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Jun 09 2013

Kartoffelkaefer

Alemannia – Mission Neustart 2013/2014

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Nach Abstieg und Insolvenz sollen nun am Tivoli alle Uhren auf Null gedreht werden. Der Neustart ist gleichzeitig ein Neubeginn. An liebgewonnen hat man sich verabschieden müssen, und es werden noch viele Dinge rund um dem Tivoli verabschiedet werden auf unbestimmter Zeit. Wichtig ist, und das betonen die beiden Sanierer Rolf-Dieter Mönning und Michael Mönig immer wieder, das der Traditionsverein wieder auf gesunden Füssen steht und eine Zukunft hat. Trotzdem läuft nicht alles rund am Tivoli, die Trainersuche und Introhnisierung von Peter Schubert und Reiner Plaßhenrich war schon wieder typisch für den „Klömpschensklub“. Da zeigte der sportliche Leiter Uwe Scherr wiedermal kein glückliches Handling. Aber die Differenzen sollen nun ausgeräumt sein, das Wort unter Männern gilt: Alemannia muss im Vordergrund stehen, nicht einzelne Personen!

Wir werden Hand in Hand arbeiten (Peter Schubert und Reiner Plaßhenrich)

Am vergangenen Freitag war es soweit, Peter Schubert (bislang Coach der U23) wird offiziell neuer Coach der ersten Mannschaft. Ihm zur Seite steht Reiner Plaßhenrich (bislang Coach der U19) als Co-Trainer, wobei beide betonen das sie gleichberechtigte Partner sind. Ob das nun gut oder schlecht ist, wird die Zukunft zeigen. Mit Reiner Plaßhenrich hat man einen der letzten Haudegen aus dem Aufstiegsteam 2006 in einer hohen Position einbinden können. Als Schnittstelle zwischen der ersten Mannschaft und dem Nachwuchsleistungszentrum soll er fungieren. Sven Schaffrath, bislang Spieler der Profimannschaft und Co-Spieler-Trainer bei der U23, soll nun hauptverantwortlicher Trainer der zweiten Mannschaft werden. Als Wunschkandidat ist Kai-Uwe Kallenbach für die U19 vorgesehen. Auch ein neuer Torwarttrainer soll verpflichtet werden, ob dies Stephan Straub (weiterhin) sein wird erscheint fraglich.

 

Beide neuen Trainer wissen um die Last, die nun auf ihren Schultern ruht. Aber für beide ist es Reiz genug die Alemannia wieder auf Kurs zu bringen, und mittelfristig in den Profifussball zurückzukehren. Das beide noch vor Wochen von Uwe Scherr abgekanzelt wurden, ist nun vergessen. Die „Notlösung“ war im Grunde genommen die einzige Lösung nach der Absage von Uwe Koschinat. Peter Schubert hat gezeigt das er aus ganz wenig ganz viel machen kann. Zum Saisonstart in der Mittelrheinliga konnte er gerademal 14 Spieler begrüßen, und im Winter (nach der Insolvenzbekanntgabe) wurde die halbe Mannschaft zur Profiabteilung beordert. Mit einem Rumpfteam und U19 Spielern ging es in die Rückrunde, und diese war erfolgreicher als bei den Profis. Am Ende belegte die Alemannia U23 einen respektablen 9. Tabellenplatz. Reiner Plaßhenrich hingegen hatte weniger Glück, sein Team (die U19) stieg sang und klanglos ab.

 

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Das die Mannschaft der Alemannia am Saisonende auseinanderfallen würde ist sicherlich keine Überraschung. Überraschend eher das sich andere Vereine für unsere Kicker interessierten. Wirklich schade, und das ist meine ganz persönliche Meinung, tut es mir nur um ganz ganz wenige Spieler die man nicht mehr sehen wird. Ein Dario Schumacher, Denis Pozder und ein Robert Wilschrey hätte der neuen Alemannia gut zu Gesicht gestanden. Aber einerseits waren sie auch nicht mehr zu bezahlen (ohne das sie gravierende Abstriche hätte machen müssen), andererseits ist es gut wenn wenig Leute bleiben und der Neuaufbau wirklich „neu“ bedeutet.
Verabschieden werden wir uns von: Mark Flekken (SpVgg Greuther Fürth), Kevin Rauhut (Sportfreunde Siegen), Dario Schumacher (Schalke 04 II), Timmy Thiele (Borussia Dortmund II), Oguzhan Kefkir (Borussia Dortmund II), Tim Krumpen (unbekannt), Robert Wilschrey (unbelannt), Mario Erb (unbekannt), Timo Brauer (unbekannt), Marcel Heller (unbekannt), Denis Pozder (unbekannt), Norikazu Murakam (Asien).

