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Jul 26 2013

Kartoffelkaefer

Alemannia – Vorfreude, Rücktritt und der „liebe“ Horst“

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Eines hat sich leider nach wie vor nicht verändert, immer wenn es etwas positves gibt für die gebeutelten Alemania-Fans (wie z.B. heute Abend das Eröffnungsspiel der Alemannia bei Fortuna Köln), dann weiß AZ Schreiberling Christoph Pauli einem den Tag zu vermiesen. Da vergeht einem schon der morgendliche Kaffee bei diesen Schlagzeilen und deren Inhalt. Da lesen wir nun das Alemannia-Aufsichtsratmitglied Michael Nobis am Donnerstag ebenfalls seinen Rücktritt eingereicht hat. Für mich persönlich eine sehr gute Nachricht. Wieder einer weg der „meiner“ Alemannia wie nie zuvor geschadet hat, indem er seiner Verantwortung nicht gerecht wurde. Bei 65 Millionen Euro verbranntes Geld im Namen Alemannia Aachen GmbH ist das auch nur schwer zu widerlegen.

 

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Nach Helmut Kutsch und Michael Nobis bleiben nun noch Christoph Terbrack im Aufsichtrat, im Alemannia Präsidium wird man zum Dreigestirn (Christoph Terbrack, Stephan Grießer und Oliver Laven). Am Dienstag auf der Gläubigerversammlung sprach Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning dem Alemannia Präsidium jegliche Kompetenz ab und rügte den „zerstrittenen Restvorstand“. Dem widersprach man zwar, aber die Rücktritte kommen nun doch etwas überraschend. Als Fans und Sponsoren dies forderten blieben sie wie Pattex an den Sesseln kleben, und nun machen sie doch den Weg frei? Erstaunlich! Als Sponsor bleibt Michael Nobis übrigens erhalten, zugute halten muss man ihm und Helmut Kutsch das sie versucht haben mit eigenen Mitteln den Verein über Wasser zu halten. Das ist schön und nett, aber für eine weitere Verwendung auf entscheidenen Posten im Verein nicht mehr tragbar. Auch der klägliche Restvorstand beharrt auf die Jahreshauptversammlung im September das es keine Neuwahlen geben soll. Die soll es im Frühjahr 2014 auf einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung geben. Soso, zuerst konnte man keine reguläre Jahreshauptversammlung abhalten weil man kein Geld hat, und nun leistet man sich zwei kurz hintereinander? Wie passt das zusammen? Ebenso das man auf einmal Rückstellungen bilden konnte um die Steuerschuld zu begleichen. Auch hier fragt sich das gemeine Mitglied wie man das schafft ohne einen Cent in der Kasse? Oder stammt es aus privaten Geldbörsen?

 

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Horst Heinrichs, Ex-Präsident und Mitglied der „Vierergruppe“.

Das Präsidium wundert sich das die Insolvenzverwalter Mönning und Insolvenzgeschäftsführer Mönig kaum mit ihnen kommuniziert. Gespräche über einen möglichen Investor aus den Niederlanden wurde nur schriftlich mitgeteilt. Dafür aber detailierter an Helmut Kutsch und Horst Heinrichs. Hoppla, wie bitte? Der „liebe“ Horst bekommt exklusiv mitgeteilt mit dem Alemannia und der handelden Personen spricht? Hat Horst Heinrich, Mitglied der „Vierergruppe“ wieder einen offiziellen Posten im Verein? Potzblitz…sowas kann ja mal schnell untergehen. Aber hallo, vor wenigen Monaten noch zog sich der Wirtschaftsbereit enttäuscht zurück weil man keinerlei Informationen von Mönning und Mönig erhielt. Diese beriefen sich auf das Insolvenzrecht das „aussenstehende“ keinen Zugang zu Informationen haben dürften. Da konnte man damals zwar unverständlich den Kopf schütteln, aber was Recht ist muss Recht bleiben. Aber nun scheint das für den „lieben“ Horst nicht mehr zu gelten? Oder hat er doch einen offiziellen Posten? Wird da etwa was vorbereitet im Hintergrund? Wenn im Alemannia Präsidium weniger als drei Mitglieder sitzen (noch sind es drei) wird er vom Verwatungsrat aufgefüllt. Stellt sich da jemand in Position als Verwaltungsrat Vorsitzender der mit dem „lieben“ Horst gut kann?

