Jun 03 2013

Aus dem Hut gezaubert – Schubert und Plaßhenrich übernehmen

Habemus-Trainer
 
Wenn bei der Alemannia eins sicher ist, dann ist es die Überraschung. Vor wenigen Wochen wurde seitens Sportmanager Uwe Scherr ausgeschlossen das es eine interne Trainerlösung geben könnte. So konnte man lesen dass das Vertrauensverhältnis zwischen Schubert und Plaßhenrich auf der einen, und Uwe Scherr auf der anderen Seite nachhaltig gestört ist. Und nun werden genau jene beiden die neuen Trainer der ersten Mannschaft. Habemus Trainer….Habemus Klömpschensklub.

 

Es hat sich kein Vertrauensverhältnis aufgebaut. Die Zusammenarbeit hat sich nicht so entwickelt, wie ich das erwünscht und erwartet hatte (Uwe Scherr)

 

Plashenrich_copy

Reiner Plaßhenrich soll das Bindeglied zwischen Profi- und Nachwuchsabteilung sein

Wenn unser Sportmanager Uwe Scherr dies vor Wochen verkündigt hätte, die Alemannia Fan Gemeinde wäre wahrscheinlich wunschlos glücklich gewesen. Mit U23 Coach Peter Schubert, der Erfahrungen in der Regionalliga beim VfB Lübeck vorweisen konnte, ist sicherlich die große Lösung gefunden worden. Peter Schubert hat die Verantwortung zusammen mit Uwe Scherr für das Nachwuchsleistungszentrum, aus der U23 Alemannia hat er das maximale herausgeholt. Selbst als er im Winter nochmals Spieler an die erste Mannschaft abtreten musste, formte er weiter den zweiten Anzug der Alemannia die am Ende der Saison einen respektablen 8. Tabellenplatz belegt (bei einem noch ausstehen Spiel). Diesen “Erfolg” konnte Reiner Plaßhenrich mit der U19 leider nicht vorweisen, dort verabschiedete sich die Alemannia U19 als Tabellenletzter aus der Junioren Bundesliga-West. Nichtsdestotrotz ist Reiner Plaßhenrich einer der letzten Alemannia Profis aus der Bundesliga Aufstiegsmannschaft 2006, der noch ein hohes “Standing” am Tivoli hat und in Zukunft als Bindeglied zwischen der ersten Mannschaft und dem Nachwuchsleistungszentrum fungieren soll.

 

In unserer derzeitigen Situation müssen die Vereinsinteressen an erster Stelle stehen (Alemannia Sportmanager Uwe Scherr)

 

Uwe Scherr copy

Alemannia Sportmanager Uwe Scherr machte in den letzten Wochen keine gute Figur.

Unser Sportmanager Uwe Scherr macht hingegen in den letzten Wochen kein gutes Bild. Nun, das meiste erfährt man aus der lokalen Presse, ehe man es seitens Alemannia selber hört. Ob nun lokale Sport-Journalisten ihm was böses wollen, wer weiß das schon. Bislang wurden Meldungen nicht dementiert, so das man die Fettnäpfchen für “bare Münze” nehmen muss. Angefangen mit der “unglücklichen” Verhandlung mit René van Eck, die bereits nach einer Sitzung beendet wurde wie auch die ins Spiel gebrachte Personalie Torsten Frings. Dieser dementierte bereits umgehend seine Rückkehr auf seiner Facebookseite, da war die Druckertinte noch nicht mal trocken. Vollmundige Ankündigungen in Sachen Christian Knappmann von BVB Dortmund II  (“er ist unser Wunschspieler”) endeten mit der Verpflichtung durch Rot Weiß Essen. Auch in Sachen Trainersuche wurden die Karten schnell offengelegt. Heiko Scholz. Udo Lipka, und Uwe Korschinat von Fortuna Köln waren u.a. in der Lostrommel. Schnell wurde klar das der neue Trainer, entgegen anderslautende Meldungen, nicht vor dem 01. Juni präsentiert werden konnte. Da war klar das man sich ganz auf Koschinat festgelegt hatte. Dumm nur das Fortuna Köln den Bitburger Pokal gewann im direkten Duell mit Alemannia und damit nach 13 Jahren Abstinenz wieder im DFB Pokal einzog. Einen Tag später sagte Uwe Korschinat der Alemannia ab. Einen “Plan B” hatte Uwe Scherr leider nicht. Auch Heiko Scholz verkündete enttäuscht das mit ihm seit zwei Wochen nicht mehr gesprochen wurde seitens Alemannia. Peng!

 

Auch wenn man nur Kopf schütteln kann, geben wir ihm noch eine Chance. Leider weiß man immer noch nicht wieviel Etat in den Sport gesteckt wird, wer von dem bisherigen Spielern bleibt und wer noch attraktives zum Tivoli kommen will. In den kommenden Jahren wird man sehr kleine Brötchen backen müssen, da werden wohlklingende Namen mangels Geld nicht verpflichtet werden können. Die Personalie Peter Schubert hatte ich persönlich schon im WInter erwartet als die Spieler freigestellt wurden. Aber da hatte man nicht mit einem gradlinigen René van Eck gerechnet, der weiterhin am Tivoli blieb. Mit Schubert und Plaßhenrich ist eine gute Lösung gefunden worden, man kann nur hoffen das man beiden Zeit geben wird etwas neues aufzubauen. Nicht das nach vier – fünf Niederlagen bereits alles wieder Frage gestellt wird. Die Worte von Peter Schubert sollten eigentlich am Tivoli hängen, und ein Mahnmal sein für jeden der sich im Dienste der Alemannia stellt!
 
Wir sind uns einig, dass gerade jetzt in einer der schwierigsten Phasen der Vereinsgeschichte nur eins zählt: Alemannia Aachen”

 

Man kann Peter Schubert und Reiner Plaßhenrich nur das allerbeste Wünschen und die Daumen drücken, das sie in Ruhe eine Zukunft aufbauen am Tivoli.