 

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Mit den verbliebenen Spielern ist man laut sportlichen Leiter Uwe Scherr „gut im Gespräch„. Lösungen sollen bis Ende der Woche präsentiert werden. Allerdings machte Uwe Scherr auch klar das man einen Kristoffer Andersen wahrscheinlich nicht halten kann. „Er hat sich im letzten halben Jahr im Fokus anderer Klubs gespielt, da werden wir nicht mithalten können“, so der sportliche Leiter. Auch was den neuen Kader betrifft gibt sich Uwe Scherr sicher: „Wir werden einen Kader hinbekommen der nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird„.
Bislang gab es bereits Zusagen von Sascha Marquet und Marvin Ajani für einen weiteren Verbleib am Tivoli. Auch Robert Leipertz, Sasa Strujic und Armand Drevina werden kommende Saison das schwarzgelbe Trikot tragen. Im Gespräch ist man neben Kristoffer Andersen noch mit Kapitän Sascha Herröder. Aber auch vier Neuzugänge konnten bislang vermeldet werden: Als neue Nummer 1 im Tor wird Frederic Löhe von Babelsberg 03 an den Tivoli wechseln. Nachdem bereits (von Borussia Dortmund II) Admir Terzic unser erster Neuzugang war, unterschrieben auch Dennis Dowidat (Borussia Mönchengladbach II) und Florian Abel (Wuppertaler SV) Zweijahresverträge am Tivoli. Im Gespräch sind noch Spieler aus der Mittelrheinliga (Christian Kreutzer – Borussia Freialdenhoven:, Oliver Klär – Hertha Walheim; Sahin Dagistan -FC Wegberg-Beeck und Nouredine Zaanani -Hilal Maroc Bergheim). Zumindest bei drei Spielern gab es eine (vorläufige) Absage an die Alemannia, vor dem Hintergrund langfristiger Verträge und das Alemannia kaum eine Ablöse zahlen wird. Schaun mer mal. Die Mittelrheinliga hat heute ihren letzten Spieltag absolviert, nun sind die „Gedanken“ frei.

Alemannia Aachen ist ein Traditionsverein, der mittelfristig wieder in die Profiligen gehört. Wir werden auf Vermarktungsseite dafür sorgen, dass sich der Verein auf den sportlichen Aufschwung konzentrieren kann und die Marke Alemannia Aachen wieder zu alter Stärke findet (Günter Netzer, Verwaltungsrat Infront)

Neben dem Spielermaterial konnte Alemannia auch bei der Vermarktung einen dicken Fisch an Land ziehen. Mit Infront Sports & Media will man nun einen langjährigen Partner binden bis zum Saisonende 2019/2020. Das internationale Sportmarketing-Unternehmen verantwortet ab der kommenden Saison exklusiv die Komplettvermarktung, dieses umfasst die Bandenwerbung, Trikot- und Sportausrüstung bis hin zu den Tribünen. Alemannia gibt dies nun in professionelle Hände ohne aber „sich auszuliefern“. Ein wichtiger Kopf ist dabei Günter Netzer, der im Verwaltungsrat des schweizer Unternehmens sitzt.

 

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Am 22. Juni startet die Alemannia in die Saison 2013/2014 mit dem Trainingsauftakt. Bereits am 26. Juli – 28. Juli startet die Regionalliga West in die neue Saison. Für die Spieler die aus der Mittelrheinliga dazustossen wird es eine kurze Sommerpause werden. Die Regionalliga West ist zum Strand der ehemaligen Traditionsvereine geworden, und Mannschaften die man auch schon in der Bundesliga sehen konnte. Voraussichtlich mit 19 Teams wird die Regionalliga West am 26. Juli 2013 in die neue Saison starten:
Alemannia Aachen, Sportfreunde Lotte, Fortuna Köln, VfL Bochum II, Fortuna Düsseldorf II, Rot Weiß Essen, 1. FC Köln II, SC Viktoria Köln, Bayer Leverkusen II, Borussia Mönchengladbach II, Rot Weiß Oberhausen, FC Schalke 04 II, Sportfreunde Siegen, SSVg Velbert, SC Verl, SC Wiedenbrück 2000, KFC Uerdingen, Wattenscheid 09 und SV Lippstadt.

