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Mai 24 2013

Kartoffelkaefer

Razzia am Tivoli und Verwirrung um Torsten Frings

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Kraemer-150x150_copUm 9 Uhr bekam Alemannia und die Stadt Aachen „unangenehmen“ Besuch. Mit einem Durchsuchungsbefehl standen die Fahnder, im Auftrag der Kölner Staatsanwaltschaft, vor der Tür und forderten Einlass. Gleichzeitig waren auch Fahnder am schönen Tegernsee, und begehrten ebenfalls Zutritt zum Domizil unseres Ex-Alemannia Geschäftsführers Frithjof Kraemer. Nach einem halben Jahr, als die Stadt Aachen Strafanzeige stellte gegen den ehemaligen Alemannia Geschäftsführer wegen Täuschung bei der Umfinanzierung der Stadionkredite, wurde man nun aktiv. Nachdem ja umfangreich in den Medien über dem Prozess vor dem Landgericht Aachen berichtet wurde, Frithjof Kraemer klagt auf Wiedereinstellung gegen die Alemannia, gibt es nun zudem dem Anfangsverdacht der Insolvenzverschleppung. Der Abschlußbericht von Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning, der kommende Woche vor dem Insolvenzgericht vorgelegt wird, besagt das die Alemannia und ihre Gesellschaft bereits Anfang 2012 zahlungsunfähig waren. Dadurch geraten nun auch, laut Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer, Erik Meijer (ehemaliger Geschäftsführerer Sport) wie auch der aktuelle Geschäftsführer Uwe Scherr ins Visier der Ermittlungen. Allerdings hat man davon abgesehen ihre privaten Räumlichkeiten aufzusuchen.
 

Durchsuchungen sind bei Wirtschaftsverfahren nichts Ungewöhnliches (Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer)

 

Auch unser ehemaliger Geschäftsführer Sport, Erik Meijer, geriet im Visier der Ermittler

Auch unser ehemaliger Geschäftsführer Sport, Erik Meijer, geriet im Visier der Ermittler

Auch bei der Stadt Aachen wurden Emails gesichert, Akten eingepackt und Notizen gesammelt. Dabei ging es hier weniger um eine Schuldfrage sondern um die Sicherstellung nicht-öffentliche Dokumente. Bevorzugt besucht wurde dadurch Stadtkämmerin Annekathrin Grehling, die für die Stadt Aachen letztes Jahr mit den Vorgängen um die Stadionumfinanzierung beschäftigt war. Daneben waren die Fahnder auch beim Rechtsamt und der beteiligungsverwaltung vorstellig geworden. Auch das Haus am Tegernsee von Frithjof Kraemer wurde durchsucht und Akten sichergestellt. Bis am Ende des Tages wurden die Akten, PC´s und Notizen sichergestellt und mitgenommen. Die Auswertung wird nun einige Zeit in Anspruch nehmen. Man darf gespannt sein ob nun Beweise hervorkommen die eine Haftung nach sich ziehen. Entscheidend wird auch sein wieviel von den „brisanten“ Akten noch verfügbar waren am Tivoli. Nachdem was vor Gericht sich so offenbarte kann man nichts ausschliessen.

 

Antwort von Torsten Frings via Blog

Antwort von Torsten Frings via Blog

Da nun auch gegen Uwe Scheer ermittelt wird, erscheint es fraglich wie es nun mit ihm weitergeht bzw. weitergehen kann. In einem großen Interview äußerste er sich zur Zukunft der Alemannia. Dort konnte man lesen das man mit Ex-Alemanne Torsten Frings verhandelt, das er unentgeldlich seine Stiefel wieder am Tivoli schnüren könnte. Die Druckerschwärze war allerdings noch nicht trocken, da wiedersprach Torsten Frings auf seinem Blog derartige Anfragen aus Aachen. Sehr wohl habe er sich letzte Saison angeboten der Alemannia im Abstiegskampf zu helfen, allerdings verfolge er jetzt ganz andere Ziele die Alemannia nicht beinhaltet. Der 36-jährige beendete seine aktive Laufbahn und könnte nun gerüchtehalber mit seinem alten Klub Werder Bremen in Verbindung gebracht werden. Robin Dutt steht als möglicher neuer Trainer Gewehr bei Fuss, und Torsten Frings würde dort auch eine spannende Aufgabe erwarten. Die Bremer Fans würden ihn jedenfalls mit Kusshand nehmen. Bei Alemannia ist man da allerdings gespalten. Interessant aber das Uwe Scheer von einer Anfrage spricht und Frings umgehend dementiert. Unglücklich gelaufen, irgendwie. Wie so alles bei der Alemannia in den letzten Jahren.