Okt 21 2013

Auswärtsniederlage – Außer Spesen nichts gewesen

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Länderspielpausen tun der Alemannia gar nicht gut. Nach zwei Wochen Pause ging es auswärts zu den “kleinen” Fortunen, ins Paul-Janes-Stadion. 1.583 Zuschauer, darunter gut 1.100 schwarzgelbe Alemannen, machten das Auswärtsspiel zum Heimspiel. Und wieder konnte die Mini Serie von zwei Siegen nicht ausgebaut werden, im Gegenteil. Wieder sorgte ein Standard für das Gegentor und wieder blieb man auswärts vor dem gegnerischen Tor ein zahnloser Tiger. Außer in der 85. Minute, als Rafael Garcia und besonders Nazim Sangare zeigten wie man den Ball auch aus allerbester Position nicht im Tor unterbringen kann. Die beste Szene, gleich hinter der kleinen Regelkunde des Abseits. Dazu später mehr.

Wer hier öfters liest weiß ich das ein verfechter von klarer Kommunikation bin. So verstehe ich unseren Trainer immer noch nicht wie man vor einer Begegnung schon einen möglichen Punkt ins Gespräch bringt. So sagte unser Coach Peter Schubert “das man mit einem Punkt nach Düsseldorf reist, und möglichst mit einem Punkt wieder nach Aachen fahren will“. Nein Pit !!! Da krieg ich echt zuviel, wieso machen wir uns immer so klein? Da muss man der Mannschaft sagen das man nach Düsseldorf hinfährt, Gras frisst, den Gegner 90 Minuten auf dem Sack geht, und dann mit drei Punkten zurück in die Kaiserstadt reist! So muss das! Stattdessen haben unsere schwarzgelben auch so gespielt, auf ein Unendschieden. Hinten dicht stehen und auf Konter lauern, während die kleinen Fortunen das Spiel machten. Heraus sprang zunächst auch nichts, außer zwei gefährliche Chancen im verlaufe der ersten Halbzeit. Die größte Chance hatte da noch Fortunas Ihlas Bebou, der seinen Gegenspieler tunnelte und von der Strafraumgrenze knapp am Tor vorbeischoss. Kurz vor der Halbzeit hatte Sasa Strujic die beste Möglichkeit, als er freistehend über das Tor der Fortunen köpfte.

 

Wenn man diese Möglichkeit hat, muss man den Ball mit allem was man hat über die Linie drücken

(Alemannia Coach Peter Schubert)

 

Ein Wiedersehen gab es auch mit Ex-Alemanne Christian Weber, der Kapitän der Fortuna U23. Weber wechselte nach der Insolvenz der Alemannia im Januar 2013 zu seinem früheren Arbeitgeber wieder zurück. Das nur am Rande. Am Spiel änderte sich zunächst nichts, Alemannia wartete ab und Fortuna suchte die Lücke im dichten schwarzgelben Abwehrverbund. Was aus dem Spiel heraus nicht funktioniert, klappt dann beim ruhenden Ball. Ein Eckball genügte wieder einmal, und der Gastgeber ging in Führung. Ex-Profi Jens Langeneke stand völlig frei und köpfte mühelos zum 1:0 (66.) ein. Nun wurden die Alemannen munterer und bedingt durch die Wechsel ging auch die Taktik anders auf. Nun wagte sich schwarzgelb auch mal aus der Deckung, blieb aber weiter anfällig. Ihias Balogun hätte fast eine Kopie von Jens Langeneke gemacht, aber Frederic Löhe zeigte eine starke Parade auf der Linie. Kurz vor Schluss warf Alemannia alles nach vorne, und zeigte wieder einmal unverständliches vor dem Tor. Zunächst scheiterte Rafael Garcia aus spitzen Winkel am Torwart, der abgeprallte Ball kullerte vor die Füße von Nazim Sangare der eigentlich alle Möglichkeiten besaß den Ball aus allerkürzester Entfernung irgendwie unterzubringen im Tor. Stattdessen schoss er zuerst den am Boden liegenden Jens Langeneke an, und auch der nochmalige Nachschuss blieb am Düsseldorfer hängen ehe der Ball vom Pfosten zurückkullerte und dann geklärt wurde! Ich glaube manchmal das wir die einzigen sind auf der Welt, die solche Chancen liegenlassen!

 

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Zum Abschluss gab es dann noch etwas Regelkunde aus dem DFB Lehrbuch, in Sachen Abseits. Alemannia warf alles nach vorne, selbst Keeper Frederic Löhe war nun nicht mehr hinten im Tor zu halten. Doch die Gefahr das man ausgekontert wird und das Gegentor kassiert ist riesengroß. So auch kurz vor Schluss als dei Fortunen Mergim Fejzullahu und Tugrul Erat alle weit aufgerückten Alemannen (inklusive Keeper Frederic Löhe) hinter sich und stürmten völlig allein auf das verwaiste Tor zu. Fejzullahu spielte dann auf Erat, dieser schob den Ball locker zum vermeindlichen 2:0 über die Linie. Doch weit gefehlt. Zum erstaunen vieler, und einige hatten das garnicht mehr mitbekommen. wurde das Tor aberkannt. Grund – Beim Abspiel war der vorher überspielte Keeper Frederic Löhe nicht mehr letzter Mann, und Fejzullahu hätte den Angriff selbst abschließen müssen statt zu Erat zu passen. Dumm gelaufen, änderte aber Sieg schließlich nichts mehr. Der ging dann auch in Ordung weil man sich im Gegensatz zu den Fortunen nicht so dämlich anstellte und das entscheidene Tor machte. Almemannia bleibt damit im Keller zugegen, und darf sich nun auf dem FVM Pokal am kommenden Wochenende beim Bezirksligisten FC Inde-Hahn freuen. Hoffentlich findet man dort das Tor schneller!.