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Sep 12 2013

Kartoffelkaefer

Lichterkette – Aachen gegen Extremismus und Gewalt

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Aachen gegen Extremismus und Gewalt

 

Als die Alemannia Fan IG auf der letzten Mitglieder Versammung des TSV Alemannia Aachen e.V verkündete das man eine Lichterkette unter dem Motto „Aachen gegen Exremismus und Gewalt“ durchführen wollte, fand dies unter den Mitgliedern des TSV großen Anklang. Binnen einer Woche sollte die Aktion am Tivoli stattfinden, wo Aachen Oberbürgermeister Marcel Philipp die Schirmherrschaft übernahm. Über die lokalen Medien aus Funk und TV, in Blogs, an Geschäften per Flyer wurde auf die Aktion aufmerksam gemacht. Selbst das ZDF fand die Aktion gut und wollte ihr ein größeres Spektrum einräumen. Alles war vorbereitet um an den ramponierten Ruf, der auch bundesweit durch die Gazetten ging, zu arbeiten.

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Der Wettergott meinte es wahrlich nicht gut als er am späten Nachmittag über Aachen nochmal die Schleusen auf „voll“ stellte. Trotzdem fanden sich um 20 Uhr bereits die ersten Fans mit Kerzen ein. Nach und nach wuchs die Fanschar stetig an, von ganz jung bis ganz alt versammelte man sich vor dem Tivoli am Vorplatz. Andre Bräkling, Sprecher der Fan-IG, beobachtete die Szenerie gespannt. Während die Mitglieder der Alemannia Fan IG fleissig Kerzen und Leuchtstäbchen zur Verfügung stellte, kamen dann auch der Oberbürgermeister Marcel Philipp, CDU Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke sowie Alemannia Sanierungs-Geschäftsführer Michael Mönig und Insolvenzverwalter Prof. Dr. Rolf-Dieter Mönning am Tivoli Vorplatz an. Später stießen noch das Alemannia Trainer Team um Peter Schubert, Reiner Plaßhenrich und Sven Schaffrath zu.

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Andre Bräkling, Sprecher der Fan-IG, eröffnete dann auch den offiziellen Teil der Lichterkette rund um den Tivoli. In seiner Ansprache machte er nochmal deutlich warum man heute Abend hier ist. Weil es eben in der Aachener Fanszene nicht friedlich zugeht und immer wieder Auffälligkeiten gibt. Selbst gegen Meldungen das die Alemannia Fan IG von einer rechtsextremen Partei unterstützt würde, musste man sich gegen wehren. „Diese Falschmeldungen gehören zum Konzept„, so der IG-Sprecher. Auch Sanierungs-Geschäftsführer Michael Mönig richtete ein paar Worte an die anwesenden Fans. So begrüsste er ausdrücklich im Namen der Alemannia das die Fan IG diese Aktion auf die Beine gestellt hat und somit ein Zeichen setzt gegen Randalierer, Gewalttäter und Extremisten. Aktuell wurden bereits nach den Vorfällen in den Auswärtsspielen bei Fortuna Köln und RW Essen 100 Haus- und Stadionverbote ausgesprochen. Alemannia kann am Tivoli agieren gegen diese Art Fans, aber auswärts ist man auf Hilfe der anderen Fans angewiesen sich von den Gewaltbereiten Fans zu distanzieren. Auch bei den zur Zeit anstehenden Verhandlungen mit Sponsoren ist dies immer wieder ein Thema, und gefährde somit den Sanierungsplan.

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Aachen´s Oberbürgermeister Marcel Phillip schlug in die gleiche Kerbe, das Gewalt und Extremismus aus der rechten Szene keinen Platz in Aachen und am Tivoli haben. Dafür müsse man alles tun, weil der Ruf der Stadt und der Alemannia darunter leide. Und gerade die Alemannia sei schützenswert das man alles unternehmen muss um die gewaltbereiten Fans auszuschliessen. Als Schirmherr dieser Veranstaltung Schritt er mit Kerze voran und führte den Lichterketten-Tross an, der über die CHIO-Brücke führte und wieder vor dem Tivoli am Vorplatz endete.

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Man kann zu der Aktion stehen wie mal will, man kann sie als unsinnig abtun oder die Gründe der Probleme im Aachener Fan Umfeld anderweitig suchen. Es liegt an jeden einzelnen selbst dafür zu Sorgen das es am Tivoli und Auswärts wieder friedlich zugeht. Denn Alemannia braucht in ihrer schlimmsten Stunde keine weiteren Störfelder und Nebenkriegsschauplätze. Ebenfalls muss man sich bewusst sein das der Verband bereits mehr als ein Auge auf die Fanszene der Alemannia geworfen hat. Das verschobene Spiel gegen den SV Lippstadt auf Montagabend 18:30 Uhr könnte in Zukunft auch andere Spiele betreffen. Der Gedanke geht soweit das es Spielansetzungen gibt die kaum für den „normalen“ Fan machbar sind. Wollen wir das wirklich? Es war Zeit ein Zeichen zu setzen, und die gestrige Aktion war ein kleines Zeichen. Viele im Umfeld können zwar mit dem Mund viel bewegen, aber wenn es drauf ankommt sieht man sie nicht. Desto erfreulicher das gestern Abend soviele bei dem „Dreckswetter“ gekommen sind, und ein Zeichen gesetzt haben. Danke Danke 🙂

 

Mein Dank gilt auch Manni, der gestern die Fotos gemacht hat und mir die Bilder zur Verfügung gestellt hat. Diesmal war ich ohne Kamera unterwegs. Aber wenn der eine „Wildknipser“ ausfällt ist der andere „Wildknipser“ voll dabei.

 

 

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