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Okt 04 2013

Kartoffelkaefer

Auswärtssieg in Wiedenbrück – Negativserie gestoppt

_StarAlemannia

Nach sechs Niederlagen in Folge konnte beim Tabellenschlusslicht SC Wiedenbrück 2000 ein wichtiger 2:1 Auswärtssieg eingefahren werden! Die sieglosen Wiedenbrücker konnten bislang nur im DFB Pokal glänzen, und warfen in der ersten Hauptrunde Bundesligaabsteiger Fortuna Düsseldorf mit 1:0 aus dem Pokal ehe auch für sie in der zweiten Runde das Aus kam (1:3 Niederlage gegen SV Sandhausen). Alemannia kam nach einer starken Vorstellung gegen Viktoria Köln (0:1) zwar nicht mit breiter Brust, aber mit sehr viel Motivation in das beschauliche Jahnstadion. Vor 811 Zuschauern, darunter knapp 300 aus der Kaiserstadt, erzielten Mazan Moslehe und Sascha Marquet die Tore für die schwarzgelben. In der Nachspielzeit musste man noch einen Gegentreffer hinnehmen.

 

DSC_6610 Im Gegensatz zum letzten Spiel gegen Viktoria Köln änderte Coach Peter Schubert nur auf einer Position die Aufstellung. Für Abedin Krasniqi kam Domagoj Duspara in die Startelf, der mit Mazan Moslehe die Sturmspitze bildete. Alemannia war direkt von Anpfiff hin weg mitten in der Partie. Wenn nicht hier wo sonst sollte ein Sieg herausspringen? Der SC Wiederbrück hatte sich taktisch defensiv formiert, mit einer Doppelsechs sollte Alemannia in Empfang genommen werden. Nach elf Minuten war die Taltik allerdings zum Teufel, als Michael Lejan den Ball per Eckstoß hoch zum zweiten Pfosten beförderte. Dort konnte sich Mazan Moslehe gegen seinen Bewacher durchsetzten und köpfte ins kurze Eck zum 0:1 ein. Riesenjubel bei schwarzgelb, endlich nochmal ein Tor nach 453 Minuten des Schmachtens. Alemannia hatte in der Folgezeit den Gegner weitgehend im Griff, diesmal ging sogar etwas über die Flügel durch Marquet und Strujic. Nach schönen Zuspiel hatte Domagoj Duspara nach einer halben Stunde das 0:2 auf dem Fuß, doch der Ball ging knapp am Pfosten vorbei. Kurz vor der Pause scheiterte Mazan Moslehe ebenfalls knapp am gegnerischen Tor. Und Wiedenbrück? Während Frederic Löhe im Tor eine ruhige erste Halbzeit verlebte, versuchten sich der SC mit Fernschüssen durch Massih Wassey und einem halbherzigen Kopfball durch Patrick Njambe. Diese brachten jedoch überhaupt nichts ein.

 

Erzielte sein erstes Tor - Mazan Moslehe

Erzielte sein erstes Tor – Mazan Moslehe

Nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit blieb Alemannia ruhig und spielte besonnen weiter. Auch wenn der Gastgeber nun mit mehr Elan und offensiver Tauglichkeit aus der Kabine kam, gefährlich wurde es noch nicht. Die schwarzgelben profitierten von den technischen Fehlern, die dann zum Kontern einluden. Sasa Strujic setzte Jannik Stevens in Szene, dieser sprintete bis zum Strafraum und passte nach innen. Doch Wiedenbrücks Carsten Strickmann, am Boden liegend, bekam den Ball etwas unglücklich zwischen seinem Körper am Arm. Schiedsrichter Marc Frömel entschied sofort auf Elfmeter, was eine doch etwas harte Entscheidung war. Aber wir schwarzgelben wollen nicht meckern, denn zu oft haben wir uns über fragwürdige Entscheidungen aufgeregt. Sascha Marquet schnappte sich den Ball, lief an und verschoss! SC Keeper Marcel Hölscher wehrte den schwach geschossen Ball aber direkt vor die Füße von Marquet ab, so das dieser im Nachsetzen doch zum 0:2 ins Tor einschoss (52.). Wieder Riesenjubel bei schwarzgelb, die drei Punkte waren nun greifbar nah.

 

Sascha Marquet erzielte das 2:0

Sascha Marquet erzielte das 2:0

Alemannia beschränkte sich nun darauf hinten gut zu stehen und auf Konter zu lauern. Wiedenbrück übernahm so die Initiative, wirkte optisch überlegen ohne gefährlich zu sein. Bei Standards hingegen konnten sie glänzen, im direkten Kopfballduell blieben sie meist Sieger. Auch wenn das weiterhin nichts einbrachte. So versuchte man es meist aus der Ferne, wie Massih Wassey der das Leder aus fast 30m per Freistoss auf das Alemannia Tor zimmerte. Doch Frederic Löhe, kaum bemüht von den offensiven Wiedenbrücker Kräften, hechtete in die Ecke und klärte den gut geschossenen Ball. Bei Alemannia versuchte das im laufenden Spiel auch Sascha Marquet, doch sein Ball ging viel zu weit über das Tor und fast aus dem Stadion raus. Als man dachte der Abend würde ruhig ausklingen, sorgte Alemannia für Herzschlag Tempo. Armand Drevina ging an der Außenlinie etwas zu ungestüm zu Werke, und Schiedsichter Marc Frömel zeigte dem bereits verwarnten Alemanne die gelbrote Karte. In Unterzahl mussten die schwarzgelben also die letzte Viertelstunde überstehen.

 

Armand Drevina musste vorzeitig vom Platz

Armand Drevina musste vorzeitig vom Platz

Nun leckte der Gastgeber nochmal Blut und setzte alles auf einer Karte. Aber unsere Elf machte das bis in die Nachspielzeit hin gut, und verteidigte geschickt. Dann aber kam auf links SC Spieler Tim Knetsch durch und flankte in an den Fünfmeterraum, wo Dominik Jansen zum 1:2 wuchtig einköpfte. Aber der Anschlusstreffer kam zu spät, denn kurz danach pfiff Schiedrichter Marc Frömel die Partie ab. Unter dem Jubel der knapp 300 Alemannia Fans feierte die Mannschaft einen enorm wichtigen Auswärtssieg, und verschafft sich mit 12 Punkten nun etwas Luft im Abstiegskampf. Bereits am Samstag kommt die „kleine“ Werkself aus Leverkusen zum Tivoli. Dort müssen unsere schwarzgelben eine ähnliche Leistung abrufen um endlich wieder einen Heimsieg zu feiern!

Übrigens, der Spielbericht beim Gastgeber lohnt sich auch zu lesen. Sehr sehr schön geschrieben, mit lieblichen Hang zur Ironie. Und das auf einer „offiziellen“ Vereisnsseite. Kurz, prägnant, und ohne Umschweife. Finde ich Klasse 🙂 Übrigens haben die auch schicke Fotos vom Spiel!
Noch eine kleine Erwähnung, was Dieter Hoeneß kann (wer ihn denn noch kennt 😉 kann Sasa Strujic schon lange! Nach einer kleinen Platzwunde wurde ihm ein Turban geschnürt, mit dem er ein paar Minuten tatsächlich über den Platz lief. Aber dann nahm er ihn doch wieder ab, nachdem Zuschauer, Mitspieler und Gegner genug gelacht hatten 😉