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Mai 20 2013

Kartoffelkaefer

Der letzte Ball ist gespielt – Abschied aus der 3. Liga

OSAA

 

Der letzte Ball ist gespielt, der Abschied aus der 3. Bundesliga fiel dann doch entsprechend hoch aus. Mit Verspätung reiste Alemannia an, der Stau auf der Autobahn kannte keine Gnade. Das Aufwärmprogramm musste entsprechend verkürzt werden. Für den VfL ging es noch um alles, für Alemannia hingegen um nichts mehr. So trat man auch in der osnatel-Arena auf, am Ende der ersten Halbzeit herrschten bereits klare Verhältnisse. Der VfL führte 3:0 und tat das seinige um doch noch auf dem Relegationsplatz zu rutschen. Coach René van Eck, der letztmalig an der Seitenlinie in der 3. Liga stand, kochte schon in der Kabine und hätte am liebsten alle Spieler ausgewechselt. So aber traf es den völlig überforderten Robert Wilschrey, der an diesem Tag kein Land sah. Es war wieder einmal zu einfach wie man die Gegentore kassierte, und wieder ein Murks selbst Tore zu erzielen.

Für einige ist die Luft raus, schon die Trainingswoche war ohne Feuer. Einmal noch Gas geben, und dann bin ich froh, dass alles vorbei ist. Das verleidet die Lust am Fußball. (Alemannia Kapitän Sascha Herröder)

 

Keeper Mark Fleken wechselt zur SpVgg Greuther Fürth

Keeper Mark Fleken wechselt zur SpVgg Greuther Fürth

Auch Oguzhan Kefkir blieb nach der Halbzeit in der Kabine, und nur fünf Minuten später gesellte sich Mark Flekken dazu. Die Nummer 1 war aus seinem Strafraum entschwunden und „klärte“ gegen Simon Zoller etwas deftig. Die Experten rätselten ob es denn wirklich eine rote Karte wert war. Für Mark Flekken, der zum Bundesliga Absteiger SpVgg Greuther Fürth wechselt, war es eine „unehrenhafte“ Verabschiedung. So kam Torhüter Nummer 5 in dieser Saison zum Einsatz,U19-Keeper Marcel Simon. Und der hatte 40 MInuten lang Spaß an der 3. Liga. Am Ende kam dann noch ein 4:0 heraus, wobei die Osnabrücker nun mehr mit dem Zwischenstand aus Heidenheim beschäftigt waren als mit unseren schwarzgelben. EIn Tor, zum Abschied, wollte dennoch nicht fallen. So feierten am Ende die einen in lilaweiss, während der schwarzgelbe Trauerzug zurück nach Aachen fuhr.

 

 

Abschied
 
Für unsere schwarzgelben gibt es nun nur noch einen Saison-Höhepunkt. Das Finale im Bitburger Pokal am 29.05.2013 in Bonn gegen Regionalligist Fortuna Köln. Das die Spielfreunde Lotto am Wochenende mit 1:0 gegen Rot Weiß Essen gewannen, stehen sie nun in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga und messen sich mit Red Bull Leipzig. Durch den Sieg stehen die Fortunen nun mit leeren Händen da als Tabellenzweiter und könnten ihre Saison ebenfalls mit dem Gewinn des Bitburger Pokals verschönern. Der Sieger nimmt nicht nur an der ersten DFB Pokalhauptrunde teil kommende Saison, er bekommt auch 100.000 Euro Siegprämie. Eine Summe die beide Vereine gut gebrauchen können. Allerdings wird Alemannia wohl nicht als Favorit in das Spiel gehen, die Fortunen zeigten bislang die reifere Leistungen in der Regionalliga. „Wenn wir weiterhin solche Schülerfehler machen, gibt es gegen Fortuna Köln das gleiche Ergebnis wie in Osnabrück„, so Alemannjia Kapitän Sascha Herröder. Kommende Saison werden sich beide Teams (PLatz 1 und 2 in der ewigen Zweitligatabelle) wiedersehen in der Regionaliga West.