 

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Für Außenstehende gibt die Alemannia in allen Bereichen wiedermal kein gutes Bild ab, der Schreiberling der lokalen Medien tut sein übriges. Wer leidet? Die Fans und Gönner der Alemannia, deren Verein im schwebelosen Zustand ausgesetzt ist momentan. Wer leidet noch? Die Mannschaft, die diese Art von wechselseitigen Botschaften auch für sich selbst interpretieren kann. Da soll man sich auf dem wichtigesten Kern, des sportlichen, konzentrieren? Die sportlichen Ergebnisse müssen stimmen, denn nur darüber kann man wieder Werben für einen neue Alemannia. Die ganzen Eitelkeiten aus den Gremien, das zerhacken untereinander und die redseeligen Nadelstiche von Mönning und Mönig müssen aufhören. Die beiden Isolvenzvorderen betonen immer wieder den nötigen Zusammenhalt und der schweren Bergetappe die vor uns liegt. Warum hält man das eigene Fahrrad dann bergauf fest? Zu guter letzt schwebt auch noch der Kölmel Prozess über dem Mutterverein TSV. Dort verhandelt seit Wochen Christopher Terbrack mit Kölmel und Anwalt. Komisch, vor wenigen Wochen noch berichtete Helmut Kutsch das man weder den einen noch den anderen „erwischt“. Wollen sie vieleicht mit anderen Leuten „verhandeln“? Auch hier bleibt es spannend wann endlich eine Einigung erfolgt und wie diese aussieht. Und das möglichst schnell.

 

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Alemannia Kapitän Peter Hackenberg wird heute noch geschont

Ja, die Vorfreude auf heute Abend wurde schon heute Morgen getrübt. Danke, Danke Herr Pauli! Wären die positiven Botschaften auch mal so schnell in die Druckplatten gewälzt! Gestern besuchte ich noch mal zum Abschluss das Mannschaftstraining, das wiederum um 18 Uhr stattfand. 20 Spieler liefen auf, ich glaube Jochen Schumacher fehlte nur. Kapitän Peter Hackenberg war auch dabei und absolvierte das komplette Training mit, nach seinr Knieverletzung. Aus meiner Sicht könnte er heute Abend auflaufen, aber zumindest ist sein Einsatz nächste Woche im Heimspiel gegen den SC Verl gesichert. Die Stimmung im Team ist gut,
Coach Peter Schubert hüllt sich in Schweigen

Coach Peter Schubert hüllt sich in Schweigen

alle sind froh das es nun endlich losgeht. Während Abedin Krasniqi seinem Mannschaftskollegen Nazim Sangare erklärte was „titschen“ ist, hatte dieser bereits am Dienstag seinen Vertrag bei der Alemannia unterschrieben. Peter Schubert und Reiner Plaßhenrich dosierten nun in dieser Woche das Pensum, damit die Spritzigkeit und der kühle Kopf wieder rechtzeitig fit werden. Großen Spaß hatte die Mannschaft als sie im Zweierduell gegeneinander auf dem Parcour antraten. Nach dem Umkurven der Slalomstangen und engen Querstangen wurde der abschließende Sprint ein Duell mit Ellenbogen und Trikotzupfen. Peter Schubert hat noch nicht entschieden in welcher Formation man heute in Köln aufläuft, und welche Taktik bevorzugt wird. Sicher ist nur das Frederic Löhe im Tor steht und Michael Lejan als stellvertretender Kapitän die Mannschaft auf das Feld führen wird. Es wird noch eine Weile dauern bis die Mannschaft zusammengewachsen ist, der völlige Neuaufbau erfordert Geduld. Und diese sollten und müssen die Fans mitbringen.

 

Umfrage

In meiner kleinen Umfrage nach der Erwartungshaltung habt ihr euch so entschieden, man ist froh das es wieder losgeht egal wie sie spielen. Dicht gefolgt von denjenigen unter euch die glauben das wir um den Abstieg spielen werden. Heute Abend bekommen wir einen kleinen Eindruck von der Mannschaft unter realen Bedingungen. Wir drücken euch die Daumen zu den ersten Punkten in der Regionalliga West 🙂

 

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