 

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Ja, man wird sich an manch „unbekannten“ Gegner gewöhnen müssen, aber auch an Mannschaften wo man dachte die sieht man nie wieder. Trotzdem sind reizvolle Spiele dabei, vor allem Sportfreunde Lotte, Fortuna Köln, Rot Weiß Essen, SC Viktoria Köln, Borussia Mönchengladbach II, Rot Weiß Oberhausen, KFC Uerdingen, Wattenscheid 09. Für die Alemannia geht es im Jahr der Insolvenz eh nur um das sichere Überleben in der Regionalliga, etwaige Aufstiegsgedanken wird man sich in drei Jahren machen dürfen sofern das Ziel dann noch im Fokus steht bei den Verantwortlichen. Wichtig wird sein eine solide Basis auf dem Platz und neben dem Platz zu bekommen. In den entscheidenen Stellen müssen „Profis“ sitzen die ihr Handwerk verstehen, und wieder Vertrauen herstellen können. Denn Leute die uns Fans und den Verein im Ruin getrieben haben, wollen wir nie wieder sehen. Sippschaften wie sie jahrelang in den Gremien vorherrschten müssen in Zukunft unterbunden werden. Was brauchen wir x-verschiedene Gremien? Ein professionelles muss reichen!

 

Auch wenn wir bislang seit zwei Jahren nur sportlichen „Mist“ erlebt haben, irgendwie freu ich mich auf die neue Saison mit neuen Leuten und neuen Mannschaften. Alemannia infziert halt immer noch….man muss krank sein. Aber liebe kennt keine Liga! Alemannia Hipp Hipp Hurra!

 

2 Kommentare

  1. Thomas Thuro

    Euer Beitrag bei Facebook in der Rubrik Seiten-Feed: “ Alemannia – Mission Neustart 2013/2014″

    Hallo an die „Kartoffelkaefer“,

    diesen Beitrag finde ich sehr spannend und endlich mal informativ! Vielen Dank für die ganz vielen Infos darin. Möchte noch dazu erwähnen, das ich seit ca. 15 Jahren ein Fan geworden bin vom TSV Alemannia Aachen! War vorher ein Fan von Borussia Mönchengladbach! Das nur als Info am Rande. Eigentlich möchte ich nur zum Ausdruck bringen, egal oder besser gesagt scheißegal (entschuldigt für dieses Wort) in welcher Liga unser Lieblings Verein in den nächsten Jahren auch spielt ICH HALTE DEM VEREIN ALS FAN WEITERHIN DIE TREUE!! Jetzt wo die Insolvenz seit einiger Zeit vor dem Amtsgericht eröffnet worden ist, beginnt unser TSV ALEMANNIA AACHEN in der Regionalliga West einen kompletten NEU ANFANG! Das heißt, der Verein MUSS komplett neu gestaltet werden! Neues Präsidium, neu Strukturierung der Geschäftsstelle, es muss eine komplett neu formierte Mannschaft in die nächste Saison geschickt werden und die ALTLASTEN müssen auch noch in relativ kleinen Raten abgestottert werden!! Wenn ein Rädchen nach einander ineinander passt und alle Probleme gelöst werden, erst dann können sich die Spieler und das Trainer Team auf die zukommenden Aufgaben konzentrieren! Den direkten Weg wieder zurück zu kehren in den Profifußball kann man sich erst mal ab haken! Es ist noch keinem Team gelungen mit einem komplett neuen Kader inklusive dem Trainer Team und Betreuerstab von der 4. Liga wieder zurück zu kehren in die 3. Liga. Bleiben wir lieber bei der Tatsache das der Verein erst mal auf ganz gesunde Beine gestellt werden muss und wir erst mal (und das sage ich als Fan) den Klassenerhalt in der 4. Liga anstreben sollten! Dafür braucht unser Verein auch von UNS FANS die ganz volle Unterstützung!! Vielleicht kann man ja in einem oder zwei Jahren bei erfolgreicher Vereinsführung und erfolgreichen Jahren der Mannschaft mal darüber sprechen den Aufstieg in der darauf folgenden Saison an zu streben. Selbst wenn es nicht mehr klappen sollte, dürfen wir die Flinte nicht ins Korn werfen und weiterhin zu unserem Verein stehen! Oder wie seht Ihr das??

    In diesem Sinne rufe ich an ALLE Alemannia Fans Unterstützt unser Team wo Ihr nur könnt!!!!!!

    Mit freundlichen Grüssen

    Thomas Thuro

  2. andy leick

    Das hört sich besser an wie alles andere was man in den letzten saison von der Alemannia gelesen hat,da hat sich endlich mal einer der war von seinem Handwerk versteht Gedanken gemacht!ganz wichtig und richtig das ex Alemannen(z.b plaßhenrich) mit eingebunden werden,denn diese wissen Alemannia Aachen ist mehr als nur ein Fussball Verein, Alemanne sein bedeutet Leidenschaft,Liebe,treue und ganz ganz ganz viel Emotion, stolzer Alemannia Fan andy

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