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Sep 16 2013

Kartoffelkaefer

Debakel im Nordpark – Mit 5:0 gut bedient

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Das Schlimme war ja: Wir haben es einfach akzeptiert. Das 1:0, das 2:0, das 3:0, das 4:0, das 5:0. Und wahrscheinlich hätten wir auch das 6:0 und 7:0 akzeptiert. (Alemannia Coach Peter Schubert)

 

Was für ein Debakel! Mit 5:0 gingen unsere schwarzgelben sang- und klanglos unter vor einer Heimspielkulisse. 2.500 Alemannia Fans konnte nicht glauben was sie innerhalb der 90 Minuten auf dem grünen Rasen sehen musste. Das war keine Mannschaft die uns mit ihrem Spiel berauschte, das waren elf einzelne Individualisten die zum erstenmal zusammen auf dem Platz standen. Das hätte der neutrale Zuschauer glauben müssen, wenn man es nicht besser wüsste. Zu keinem Zeitpunkt des Spiels weckte Alemannia den Eindruck das man sich wehrt. Man ergab sich in dem Schicksal, kommentarlos. Das stellte später auch Coach Peter Schubert fest. Allerdings muss man stark hinterfragen was die Mannschaft innerhalb der vergangen zwei Wochen im Training getan hat, es war schließlich Länderspielpause. Böse Zungen könnten behaupten man habe „Mau Mau“ gespielt.

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Peter Schubert hatte gewarnt vor den spielstarken „kleinen“ Borussen. Auch für sie war es ein besonderer Auftritt im großen Nordpark zu spielen. Nahezu 2.500 Fans aus Aachen verbreiteteten eine Heimspielathmosphäre, da konnten die knapp Gladbacher Fans nur leise klatschen. Aber anstatt das die Kulisse unsere schwarzgelben beflügelte,  agierten mit zunehmender Spieldauer die kleinen Fohlen mit schnellen und trickreichen Spiel. Vor allem über die Flügel erkannten sie schnell das da einiges geht. Ging der erste (Warn) Schuss noch weit am Tor vorbei, war es beim zweiten nur Frederic Löhe zu verdanken das man nicht schon hinten lag. Giuseppe Pisano bekam den Ball aus dem Rückraum zugespielt und hatte Platz und Zeit genug am Strafraum, um den Ball hochzuheben und mit Vollspann auf das Alemannia Tor zu schiessen. Da musste Löhe sein ganzen Können aufbieten und den Ball über die Querlatte befördern. Kurze Zeit später musste Löhe wieder in höchster Not klären vor Sven Michel, da hatte Abwehrspieler Lünemann das rollen des Balles unterschätzt.

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Überhaupt war im Spiel der schwarzgelben nur Murks zu beobachten. Weder Neuzugang Domagoj Duspara, der zu seinem Debüt kam, noch Abedin Krasniqi sorgten für Gefahr im Sturm. Das war aber auch nicht einfach, denn viele Bälle landeten unvermittelt beim Gegner oder einfach ins Nichts. Zu hektisch, zu langsam, zu statisch waren die Bewegungsabläufe der Alemannia. Über die Flügel porbierte man es garnicht, statt die Linie entlang zu laufen wurde einfach gestoppt und eine Drehung vollzogen, bis dahin waren die kleinen Fohlen hingten wieder sortiert. Die Gladbacher hingegen brauchten vier Züge um Alemannia Schachmatt zusetzen. Ein „tödlicher Pass“ in die Nahtstelle von Michael Lejan und Tim Lünenbach, eine scharfe Flanke vor das Tor und Gladbachs Torjäger Giuseppe Pisano war schneller am Ball als seine „zwei Begleiter“.

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Schon stand es 1:0 für die kleinen Fohlen. Statt wütend anzugreifen machte Alemannia nichts. Kurz vor der Halbzeit hatte Abedin Krasniqi die beste Chance, doch sein Schüsschen verpuffte auf dem Weg zum Tor. Man konnte sich ohnehin nicht den Eindruck erwähren als hätte man Angst den Ball weh zu tun. Anders die Gladbacher, die kurz vor der Pause eine Ecke zum 2:0 vollendeten, nahe mühelos durch Christopher Zimmermann, der im Zentrum alle anderen Alemannen übersprang und wuchtig zum 2:0 einköpfte. Peter Schubert muss wohl die Fans „erhört“ haben, denn die Darbietung einiger Spieler ging schon nach 45 Minuten auf keiner Kuhhaut. Dreifachwechsel war angesagt, Nazim Sangare, Marco Neppe und Masato Yoshihara kamen rein. Dafür mussten Sascha Marquet, Florian Abel und Abedin Krasniqi blieben in der Kabine.

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Das Spiel wurde nach hin zwar etwas flotter, aber die Fehlerquote und Einfallslosigkeit blieben das prägende Spiel der Alemannen. Sah man optisch noch gut aus nach der Halbbzeit, zeigte Gladbach wie einfach man zum Erfolg kommt. Wieder drei, vier schnelle Spielzüge, ein langer Ball auf die andere Seite des Strafraum, und Giuseppe Pisano stand frei und zog volley ab zum 3:0. Da guckten die Alemannen dumm, aber weiter ging es. Wieder gab es einen tiefen Pass in die Abwehr rein den Giuseppe Pisano ohne Bedrängnis erlaufen konnte, dann hatte er noch Zeit Frederic Löhe auszugucken und den Ball zum 4:0 zu versenken. Spätestens da war Tristesse im Alemannia Fan Block angesagt. Gladbach spielte nun cool während unsere schwarzgelben weiterhin verzweifelt an den einfachsten Versuchen scheiterte. Den Schlusspunkt setzte dann der eingewechselte Alexander Bieler, der nach schnellen Angriff den Ball aus 12m in die Ecke schlenzte zum 5:0. Das bekamen dann einige Alemannia Fans an der Bierbude draussen aber schon nicht mehr mit.

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Unter dem Strich war es ein Grottenkick und eine absolute Unverschämtheit der Manschaft so aufzutreten. Man kann verlieren, man kann sogar 5:0 verlieren. Aber das man sich einfach mühellos ergibt geht garnicht. Man hat schließlich nicht gegen Top Verein verloren, sondern gegen einen Gegner der schlagbar gewesen ist. Aber wenn man so spielt als hätte man zuvor noch nie zusammengespielt, dann kommt so ein Murks dabei heraus. Nun sagen die einen „Mund abwischen, und Donnerstag gegen VfL Bochum II besser machen“. Nein, es muss jetzt nach drei Niederlagen und dieser Darbietung Tacheles geredet werden. Die Einstellung einiger Spieler scheint im ständigen Humba abhanden gekommen zu sein. Anders sind die eklatanten Schwächen einzelner Spieler nicht erklärbar. Nun ist das Trainer Team gefordert und jeder einzelne Spieler endlich die Arschbacken zusammenzukneifen, und sich für sich, die Mannschaft, dem Verein und besonders den Fans zu zerreissen. Bis ganz unten in der Tabelle ist es nicht mehr weit, aber wir sind auf dem besten den guten Eindruck wieder zu vergeigen. Von dem Insolvenz Sanierungsplan ganz zu schweigen. Erfolg bringt Geld, Niederlagen Mitleid. Und letzteres können wir überhaupt nicht brauchen.

 

 
Wenigstens der Support war gut! Und Danke an Manni für die Bilder!