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Jul 18 2013

Kartoffelkaefer

Blausteinsee Cup – Alemannia siegt 3:0 gegen Meschede

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Im Vorletzten Testspiel traf die Alemannia in Eschweiler Neu-Lohn auf dem sauerländischen Landesligisten (Staffel II) SSV Meschede, zum Eröffnungsspiel des Blausteinsee Cup. Während der „erste“ Anzug noch zwickte und zwackte im schwarzgelben Trikot, saß der „zweite“ Anzug umso besser. Dennis Dowidat per Freistoss, Nazim Sangare nach einem Abspielfehler und Sasa Strujic nach Vorarbeit von Marvin Ajani, erzielten die Treffer nach der Pause. Rund 400 Zuschauer fanden sich ein, im schicken Stadion am Blausteinsee das sich hervorragend herausgeputzt hat. Man fühlte sich einfach heimisch.

 

Peter Hackenberg_copBeim Eintritt zum Stadion am Blausteinsee erwartete einen ein Aufmarsch von Tivoli Ordnern. Diese hatte sehr schicke T-Shirts an und waren ehrenamtlich tätig, der guten alten Zeiten Willen. Sicherlich hat Horst Rambau das eine und andere gute Wort eingelegt für diese tolle Aktion :). „Alte Tivoli Ordner“ prangte in großen Lettern auf dem Rücken. Lang, lang ist´s her. Das waren noch Zeiten. Diese Zeiten kommen aber mit dem Abstieg in die Regionalliga irgendwie wieder zurück. Man kann unkompliziert mit den Spielern Plaudern, mit dem „Gegner“ ungezwungen ein Wort wechseln. Irgendwie hat das doch Charme, da weiß man erst was uns all die Jahre durch den Kommerz und Profihaftigkeit verloren gegangen ist. Peter Hackenberg zum Beispiel ließ es sich nicht nehmen einfach mal mit einem Trikot in der Hand sich fotografieren zulassen. Dabei erzählte er das er sich im Training das Kreuzband im Knie verdreht hat, aber es schon wieder besser ginge. Zum Start nächste Woche in Köln (26.07.2013 erstes Spiel bei Fortuna Köln) könnte es sehr eng werden.

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Der „erste“ Anzug setzte sich zusammen aus Löhe, Schumacher, Thackray, Lünenbach, Lejan, Marquet, Neppe, Drevina, Ahrens, Moslehe, Krasniqi.
Wie schon gegen Schalke fiel sofort auf das die Variante mit einem Stürmer vorne nicht gut ist. Auch wenn später Coach Peter Schubert sagte das man „einiges taktisch probieren wollte, das leider in die Hose ging“, so fiel auf das die Mannen in schwarzgelb schwerfällig agierten. Zu zaghaft im Zweikampf, zu schwermütig beim Gegenstoß. Der Landesligist spielte mit seinen Möglichkeiten und zeigte gefällige Kombinationen. Nach 15 Minuten, da hatte Meschedes Chris Schelle fast das 0:1 auf dem Fuß, stand Alemannia Coach Peter Schubert mit dickem Hals am Seitenrand. Sein Gegenüber, SSV Coach Heiko Hofmann, dirigierte seine Mannschaft und konnte mehr als zufrieden sein. Die ließ nämlich kaum was zu, so versandeten die meisten Bälle noch vor dem Strafraum. Es dauerte eine halbe Stunde, da hatte Alemannia die erste Chance durch Sascha Marquet per Fernschuss. Zur Pause gab es nur lächelnde Gesichter beim Landesligisten.

 

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Während sich der „zweite“ Anzug (Unger, Ajani, Göhsl, Strujic, Garcia, Opper, Abel, Dowidat, Sangare, Yoshihara) unter Anleitung von Co-Trainer Reiner Plahenrich vorbereitete, ging ein zutiefst brodelnder Coach Peter Schubert mit seinen Mannen abseits des Platzes zum „Kabinengespräch“. Das hatte es in der Tat in sich, wild gestikulierend erzählte unser Coach wohl das ihm die Vorstellung in den ersten 45 Minuten nicht gefallen hat. Die „Predigt“ dauerte sogar so lange, das die restlichen zehn Alemannen auf dem Platz warteten das noch der „elfte“ Kamerad eintraf. Erst ein Pfiff durch den Schiri erinnerte Peter Schubert daran wie lange er bereits am „predigen“ war. So lief schnellen Fußes Kris Thackray (der sonderbarerweise immer noch als Gastspieler auflief) auf dem Platz um seinen Platz im Abwehrzentrum einzunehmen. Er war übrigens der einzige Spieler der die volle Distanz absolbieren musste.

DSC_3989Die zweite Halbzeit zeigte ein verändertes Bild, denn die schwarzgelben waren nun bissig und schnell unterwegs. Besonders in der Offensive waren Sangare und Yoshihara im Verbund mit Garcia und Dowidat immer brandgefährlich. Trotzdem musste ein Freistoss aus 18m herhalten, um das 1:0 zu erzielen. Mit einem Sahneschuss in den WInkel war Dennis Dowidat der Torschütze zum 1:0. Die Partie wurde ein bisschen ruppiger und nachdem Sasa Strujic im Strafraum dein zweifachen Salto durchführte nachdem er bekämpft wurde, zeigte sich erstmals Unmut unter den Fans. Aber das war gottseidank nur ein Einzelfall. Zu weit aufgerückt hätte fast zum Gegentor geführt, wieder war SSV Spieler Chris Schelle allein vor dem Tor, Keeper Unger hatte Glück das der Ball neben dem Pfosten vorbeiflog. Nach einem kapitalen Abspielfehler von SSV Keeper Kluhr reagierte Nazim Sangare am schnellsten und umkurvte den Keeper und schoss zum 2:0 ein. Die Kräfte beim Landesligsten schwanden nun und Alemannia war nun Chef im Ring. Marvin Ajani setzte sich auf der rechten Seite schön durch und flankte scharf vor dem gegnerischen Tor wo Sasa Strujic zum 3:0 einschob. Kurze Zeit später war wieder Marvin Ajani auf rechts unterwegs und flankte vor dem SSV Tor, doch diesmal kam Yoshihara per Kopf nicht mehr richtig dran, der Ball segelte knapp am linken Pfosten vorbei. So blieb es beim 3:0 im Eröffnungsspiel.

Bilder vom Spiel gibt es in der Gallerie.

Am Freitag wird das offizielle Mannschaftsfoto im Tivoli Stadion geschossen, leider unter Ausschluß der Fans. Es wird zudem dieses Jahr erstmalig keine Autogrammkarten geben. Da müssen wir wohl selber kreativ werden und welche „zaubern“. Nazim Sangara wird einen Tag nach der Gläubigerversammlung (25.07) seinen Vertrag bei der Alemannia unterschreiben, das sagte er mir nochmal kurz nach dem Spiel.