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Aug 19 2013

Kartoffelkaefer

Heimsieg durch Dowidat – Alemannia setzt sich oben fest

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Auch im zweiten Heimspiel bleibt die Alemannia zuhause unbesiegt, und ringt den „kleinen“ 1. FC Köln vor 7.500 Zuschauer nieder. Per Doppelpack sicherte Dennis Dowidat, der zweifelsohne Spieler des Tages war, die drei Punkte und damit den vierten Tabellenplatz in der Regionalliga West. Nach einem Rückstand konnte die Alemannia das Spiel drehen, begünstigt sicherlich auch durch die rote Karte von FC-Spieler Kacinoglu der wegen Notbremse vom Platz gestellt wurde. Ich konnte das Spiel wegen „Aachen für Öcher“ erst mit zehnminütiger Verspätung sehen, aber es war mal ein Erlebnis vor dem Stadion die Stimmung zu geniessen. Es fühlte sich an als wäre der Tivoli „proppevoll“. Beeindruckend irgendwie.

DSC_5799 - Arbeitskopie 3

Unser Trainergespann entschied sich für die Offensivere Variante gegen die kleinen Kölner, denn die rotgesperrten Peter Hackenberg und Abedin Krasniqi mussten ersetzt werden. So kam Masato Yoshihara zu seinem Debüt in der Startelf und Tim Lünenbach kehrte wieder in den Innenverteidiger Verbund mit Kris Thackray zurück. Nazim Sangare kam ebenfalls in die Startelf für Florian Abel. Die Reserve des 1. FC Köln war „heiss“ auf das Duell am Tivoli. Coach Stephan Engels musste seine Abwehr umbauen, denn durch die schwere Verletzung von Kapitän Stefan Schwellenbach und Jannik Müller war hier Not am Mann. Die Situation sollte sich im Spielverlauf noch verschärfen. Alemannia begann forsch und nahm das Heft in die Hand. Doch die optische Überlegenheit zahlte sich nicht aus, kleinere Chancen waren ungefährlich und die meisten Bälle endeten am Fuß eines Kölners. Besonders Yokishara und Sangare „verdribbelten“ sich gerne im Angriff. Die Kölner standen hinten Kompakt und waren nicht darauf aus selbst die Chancen zu suchen. In aller Gemütsruhe und mit viel Zeit trugen sie die handverlesenen Angriffe nach vorne. Dennoch dauerte es bis zur 27. Minute als Dennis Dowidat den Ball auf dem Kopf von Yoshihara platzierte und dieser knapp das Kölner Tor verfehlte. Das Glück war den Alemannen nicht holt. Ein Kölner Freistoss aus dem Halbfeld landete bei Jannis Nikolaou, der sich gegen die beiden Verteidiger Kris Thackray und Tim Lünemann durchsetzte und unhaltbar ins lange Eck einköpfte zum 0:1 (33.). Da sah unsere Abwehr wieder einmal ganz schlecht aus, und es war das passiert was Coach Peter Schubert vorher angemahnt hatte. Wieder ein Gegentor aus einer Standardsituation gefangen.

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Während die Kölner jubelten als könnten sie es selbst nicht glauben, spielten unsere schwarzgelben unaufgeregt weiter. Eine Eigenschaft die man auch lange vermisst hat in den letzten Monaten und Jahren. Sascha Marquet schaltete sich nun immer mehr vorne ein, und Dennis Dowidat schoss aus halblinker Position den Ball knapp am

Dennis Dowidat - Doppeltorschütze

Dennis Dowidat – Doppeltorschütze

rechten Pfosten vorbei. Die letzte Chance hatte Michael Lejan, aber auch sein trockener Schuss aus 16m verschwand knapp über die Querlatte. Zur zweiten Halbzeit ging es da weiter wo man vorher aufgehört hatte. Mit noch mehr Druck beackerte man nun die Kölner Abwehr die zweiweise kaum mehr Luft holen konnte. Dann bewies Peter Schubert ein glückliches Händchen als er Tobias Ahrens für Masato Yoshihara einwechselte. Jener Tobias Ahrens fügte sich gleich nahtlos ein und setzte auf links den Turbo ein und entschwand den Kölners bis zur Grundlinie. Ein kluger Pass in den Rücken der Abwehr leitete Nazim Sangare, weil er es so wollte (!), weiter auf Dennis Dowidat der völlig frei vor dem Tor stand. Ein platzierter Schuss ins linke Eck und der Tivoli bejubelte das 1:1 (55.). Warum ein Kölner Abwehrspieler da am lachen war….Galgenhumor?. Mit Tobias Ahrens fanden die Kölner einen Spieler vor mit dem sie überhaupt nicht zurechtkamen. Wieder setzte sich Ahrens auf links durch und drang fast in den Strafraum ein, aber da hatte Kölns Rechtsverteidiger Koray Kacinoglu genug und lange zu hart hin. Tobias Ahrens fiel hin, und Koray Kacinoglu mit Rot raus.

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Nun mussten die Kölner umstellen und Alemannia drückte nun weiter auf das Tempo und Tor. Den schönsten Angriffszug zeigte man in der 66. Minute als Sascha Marquet den Ball in die Nahtstelle der Kölner Abwehr spielte. Dennis Dowidat nahm den „tödlichen Pass“ auf und ließ FC-Keeper Marcel Schuhen wiederum keine Chance und versenkte den Ball zum 2:1 (66.). Der Tivoli stand nun Kopf und weiter sollte es gehen. Fast nach dem selben musste stand Dennis Dowidat wieder alleine vor dem FC-Keeper, aber diesmal parierte Marcel Schuhen den Ball mit einem guten Reflex. Zuvor vergab der diesmal glücklose Nazim Sangare eine gute Chance per Außenriss. Aber auch wie gegen den SC Verl erlebte die Alemannia kurzzeitig einen Bruch in der Hintermannschaft, denn die Kölner legte sich nun nochmal richtig rein. Glücklicherweise waren die Bemühungen zu harmlos, und auch die schwarzgelben behielten nun kühlen Kopf. Der eingewechselte Masan Moslehe hatte in der Nachspielzeit das 3:1 auf dem Fuß, doch im letzten Moment blockte ein Kölner den Ball. So blieb es bei dem knappen aber verdienten Sieg.

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Jubel, Trubel, Heiterkeit. So feierten nach 90. Minuten die 7.500 Fans die Spieler der Alemannia. Während die sieben oder acht handverlesenen Kölner Fans bereits Richtung Auto entschwunden waren, tanzte man vor der Südtribüne. Lange haben wir sowas nicht gesehen, und lange waren Heimsiege in der jüngeren Vergangenheit etwas „besonderes“. Doch die neue Truppe von Peter Schubert holt wieder den Spaß am Tivoli zurück, und zeigt das Einzelleistungen und mannschaftliche Geschlossenheit die Faktoren sind, die man viel zu lange am Tivoli vermisst hat.

Bilder zum Spiel gibt es hier.