, Michael Melka und Freddy Borg, die Alemannia und gehen den neuen schweren Weg nicht mit. Anders dagegen Robert Leipertz, er unterschreibt einen neuen Vertrag trotz der Beobachtung und Interesse von Red Bull Leipzig.

 

 

20.01.2013 – Danke Danke Uli

Im Rettungsspiel, mit neuem Ordnerdienst und bei Minusgraden, gegen den FC Bayern München unterliegt die Alemannia zwar 2:5, aber der Auftritt macht Mut und Freude. 75 Minuten kann man gegen den Rekordmeister vor 31.600 Zuschauern mithalten, dann setzt sich die individuelle Klasse eines Arjen Robben durch der per Doppelschlag die Partie entscheidet.

 

 

24.01.2013 – Abschied (2)

Kai Schwertfeger, der im Benefizspiel gegen Bayern München als Kapitän ein gutes Spiel machte inklusive Tor, verläßt nun doch etwas überraschend die Alemannia in Richtung Ligakonkurrent Karlsruher SC.

 

 

26.01.2013 – Heimsieg

2:0 lautet der Endstand zwischen Alemannia und  dem 1. FC Saarbrücken im ersten Spiel nach der Winterpause. Mit einem Altersdurchschnitt von 21,5 Jahre stellt Alemannia das jüngste Team der 3. Bundesliga. Vor 8.350 Zuschauer erzielten Kefkir und Marquet die Tore.

 

 

30.01.2013 – Punkteteilung

Im großen Signal-Iduna Park in Dortmund absolviert man das Nachholspiel gegen die Dortmunder Amateure. Vor 3.000 Zuschauern, und einem Spiel auf niedrigem Niveau, trennte man sich 0:0.

 

 

31.01.2013 – Rückschlag

Der DFB untersagt der Alemannia sämtliche Transferaktivitäten in der Winterpause, solange es eine Liquiditätslücke von 1,2 Mio Euro gibt. So kommen die Verträge mit Nils Zander (Schalke 04 II), Tom Moosmayer (Wuppertaler SV) und Andreas Ibertsberger (vereinslos) nicht zustande. Alemannia Coach René van Eck nimmt es zur Kenntnis und sieht die Herausforderung.

 

-Fortsetzung am 19.11.2013-